Allianz RCM Rohstoffonds: Deutliches Wertzuwachs im Januar erzielt


24.02.12 15:16
Allianz Global Investors

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds Allianz RCM Rohstoffonds - P - EUR (ISIN DE0009797498 / WKN 979749) engagiert sich am globalen Aktienmarkt vorwiegend im Segment Bodenschätze, wobei Anlageziel es ist, auf langfristige Sicht Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten von Allianz Global Investors.

Die im vierten Quartal 2011 begonnene Kurserholung der Rohstoffaktien habe sich im Januar beschleunigt fortgesetzt. Auch die Preise für die meisten Industrie- und Edelmetalle seien kräftig gestiegen, während die Preise für Kohle und Eisenerz auf einem hohen Niveau weitgehend unverändert geblieben seien. Die Kurse hätten von einer insgesamt höheren Bereitschaft der Investoren profitiert, auf einem niedrigeren Kursniveau wieder größere Risiken einzugehen. Für die nach wie vor ungelöste Staatsschuldenkrise hätten sich erste konkrete Lösungsansätze abgezeichnet.

Darüber hinaus hätten überraschend gute US-Wirtschaftsdaten die Rohstoffpreise und zyklische (konjunkturabhängige) Aktien begünstigt. Da China die Nachfrage nach Industriemetallen dominiere, hätten insbesondere Rohstoffaktien zudem von wieder niedrigeren Inflationsraten in China profitieren können, da diese grundsätzlich eine Lockerung der chinesischen Geldpolitik erlauben würden.

Angesichts der insgesamt wieder positiveren Einschätzung des weltweiten Wirtschaftswachstums habe der Fonds im Januar einen deutlichen Wertzuwachs erzielt, sei jedoch etwas hinter dem abgebildeten Marktsegment zurückgeblieben. Der leichte Rückstand erkläre sich aus der Einzeltitelauswahl in den Subsektoren Kohle und Stahl, die sich im beschriebenen Marktumfeld dämpfend auf die relative Wertentwicklung des Fonds ausgewirkt habe. Dies habe auch nicht durch positive Beiträge bei diversifizierten Minenbetreibern kompensiert werden können.

Auf Einzeltitelebene hätten insbesondere Rio Tinto, Vale und Iluka Resources zu den Titeln mit dem höchsten Ergebnisbeitrag gezählt. Auf der anderen Seite seien die Positionen in Consol Energy, Peabody Energy und Newmont Mining im Januar hinter der allgemeinen Marktentwicklung zurückgeblieben. Das Fondsmanagement habe seine Strategie beibehalten und insbesondere auf Kupfer sowie Rohstoffe wie Eisenerz und Kohle gesetzt, die zur Stahlproduktion benötigt würden. Dies gelte auch für thermische Kohle, deren Preisentwicklung vom weiterhin hohen Ölpreis profitieren dürfte.

Unternehmen, die von der attraktiven Angebots-Nachfragesituation von Kupfer profitieren sollten, seien insbesondere Freeport McMoran, Antofagasta, First Quantum, Kazakhmys und Xstrata. Unternehmen, die von den hohen Kohlepreisen besonders begünstigt werden sollten, seien Alpha Natural Resources, Peabody Energy, Consol Energy und Teck Resources sowie diversifizierte Rohstoffkonzerne wie Xstrata und Anglo American. Neu in den Fonds aufgenommen worden seien die chinesischen Kohleproduzenten China Coal Energy und China Shenhua, die in der Lage sein dürften, ihre Produktion auszuweiten und damit überdurchschnittlich stark vom steigenden Energiebedarf Chinas zu profitieren. Von der weiterhin relativ guten Nachfrage nach Eisenerz sollten die großen Hersteller Vale, Rio Tinto und BHP Billiton begünstigt werden.

Im Januar habe das Fondsmanagement nochmals die Gewichtung von Stahlunternehmen zugunsten von Goldminenbetreibern reduziert. Die Stahlindustrie scheine aufgrund von Überkapazitäten weltweit immer weniger in der Lage, die gestiegenen Rohstoffpreise über höhere Stahlpreise an ihre Kunden weitergeben zu können. Die Aktienkurse von Goldförderern hätten sich hingegen zuletzt schlechter als der Goldpreis entwickelt, sodass die attraktiver erscheinende Bewertung zu einem höheren Investment genutzt worden seien. Neu gekauft worden sei auf günstig erscheinendem Niveau eine kleinere Position in dem kanadischen Goldproduzenten Kinross, dessen Kurs infolge einer enttäuschenden Expansionsstrategie sehr stark korrigiert habe.

Angesichts weiterhin bestehender Risiken für das weltweite Wirtschaftswachstum dürften die Rohstoffpreise höhere Schwankungen aufweisen. Da aber die Lagerbestände insgesamt niedrig seien, erscheine ein dramatischer Preisverfall wie im Jahr 2008 wenig wahrscheinlich. Der Bedarf an Industriemetallen nehme in China angesichts des weiterhin hohen Wirtschaftswachstums weiter zu. Somit sollte sich der langfristige Wachstumstrend für Rohstoffaktien fortsetzen, und auch der Ausblick für die Preise von Industrierohstoffen bleibe positiv. Diese Rohstoffe seien für die Industrialisierung und Urbanisierung vieler Schwellenländer unerlässlich.

Der rohstoffintensive Aufbau der Infrastruktur sei bei weitem noch nicht abgeschlossen, sondern dürfte viele Jahre in Anspruch nehmen. Dies gelte nicht nur für China, sondern auch für andere Schwellenländer wie z.B. Indien oder Brasilien. Zwar würden die Rohstoffunternehmen verstärkt in neue Projekte investieren, doch würden sich die Genehmigungsverfahren weltweit immer langwieriger gestalten. Darüber hinaus würden auch die politischen Risiken zunehmen, sodass zusätzliches Angebot immer häufiger verzögert auf den Markt komme und viele Rohstoffe knapp bleiben sollten. Die Bewertung der Rohstoffaktien erscheine somit auch nach dem jüngsten Kursanstieg weiterhin attraktiv. (24.02.2012/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
591,35 € 588,04 € 3,31 € +0,56% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009797498 979749 609,03 € 294,63 €