DNCA Invest Value Europe-Fonds: 01/2021-Bericht, Performance von -1,28% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


23.02.21 12:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Value Europe ist bestrebt, den folgenden Index zu übertreffen: STOXX Europe 600 Net Return über den empfohlenen Anlagezeitraum, so die Experten von DNCA Investments.

Die Begeisterung zum Jahresende habe der Realität einer weltweiten Impfkampagne weichen müssen. Künftige Marktzulassungen von Impfstoffen würden zwar das Angebot erhöhen, doch würden derzeit logistische Probleme die Begeisterung des Marktes dämpfen. Nicht zu vergessen die mutierenden und geografischen Varianten des Virus, was bewirke, dass sich der erwartete Aufschwung der Weltwirtschaft verzögere. Auch die Befürchtungen neuer Lockdowns hätten die Märkte belastet. Zum ersten Mal in weniger als einem Jahr seien in China neue Fälle aufgetreten.

Einige Stunden lang habe die Machtübergabe in den Vereinigten Staaten unter dem Einfluss von Unruhen gestanden (Sturm auf das Kapitol in Washington D.C.). Die neue US-Regierung beabsichtige, ihr 1,9 Billionen Dollar schweres Konjunkturpaket trotz eines gewissen Widerstands seitens der Republikaner so schnell wie möglich zu verabschieden. In Italien sei der ehemalige EZB-Präsident, der "Euro-Retter" Mario Draghi, nach dem Sturz von Premierminister Giuseppe Conte mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt worden.

Das Spekulationsfieber habe im Verlauf des Januars seinen Höhepunkt erreicht, als Millionen von amerikanischen Börsianern massenhaft kleine Werte gekauft hätten, die von einigen wenigen Hedge-Fonds leer verkauft worden seien. Die Auswirkungen der erratischen Kursbewegungen einiger Aktien seien bis nach Europa hin zu spüren gewesen. Diese extreme Volatilität sei kein Zeichen für vernünftige fundierte mittel-/langfristige Anlagen.

Der Monat habe unter dem Einfluss von M&A-Nachrichten gestanden. Die kanadische Ladenkette Alimentation Couche Tard habe Carrefour eine Übernahme zu einem möglichen Kurs von 20 Euro pro Aktie vorgeschlagen. Zur gleichen Zeit hätten zwei private Fonds erfolglos versucht, eine Alternative zur geplanten Übernahme von SUEZ durch Veolia vorzuschlagen (Letztere halte 29% der SUEZ-Aktien). Ebenfalls nennenswert sei, dass Lafarge das Unternehmen Firestone Building Products in den Vereinigten Staaten für 2,5 Milliarden Euro übernommen habe. Und als wenn man den Überfluss an Bargeld habe bestätigen wollen, habe Telefónica seine Sparte für Fernmeldetürme (Telxius) in Europa und Lateinamerika für 7,7 Milliarden Euro, d.h. etwa 30x EBITDA, veräußert.

Die wichtigsten Performancebeiträge seien von Richemont (+21%), Veolia (+10%) und Saint-Gobain (+9%) gekommen. Dagegen hätten Babcock (-15%), Fresnillo (-11%), Crédit Agricole (-10%) sowie Sbm Offshore (-9%) einen negativen Performancebeitrag geleistet.

Der Fonds sei um -1,28% gegenüber -0,75% bei seiner Benchmark, den STOXX Europe 600, zurückgegangen. Der Fonds halte an seiner Anlagedisziplin fest, d.h. die Suche nach hohen Risikoprämien, wobei das Fondsmanagement darauf achte, dass die Bilanzen solide seien und mittelfristige Aussichten bestünden. (Stand vom 29.01.2021) (23.02.2021/fc/a/f)






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