Börse Hamburg: Krim-Krise treibt Umsätze im Fondshandel


07.04.14 13:14
Börse Hamburg

Hamburg (www.fondscheck.de) - Angesichts der Unsicherheiten durch die Krim-Krise haben die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg im März deutlich zugelegt, so die Börse Hamburg.

Anleger hätten Anteile im Gesamtwert von 95 Millionen Euro und damit ein Volumen von annähernd 15 Prozent mehr als im Vormonat gehandelt. "Die Angst vor einer Eskalation der Krise hat an den Börsen eine Achterbahnfahrt verursacht", erläutere Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Viele Anleger verspürten zunächst Verkaufsdruck - später im Monat kauften sie wieder zu." Ablesen lasse sich das zum Beispiel am Auf und Ab am deutschen Aktienmarkt. Der Deutsche Aktienindex (DAX) sei zur Mitte des Monats teilweise unter 9.000 Punkte gefallen, um sich zum Monatsende wieder zu erholen und bei fast 9.600 Punkten zu schließen. So sei der iShares DAX ETF einer der gefragtesten Fonds im März gewesen.

Zu den umsatzstärksten Fonds hätten einmal mehr die Offenen Immobilienfonds (OIF) gezählt, an erster Stelle der CS Euroreal. Mit einem Umsatzvolumen von rund 14 Mio. Euro sei das Handelsinteresse an diesem Fonds im März sogar um fast 50 Prozent höher als in den Monaten zuvor gewesen. "In den vergangenen Wochen war ein erhöhtes Kaufinteresse an den Immobilienfonds zu beobachten, bei denen die Fondsgesellschaft die Anteilsrücknahme ausgesetzt hat", sage Ledermann. "Risikobereite Anleger, die sich von den ausstehenden Objektverkäufen einen Anstieg der Fondsnotierung versprechen, haben zuletzt zugekauft." Insgesamt fänden sich in den Top 10 nach Umsatz sechs der eingefrorenen OIF, darunter auch die drei Werte mit dem auf Monatssicht größten Umsatz.

Der Fonds mit der stärksten Performance sei auf Monatssicht der Amundi-Equity India Infrastructure mit einem Plus von 21 Prozent gewesen. Das Fondsmanagement setze auf indische Unternehmen, die in der Infrastrukturbranche tätig seien. Dazu würden Unternehmen aus den Bereichen Energie, Telekommunikation, Transport, Wasser, Werkstoffe und Institutionen gehören, die auf die Finanzierung von Infrastrukturprojekten spezialisiert seien. Aber auch andere Aktienfonds mit dem Schwerpunkt Indien hätten zweistellige Kursgewinne verbuchen können. "Der indische Aktienmarkt hat sich zuletzt deutlich erholt", sage Oliver Wetekamp, Leiter des Fondshandels an der Börse Hamburg. "So erklären sich die teils üppigen Zuwächse bei den Fondsnotierungen."

Auf breiter Front zulegen können hätten auch Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Türkei. Sie hätten von der Erholung des Aktienmarktes nach dem Sieg der Partei von Ministerpräsident Erdogan bei den Kommunalwahlen profitiert und in vielen Fällen zweistellige Gewinne erzielt. Mit knapp 18 Prozent Zuwachs sei der Magna Turkey Fund der große Gewinner aus dieser Region unter mehreren Titeln gewesen, die auf Monatssicht ein zweistelliges Plus erzielt hätten. Der Fonds sei derzeit vor allem in Aktien aus den Sektoren Finanzen und Industrie investiert.

Weiter im Abwärtstrend seien viele Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Russland und Osteuropa gewesen. Sie hätten, ebenso wie die vergleichsweise volatilen Biotechnologie-Werte, zweistellige Verluste verzeichnet. "Die westlichen Sanktionen zeigen insofern Wirkung, als internationale Investoren im März massiv Liquidität aus dem russischen Markt abgezogen haben", sage Wetekamp. "Denn sollten die Sanktionen weiter verstärkt werden und russische Werte weiter verlieren, wollen Anleger nicht mehr investiert sein."

Top-10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im März 2014:

Fondsname Umsatz in Mio. Euro
1 CS Euroreal 14,0
2 AXA Immoselect 7,5
3 SEB ImmoInvest 4,2
4 hausInvest 3,2
5 KanAm grundinvest 3,0
6 Deka Immobilien Europa (ISIN DE0009809566 / WKN 980956) 2,9
7 DEGI Europa 2,1
8 grundbesitz Europa 1,7
9 iShares DAX ETF 1,6
10 TMW Immobilien Weltfonds (ISIN DE000A0DJ328/ WKNA0DJ32) 1,5 (07.04.2014/fc/a/f)





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