Aramea Rendite Plus A-Fonds: 07/2018-Bericht, Wertzuwachs von 0,8% - Fondsanalyse


22.08.18 10:00
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus A soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden.

Im abgelaufenen Monat Juli hätten sich Nachrang- und Hybridanleihen deutlich freundlicher gezeigt als noch in den Vormonaten. Die geopolitischen Ereignisse in Italien und Spanien, welche in den beiden Vormonaten noch beherrschende Themen gewesen seien, seien in den Hintergrund gerückt. Die oftmals zitierten kurzen Beine der politischen Börsen schienen sich erneut zu bewahrheiten, so die Experten von Aramea Asset Management. Nichtsdestotrotz bewerte das Fondsmanagement die Nervosität aufgrund der italienischen Budgetverhandlungen weiterhin als bestehendes Risiko. Erste Ankündigungen der italienischen Regierung Ende Juli hätten die Risikoaufschläge für italienische Papiere umgehend wieder anziehen lassen. Nachranganleihen von Finanzinstituten (Banken & Versicherungen) hätten sich nach Lesart des iBoxx Euro Financials Subordinated Index um 1,62% verbessert. Geprägt gewesen sei dies vor allem von einer Stärke im Versicherungssektor, welcher mit +2,90% deutlich outperformt habe. Nachranganleihen von Industrieunternehmen, so genannte Corporate Hybrids, hätten eine Wertentwicklung von 1,99% (iBoxx Euro Non-Financials Subordinated Index) erzielt.

Wie bereits in den Vormonaten angekündigt, habe das Fondsmanagement die zuvor zu beobachtende Schwäche bei Nachranganleihen der Assekuranzen ausgenutzt und die Quote erhöht. Das fundamentale Bild der Branche sei auch nach Gesprächen des Fondsmanagements mit den Regulierungsbehörden weiterhin stabil, sodass sich attraktive Relative-Value Opportunitäten im Vergleich zu Banken und Industrieunternehmen ergeben würden.

Der Aramea Rendite Plus habe im Berichtsmonat eine Wertentwicklung von 0,8% gezeigt. Das Fondsvolumen habe sich zum Berichtszeitpunkt auf 1,067 Mrd. Euro belaufen. Die leichte Underperformance sei u.a. auf die bereits im Vormonat skizzierte Schwäche bei so genannten Kapitalmarktfloatern zurückzuführen. Diese Anleihen würden ihren Kupon regelmäßig an den laufenden Zins (z.B. zehn Jahre EUR-Swap) anpassen. Falle ein solcher Referenzzinssatz, so wirke sich dies auch auf Anleihen aus, welche sich daran orientieren würden. Nichtsdestotrotz würden diese Instrumente eine attraktive Absicherung gegenüber potenziellen Zinssteigerungen darstellen und hätten somit eine negative Korrelation zum klassischen Zinsmarkt.

Der Schwerpunkt des Fonds liege weiterhin auf Banktiteln mit einem Gewicht von 46%. Weitere 20% seien in Anleihen von Versicherungsunternehmen investiert. Der Anteil an Industrieunternehmen habe bei 29% vom Fondsvermögen gelegen. Das durchschnittliche Anleiherating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere liege bei BBB-. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten liege drei Stufen besser bei A-. Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis drei Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst.

Im Vergleich zum Vormonat habe sich das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Papiere um eine Stufe verbessert. Dies sei u.a. auf die Aufstockung der Versicherungsquote zurückzuführen. Mit stabilen Emittenten wie AXA S.A. oder Allianz SE seien weiterhin attraktive Risiko-Rendite Profile in das Portfolio aufgenommen worden.

Der Fokus der Investmentstrategie richte sich weiterhin auf Emittenten aus stabilen Regionen im Kern Europas. Über 32% des Fondsvermögens seien in Deutschland investiert, weitere 14% in Frankreich. Die Benelux-Staaten würden 13% ausmachen. Italien (3,4%) und Spanien (3,3%) seien hingegen weiterhin untergewichtet. Auf Investitionen in Griechenland und Portugal werde vollständig verzichtet.

Durch die Beruhigung des Marktes im Berichtszeitraum könne der Fonds vor allem von seiner hohen laufenden Verzinsung profitieren. Dies sei ein besonderes Merkmal der Strategie, da an vornehmlich alternative Renditekomponenten partizipiert werden könne. Der Fonds habe derzeit einen durchschnittlichen Kupon von 4,2% bei einer durchschnittlichen YTM (Yield-to-Maturity) von 4,5%. (Stand vom 31.07.2018) (22.08.2018/fc/a/f)






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