BB Global Macro (Lux)-Fonds: 10/2019-Bericht, Performanceplus von 0,1% - Fondsanalyse


02.12.19 11:30
Bellevue Asset Management AG

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des BB Global Macro (Lux)-Fonds (ISIN LU0494761835 / WKN A1CW3N) besteht darin, über den gesamten Konjunkturzyklus konsistente positive Erträge zu erreichen, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Die angestrebten Renditen sollten eine tiefe Korrelation zur Ertragsentwicklung gewichtiger Anlageklassen aufweisen. Der Fonds eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens drei Jahren, die eine gleichmäßige absolute Rendite anstreben würden. Die Fondswährung sei Euro.

Der Fonds beabsichtige, unabhängig vom Marktumfeld, konsistente positive Renditen von rund 5 bis 7% pro Jahr zu erzielen. Dies bei einer annualisierten Volatilität von weniger als 7%. Der Fonds investiere weltweit aktiv in mehrere Anlageklassen mit der Möglichkeit, Long- und Short-Exposure aufzubauen, wobei die Risikoparameter über die Zeit konstant gehalten würden. Ein proprietäres Screening Tool unterstütze das erfahrene Management Team bei der Marktanalyse und der Formulierung erfolgversprechender Top-down-Strategien. Risikomanagement sei ein integraler Bestandteil des gesamten Investmentprozesses. Dank der täglichen Vorgabe eines klar definierten Risikolevels ergebe sich über die Laufzeit ein stabiles Risikoprofil. Das Portfolio investiere vorwiegend in liquide Anlagen, der Fonds biete tägliche Liquidität.

Der Fonds habe im Oktober eine Rendite von 0,1% bei einer realisierten Volatilität von 3,2% erwirtschaftet. Im Monatsverlauf habe der MSCI World Index um 0,2% zugelegt, der JPM Global Government Bond Index habe um 1,8% nachgegeben und Rohstoffe hätten 1,0% an Wert eingebüßt (jeweils gehedgt und in EUR).

Im Oktober habe an den Finanzmärkten Risikobereitschaft geherrscht, so dass sich die Risk-on-Strategie der Experten ausgezahlt habe: Aktien und Nicht-Staatsanleihen hätten 0,22% bzw. 0,14% zur Wertentwicklung des Fonds beigesteuert. Staatsanleihen seien auf der Stelle getreten. Die Devisenstrategie habe sich mit 0,26% negativ auf den Fonds ausgewirkt, vor allem wegen der Netto-Long-Positionen im USD gegenüber dem EUR und Renminbi. Der Greenback habe gegenüber dem EUR und Renminbi 2,3% bzw. 1,6% schwächer notiert. Die Experten der Bellevue Asset Management AG halten unverändert an ihrem Netto-Exposure im USD von 19% zur Absicherung des Portfolios im Falle von Marktverwerfungen fest.

Das Netto-Aktienengagement sei dank der positiven Performance und neuer Investments in Biotechaktien von 26% auf 30% gestiegen. Der NBI Index, der die Entwicklung des Biotechsektors abbilde, habe zwischen April und Anfang Oktober 2019 15% an Wert verloren. Der Sektor weist in den Augen der Experten der Bellevue Asset Management AG starke Fundamentaldaten auf und bietet immer noch einen attraktiven Einstiegszeitpunkt. Ihr Short-Engagement in Staatsanleihen habe sich von -28% auf -27% infolge seiner Verwässerung durch ein höheres verwaltetes Fondsvermögen verringert. Ihre Position in Nicht-Staatsanleihen von 15% hätten die Experten unverändert beibehalten.

In der Oktober-Analyse der Experten der Bellevue Asset Management AG zeigten die Wirtschaftsdaten eine erhöhte Gefahr einer Rezession an. Die Maßnahmen der Notenbanken dürften deren Auswirkungen jedoch abschwächen. Die Experten würden ihre Szenarien daher wie folgt anpassen:

Szenario 1 mit einer Gewichtung von 30% rechne mit einer konjunkturellen Stabilisierung. Die Konjunkturindikatoren würden sich zwar weiter eintrüben, aber von einer schweren Rezession seien die Experten noch weit entfernt. Zudem hätten die FED und EZB ihren Leitzins seit Jahresbeginn um 75 Bp bzw. 10 Bp gesenkt. Es könnte daher zu einer Stabilisierung der Wirtschaft kommen. Dieses Szenario wäre positiv für Aktien, neutral bis positiv für Nicht-Staatsanleihen und negativ für Staatsanleihen.

Szenario 2 mit einer Gewichtung von 50% gehe von einer leichten wirtschaftlichen Rezession aus. Im Gegensatz zu bisherigen Rezessionen finde sie in einem durch sehr niedrige Zinsen und Stützungsmaßnahmen der Notenbanken geprägten Umfeld statt. Aktien dürften ihren langsamen Aufwärtstrend fortsetzen. Für Staatsanleihen und Nicht-Staatsanleihen dürfte dieses Szenario neutral bis leicht negativ sein.

Szenario 3 mit einer Gewichtung von 20% gehe von einer Rezession aus, die eine kräftige Korrektur von Aktien und Nicht-Staatsanleihen nach sich ziehe. Staatsanleihen würden die Verluste am Aktienmarkt kaum kompensieren, da sich deren Renditen bereits auf einem sehr niedrigen Niveau bewegen würden. (Stand vom 31.10.2019) (02.12.2019/fc/a/f)





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