BB African Opportunities (Lux)-Fonds: 04/2017-Bericht, Wertverlust von 1,19% - Fondsanalyse


19.05.17 14:33
Bellevue Asset Management AG

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der BB African Opportunities (Lux)-Fonds (ISIN LU0433847240 / WKN A0RP3D, EUR B) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf bis sieben Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in Aktien in aufstrebenden Schwellenländern diversifizieren wollten. Der Fonds weise die für Schwellenländer-Aktien typischen Anlagerisiken auf.

Der Fonds investiere vorwiegend in börsennotierte Unternehmen in den aufstrebenden Ländern Afrikas. Es seien dies insbesondere Länder Nordafrikas und der Sub-Sahara, die von zunehmendem Strukturwandel, Wirtschaftsreformen, Infrastrukturinvestitionen als auch von hohen Rohstoffvorkommen profitieren und noch weitgehend unerschlossene Anlagepotenziale eröffnen würden.

Der Fonds investiere aber auch in attraktive Anlageopportunitäten in Südafrika. Erfahrene Schwellenländer-Spezialisten, die mitunter selbst aus der Region stammen würden, würden auf profitable groß- und mittelkapitalisierte Unternehmen fokussieren, die von der starken Wachstumsdynamik der Region in besonderem Masse profitieren würden. Mittels eines fundamentalen bottom-up und top-down-Ansatzes würden die Spezialisten die attraktivsten Unternehmen auswählen und aus 50 bis 70 Titeln ein über Länder und Sektoren breit diversifiziertes Portfolio konstruieren.

Südafrika habe sich erfreulich entwickelt, wenngleich deren USD-Staatsanleihen auf Ramschniveau herabgestuft worden seien. In Lokalwährung (LW) habe der Aktienmarkt um 3,4% zugelegt. Der FX-Kurs habe den April nach Schwankungen nahezu unverändert beendet. Das Land profitiere von der großen Risikobereitschaft der Anleger und habe im März und April Nettokapitalzuflüsse aus dem Ausland von USD 2,8 Mrd. verzeichnet. Die lockere Geldpolitik scheine die politischen Risiken des Konflikts innerhalb der Regierungspartei ANC zu neutralisieren.

In Ägypten helle sich die wirtschaftliche Lage weiter auf. Das Handelsbilanzdefizit sei im Q1 2017 um 46% ggü. dem Vorjahr zurückgegangen. Der Haushalt für das Jahr 17/18 dürfte zum ersten Mal seit zehn Jahren einen primären Überschuss aufweisen. Die Inflation habe den höchsten Stand seit Jahren erreicht, aber der Höhepunkt scheine überschritten. Das Pfund (EGP) bewege sich immer noch bei 18,0/18,3 EGP je USD. Grund hierfür könnte das wenig ausgereifte neue Devisensystem sein, aber auch das Devisenkontrollregime. Es verhindere, dass ausländisches Kapital in der Realwirtschaft ankomme. Der EGX 30 habe sich im April behauptet, habe aber erneutem Druck nachgegeben (-4,3% in LW), nachdem der IWF eine Anhebung der Zinsen zur Eindämmung der Inflation ins Spiel gebracht habe.

Die nigerianische Notenbank habe weiterhin USD-Liquidität in das System gepumpt, um den Schwarzmarktkurs des NGN (Nigerianische Naira) zum USD unter 400 zu halten. Darüber hinaus sei ein neues Devisenfenster für Kapitalzuflüsse und Exporteure geschaffen worden, bei dem Öl und Auslandsüberweisungen, die wichtigsten Dollarquellen, ausgeklammert seien. Das erschwere die Situation und erhöhe die Zahl der Devisenfenster auf 5. Sie würden sich allesamt durch ihre geringe Transparenz auszeichnen. Bezogen auf die Lokalwährung habe der Markt um 1% zugelegt, wobei Anlegern nur in beschränktem Umfang Devisen für die Rückführung ihrer Gewinne zur Verfügung gestanden hätten.

Die Reformen in Tunesien kämen nur schleppend voran. Das belaste die Leistungsbilanz und den öffentlichen Haushalt des Landes. Der IWF habe mit der Verschiebung der Auszahlung der zweiten Tranche ein Signal gesetzt. Dadurch sei der Druck auf das Land gewachsen, dessen Währung gegenüber dem USD um 7,2% nachgegeben habe.

Der marokkanische Markt habe im Vormonatsvergleich um 2.3% vorgerückt (in LW). Die Zinsen im Inland lägen nach wie vor deutlich unter den Dividendenrenditen und würden damit das Aufwärtspotenzial von Aktien stützen.

In Kenia sei es in einigen Bezirken zu Zusammenstössen gekommen, da sich die Kampagnen im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im August aufheizen würden. Der Markt habe den Monat jedoch gemessen in LW mit einem Plus von 2,1% beendet.

Bei zahlreichen Börsengängen und Platzierungen großer Aktienblöcke in Ägypten verzichteten die Experten der Bellevue Asset Management AG auf eine Beteiligung, da die Bewertungen eine rasche Erholung der Kaufkraft und eine schnelle Normalisierung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds einpreisen. Sie würden denken, dass die Reformen noch etwas Zeit zur Entfaltung brauchen würden. In Tunesien habe sie die Unfähigkeit der gewählten Regierung, notwendige Reformen durchzusetzen, veranlasst, ihr Engagement in diesem Land zu reduzieren. (Stand vom 30.04.2017) (19.05.2017/fc/a/f)





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LU0433847240 A0RP3D 192,27 € 159,98 €