Bellevue (Lux) BB Adamant Medtech & Services-Fonds: 09/2020-Bericht, Wertanstieg von 0,6% - Fondsanalyse


26.10.20 12:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue (Lux) BB Adamant Medtech & Services (ISIN LU0415391431 / WKN A0RP23, EUR B) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio gezielt durch Anlagen im Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektor diversifizieren wollten und bereit seien, die für diesen Sektor üblichen Aktienrisiken zu tragen.
Der Fonds investiere weltweit in Aktien von Unternehmen des Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektors. Der Fonds erschließe dem Investor ein attraktives Investment in den Healthcare-Sektor, ohne dabei in Medikamentenhersteller zu investieren. Erfahrene Branchenspezialisten würden auf profitable, liquide Mid- und Large-Cap-Unternehmen, die bereits über ein reiferes Produktportfolio verfügen würden, wie auch auf Small Caps, welche über ein technologisch innovatives Produktangebot verfügen würden, fokussieren. Die Titelauswahl basiere auf fundamentaler Unternehmensanalyse, wobei insbesondere der medizinische Nutzen, das Sparpotenzial für das Gesundheitswesen sowie das erwartete Marktpotenzial der entsprechenden Produkte und Services vertieft untersucht würden. Die Selektion der Unternehmen erfolge Bottom-up, unabhängig von Benchmark-Gewichtungen.

Im September habe der globale Aktienmarkt (MSCI World Net -1,6%) etwas von der starken Vormonatsperformance eingebüßt, während der Medizintechniksektor (MSCI World Healthcare Equipment & Supplies +1,7%) erneut an Wert zugelegt habe. Der BB Adamant Medtech & Services Fonds (+0,6%) habe sich ebenfalls positiv entwickelt und den breiten Gesundheitsmarkt (MSCI World Healthcare Net +0,5%) übertreffen können, habe jedoch nicht ganz vermocht, mit seiner Benchmark mitzuhalten.

Das Medizintechnikunternehmen Shockwave Medical (+21,6%) habe ein innovatives und disruptives Verfahren zur Behandlung kalzifizierter Koronarstenosen mittels intravaskulärer Lithotripsie entwickelt. Im September sei bekannt geworden, dass die klinischen Daten der US-Zulassungsstudie "Disrupt CAD III" am größten virtuellen Ärztekongress für interventionelle Kardiologie TCT (Transcatheter Cardiovascular Therapeutics) am 15. Oktober präsentiert würden. American Well (+67,1%) und Inspire Medical (+10,3%) hätten ebenfalls positiv zur Portfolioperformance beigetragen. American Well verfüge über eine umfassende Technologieplattform, die Versicherer, Krankenhäuser, Ärzte und Patienten miteinander verbinde und so virtuelle Behandlungen ermögliche. Anlässlich des Börsengangs, an dem sich die Experten der Bellevue Asset Management AG beteiligt haben, nahm American Well über USD 850 Mio. neues Kapital auf.

Das auf moderate bis schwere Fälle von obstruktiver Schlafapnoe spezialisierte Unternehmen Inspire Medical habe sich positiv zur Erholung der Eingriffe geäußert und mit Humana einen weiteren Krankenversicherer bekannt gegeben, der die Kosten für die Implantation des Inspire-Systems rückerstatte. Das Life-Sciences-Tools-Unternehmen Thermo Fisher (+4,9%) habe anlässlich einer virtuellen Investorenkonferenz den Ausblick für den Umsatz des 3. Quartals erhöht und damit die Schätzungen der Investoren substanziell übertroffen. Edwards Lifesciences (-5,1%) und Boston Scientific (-4,9%) hätten die Portfolioperformance belastet.

Bei den Krankenversicherern hätten UnitedHealth (+2,1%) und Humana (+1,7%) einen positiven Performancebeitrag geleistet. "Medicare Advantage" sei die Krankenversicherung für über 65-Jährige, auf die sich Humana fokussiere und für die UnitedHealth der größte Anbieter auf dem Markt sei. Die "Centers for Medicare & Medicaid Services" des US-Gesundheitsministeriums hätten im September Schätzungen veröffentlicht, die von einem Wachstum von "Medicare Advantage" von über 10% für das Jahr 2021 ausgehen würden, was deutlich über den Erwartungen der Investoren liege. In den nächsten Monaten stehe neben der US-Präsidentschaftswahl auch die Neubesetzung der Richterposition im US Supreme Court an. Präsident Trump habe die konservative Amy Coney Barrett vorgeschlagen. Mit ihr würden 6 von 9 RichterInnen dem konservativen Lager angehören, was auch Auswirkungen auf die Mitte 2021 anstehende Überprüfung von Obamacare haben könnte. Die Bestätigung von Amy Barrett durch den Senat gelte als sicher. Dass das höchste Gericht des Landes Obamacare in seiner Gesamtheit als nicht verfassungskonform beurteilen werde, gelte jedoch als höchst unwahrscheinlich.

Im 3. Quartal hätten wir in verschiedenen Ländern einen Wiederanstieg der CoronavirusInfektionen beobachtet, was die vollständige Wiedereröffnung der Wirtschaft verzögern dürfte. Die Experten der Bellevue Asset Management AG gehen davon aus, dass sich der Medtech-&-Services-Sektor aufgrund der nicht-zyklischen Nachfrage in einem anspruchsvollen Wirtschaftsumfeld, besser entwickeln sollte. Dies auch dank des zusätzlichen Wachstumsschubs, der durch die aufgeschobenen Behandlungen während der Coronakrise ermöglicht werde. Aufgrund von Gesprächen, die die Experten der Bellevue Asset Management AG mit zahlreichen Unternehmen geführt haben, gehen sie davon aus, dass die Drittquartalsergebnisse besser als erwartet ausfallen werden und sich die Behandlungsvolumen der verschiebbaren Eingriffe wie erwartet weiter normalisieren dürften.

Am 3. November 2020 würden die Amerikaner den Präsidenten und einen Drittel des Senats wählen. Die Experten der Bellevue Asset Management AG schätzen die Wiederwahl von Donald Trump als positiv und eine allfällige Wahl von Herausforderer Joe Biden als neutral bis leicht positiv für die Kursentwicklung ihrer Portfoliounternehmen ein. Der Geschäftsausblick der Medizintechnik- und Digital-Health-Unternehmen, 80% des Fondsportfolios, sei weitestgehend isoliert vom Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen. Im Bereich der Krankenversicherer, 15% des Fondsportfolios, beabsichtige Biden die Krankenversicherung für Bürger mit tieferem Einkommen "Medicaid" weiter auszubauen. Dies würde dazu führen, dass sich die Anzahl krankenversicherter Menschen weiter erhöhe. Falls die Demokraten neben der Präsidentschaft eine Mehrheit im Senat gewinnen würden, wovon die Experten der Bellevue Asset Management AG im Moment nicht ausgehen, könnte es zu einer Erhöhung der Unternehmenssteuern kommen. Im Vergleich zum US-Aktienmarkt wären die Medizintechnikunternehmen davon unterdurchschnittlich und Krankenversicherer überdurchschnittlich betroffen.

Die Experten seien der Meinung, dass der aktuelle Bewertungsabschlag des Medtech-&-Services-Sektors gegenüber dem US-Aktienmarkt potenzielle Negativ-Szenarien bereits deutlich vorweggenommen habe und dass nach dem Wegfall der Unsicherheit der US-Wahlen eher mit einer Aufwertung des Sektors zu rechnen sei. (Stand vom 30.09.2020) (26.10.2020/fc/a/f)





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