Aramea Global Convertible-Fonds: 08/2021-Bericht, Wertzuwachs von 0,4% - Fondsanalyse


22.09.21 11:00
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Aramea Global Convertible soll durch die gezielte Auswahl aussichtsreicher internationaler Wandelanleihen erreicht werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds dürfe zudem in Aktien, Bankguthaben, Geldmarktinstrument und Investmentfonds investieren. Darüber hinaus könnten auch derivative Instrumente und Techniken zur Anwendung gelangen. Eine zeitweilige Konzentration der Anlagepolitik auf einzelne Marktsegmente oder marktenge Werte sei möglich.

Im August seien die Rentenmärkte leichter und die Aktienmärkte freundlich gelaufen. Den dritten Monat in Folge seien in den Aktienindices neue Höchststände ausgebildet worden. Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse von Jackson Hole hätten nur einen geringfügig positiven Einfluss auf die Entwicklung der Rentenmärkte gezeigt. Während die EZB weiter Politik der ruhigen Hand in Verbindung mit einer höheren Inflationstoleranz verfolge, habe der US-Notenbank-Chef Powell ausgeführt, dass die Reduzierung der Anleihekäufe bald beginnen würde, dies aber unabhängig von der Frage, wann erste Zinsanhebungsschritte erfolgen würden, zu betrachten sei.

Der DAX habe den Monat mit 15.835,09 Punkten knapp 1,9% höher geschlossen, nachdem er am letzten Tag des Monats sogar kurz über die Marke von 16.000 Punkten gesprungen sei. Der EURO STOXX 50 habe im August sogar ein Plus von 2,6% geschafft. Der Dow Jones habe auf Monatssicht mit einem leichten Plus von rund 1,5% geschlossen. Ab September werde der DAX dann aus 40 Aktien bestehen, Anwärter seien unter anderem Airbus, Symrise, Zalando und Siemens Healthineers.

Die Rentenmärkte hätten etwas schwächer gehandelt, sowohl was die Renditen, als auch die Entwicklung der Risikoaufschläge anbetroffen habe. Die Sommerpause hinsichtlich des Neuemissionsmarktes und geringer Aktivitäten im Kaufprogramm hätten Impulse für den Rentenmarkt vermissen lassen. Die Rendite der 10-jährigen Treasuries sei im August moderat von 1,23% auf 1,31% gestiegen.

Die Rendite 10-jähriger Bunds habe sich von -0,45% auf -0,38% verbilligt. Die durchschnittliche Rendite von Bundesanleihen sei leicht von -0,57% auf -0,51% gestiegen, die von Unternehmensanleihen von 0,15% auf 0,22%, damit habe der Aufschlag zu Bundesanleihen im Durchschnitt nahezu unverändert bei 85 Basispunkten gelegen.

Die Risikoaufschläge hätten im August insgesamt nahezu seitwärts tendiert. Bei den Nachranganleihen sei es zu einer kleinen Spreadeinengung von rund 4 Basispunkten gekommen, die dem leichten Zinsanstieg entgegengewirkt habe. Die Performance des Nachrangsegmentes sei im August nahezu neutral gewesen.

Europäische Staatsanleihen seien im August moderat unter Druck gewesen und hätten gemessen am ICE MLBofA EUR Govt Index per 31.08.2021 eine Performance von -0,59% erzielt. Die Performance der einzelnen Länder sei recht homogen gewesen. Aufgrund der geringen Emissionstätigkeit habe sich die durchschnittliche Laufzeit des Index im August von 10,31 auf 10,15 Jahre verkürzt. Bei den Unternehmensanleihen habe die Performance im August bei -0,41% und +0,31% year-to-date gelegen. Der breite EUR Anleihemarkt EMU habe -0,47% im August erzielt und stehe year-to-date bei -1,21%.

Globale Wandelanleihen hätten im Berichtszeitraum leicht zugelegt und Ende August bei +0,2% geschlossen. Während US-Convertibles (Refinitiv US Focus Hedged CB (EUR)) mit rund +0,1% gestiegen seien, hätten asiatische Convertibles (ex. Japan) im Berichtsmonat August mit -0,3% weiter nachgegeben. Mit einem Minus von -0,1% hätten japanische Wandelanleihen (Refinitiv Japan Focus Hedged CB (EUR)) den Berichtsmonat geschlossen, während europäische Wandelanleihen (Refinitiv Europe Focus Hedged CB (EUR)) per Monatsultimo um +0,2% zum Vormonat hätten zulegen können.

Die globale Neuemissionstätigkeit der letzten Monate sei im Berichtsmonat August etwas abgeflaut und habe sich auf insgesamt rund EUR 8,9 Milliarden belaufen. Rund zwei Drittel der Neuemissionen seien auf dem US-amerikanischen Raum entfallen. Der Investmentgrade Emittent Symrise habe im Berichtsmonat entschieden, die bis 2024 laufende Wandelanleihe vom Markt zu nehmen, nachdem die Bedingungen für einen "Soft Call" der Wandelanleihe erfüllt gewesen seien. Die Wandelanleihe habe Ende August auf einem Niveau von ca. 130% notiert. Das Fondsmanagement habe an der guten Performance der Wandelanleihe seit Jahresbeginn partizipieren und durch die Veräußerung am Markt einen attraktiven Kursgewinn erzielen können.

Nachdem die geplante Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia Ende Juli offiziell für gescheitert erklärt worden sei, habe Vonovia den Aktionären der Deutsche Wohnen ein verbessertes Übernahmeangebot vor in Höhe von EUR 53 in bar (zuvor: EUR 52) pro Deutsche Wohnen Aktie gelegt. Öffentlichen Medienberichten zufolge sei sowohl eine weitere Erhöhung des Angebotspreises als auch ein drittes Angebot für die Aktionäre ausgeschlossen, sollte die Mindestannahmequote erneut nicht erreicht werden.

69,3% der im ARAMEA Global Convertible enthaltenen Wandelanleihen hätten ein sog. "Balanced Profil". In diesem ausgewogenen Bereich sei das asymmetrische Verhalten von Convertibles am stärksten ausgeprägt: Die Wandelanleihe partizipiere hier stärker an einer Aufwärtsbewegung der zugrunde liegenden Aktien als an einer Abwärtsbewegung. Wandelanleihen mit bondähnlichem Profil würden derzeit 11,7% ausmachen. Aktienähnliche Profile seien mit 19,0% vertreten. Die Kassequote eingerechnet habe die Aktiensensitivität (Delta) des Fonds per Monatsultimo bei 52,3% gelegen.

Der ARAMEA Global Convertible (A) habe im August 2021 eine Wertentwicklung von +0,4% erzielt. Seit Jahresbeginn weise der Fonds eine Wertentwicklung von +5,3% auf. (Stand vom 31.08.2021) (22.09.2021/fc/a/f)






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