Allianz RCM Rohstoffonds - P - EUR: im Februar etwas nachgegeben


26.03.12 08:35
Allianz Global Investors

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Allianz RCM Rohstoffonds - P - EUR (ISIN DE0009797498 / WKN 979749) engagiert sich am globalen Aktienmarkt vorwiegend im Segment Bodenschätze, wobei Anlageziel es ist, auf langfristige Sicht Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten von Allianz Global Investors.

Im Februar seien die Kurse an den internationalen Aktienmärkten erneut kräftig angestiegen. Treiber dieser Entwicklung seien Konjunkturdaten gewesen, die auf eine zunehmende Stabilisierung der Wirtschaftsaktivität hingedeutet hätten. Auch die Sorgen um Griechenland hätten sich angesichts der Einigung auf ein Hilfspaket von 130 Mrd. Euro für das hoch verschuldete Land gelegt. Zu guter Letzt sei auch die Liquiditätssituation vor dem Hintergrund weltweiter geldpolitischer Maßnahmen der Notenbanken günstig geblieben. Die Kurse der Rohstoffaktien hätten hingegen nach dem starken Kursanstieg des Vormonats im Februar unter starken Schwankungen einen kleinen Teil der Gewinne des Vormonats wieder abgegeben.

Auch die meisten Preise für Industrie- und Edelmetalle hätten etwas schwächer tendiert. Während die US-Wirtschaftsdaten weiterhin überwiegend positiv überrascht hätten, hätten schwächere Konjunkturindikatoren aus China für Unsicherheit gesorgt, obwohl eine Abschwächung infolge der restriktiven Wirtschaftspolitik allgemein erwartet geworden sei. Auch die Feiertage in Zusammenhang mit dem chinesischen Neujahr, das in den Monat Januar gefallen sei, hätten die Wirtschaftsdaten in diesem Zeitraum leicht gedämpft. Gleichzeitig hätten die wieder niedrigeren Inflationszahlen eine Lockerung der chinesischen Geldpolitik erwarten lassen.

Nach dem zweistelligen Kursanstieg im Vormonat habe der Fonds im Februar im Einklang mit seinem Marktsegment einen kleinen Teil der Kursgewinne wieder abgegeben. Die größten Ergebnisbeiträge hätten Xstrata und First Quantum geliefert, die vom hohen Kupferpreis begünstigt worden seien. Xstrata habe darüber hinaus von der Ankündigung der Fusion mit Glencore profitiert. Andererseits hätten Iluka Resources und Teck Resources die relative Wertentwicklung des Portfolios belastet, nachdem beide Titel im Januar noch zu den wichtigsten positiven Performance-Trägern gehört hätten.

Das Fondsmanagement habe seine Strategie beibehalten und insbesondere auf Kupfer sowie Rohstoffe wie Eisenerz und Kohle gesetzt, die zur Stahlproduktion benötigt würden. Dies gelte auch für thermische Kohle, deren Preisentwicklung vom weiterhin hohen Ölpreis profitieren dürfte.

Unternehmen, die von der attraktiven Angebots-Nachfragesituation von Kupfer profitieren sollten, seien insbesondere Freeport McMoran, Antofagasta, First Quantum, Kazakhmys und Xstrata. Unternehmen, die von den hohen Kohlepreisen besonders begünstigt werden sollten, seien Alpha Natural Resources und Teck Resources sowie diversifizierte Rohstoffkonzerne wie Xstrata und Anglo American. Dazu würden auch chinesische Produzenten wie China Coal Energy und China Shenhua gehören, die in der Lage sein dürften, ihre Produktion auszuweiten und damit überdurchschnittlich stark vom steigenden Energiebedarf Chinas zu profitieren. Von der weiterhin relativ guten Nachfrage nach Eisenerz sollten die großen Hersteller Vale, Rio Tinto und BHP Billiton begünstigt werden.

Angesichts weiterhin bestehender Risiken für das weltweite Wirtschaftswachstum dürften die Rohstoffpreise höhere Schwankungen aufweisen. Da aber die Lagerbestände insgesamt niedrig seien, erscheine ein dramatischer Preisverfall wie im Jahr 2008 wenig wahrscheinlich. Der Bedarf an Industriemetallen nehme in China angesichts des weiterhin hohen Wirtschaftswachstums weiter zu. Somit sollte sich der langfristige Wachstumstrend für Rohstoffaktien fortsetzen, und auch der Ausblick für die Preise von Industrierohstoffen bleibe positiv. Diese Rohstoffe seien für die Industrialisierung und Urbanisierung vieler Schwellenländer unerlässlich.

Der rohstoffintensive Aufbau der Infrastruktur sei bei weitem noch nicht abgeschlossen; sondern dürfte viele Jahre in Anspruch nehmen. Dies gelte nicht nur für China, sondern auch für andere Schwellenländer wie z.B. Indien oder Brasilien. Zwar würden die Rohstoffunternehmen verstärkt in neue Projekte investieren, doch würden sich die Genehmigungsverfahren weltweit immer langwieriger gestalten. Darüber hinaus würden auch die politischen Risiken zunehmen, sodass zusätzliches Angebot immer häufiger verzögert auf den Markt komme und viele Rohstoffe knapp bleiben sollten. Die Bewertung der Rohstoffaktien erscheine somit auch nach dem jüngsten Kursanstieg weiterhin attraktiv. (26.03.2012/fc/a/f)






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582,88 € 591,35 € -8,47 € -1,43% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009797498 979749 609,03 € 294,63 €