DPAM L Bonds EUR Corporate High Yield Fund: High Yield - Aktives Management zahlt sich aus


02.12.19 12:00
Degroof Petercam

Brüssel (www.fondscheck.de) - Die Aktiv-Passiv-Debatte hat sich mittlerweile in den Bereich festverzinslicher Anlagen ausgedehnt und dabei auch auf das Segment der Hochzinsanleihen, so die Experten von Degroof Petercam Asset Management (DPAM).

Die Anlageklasse habe seit Jahresbeginn bedeutende Anlagemittel auf sich ziehen können, wovon ein Großteil in passive, High Yield-Indices nachbildende Exchange Traded Funds (ETFs) geflossen sei.

"Anleger sollten sich nicht darauf verlassen, dass bei passiven Instrumenten im festverzinslichen Universum im Hinblick auf die Nachbildung von Benchmarks dieselben Regeln gelten wie bei Aktien", sage Marc Leemans, Fondsmanager Hochzinsstrategien bei DPAM. "Die den ETFs zugrunde liegenden Indices, wie etwa der Bloomberg Barclays Liquidity Screened Euro HY Index oder der Markit iBoxx EUR Liquid High Yield Index, berücksichtigen nur den liquidesten Teil des Gesamtmarktes für High-Yield-Anleihen. Denn Liquidität ist für ETFs wichtig, um die Spreads niedrig zu halten. Der liquideste Teil des Marktes ist aber oft auch der teuerste und potenziell stark frequentiert."

Anleger sollten sich also darüber im Klaren sein, dass sie mit dem Kauf eines High Yield-ETF nicht dasselbe Exposure eingehen würden wie bei einem aktiv verwalteten Fonds und eher nur in den Premiumteil des Marktes investieren würden, dabei aber viele interessante Branchen bzw. innerhalb von Branchen einzelne interessante Titel komplett vernachlässigen würden. "Hochzins-ETFs schneiden tendenziell mit durchschnittlich rund 60 Basispunkten schlechter ab als ihr jeweiliger Index. Dies lässt sich auf die Tatsache zurückführen, dass auch sie mit Gebühren belastet sind. Außerdem muss ein ETF Mittelzu- und -abflüsse sofort verarbeiten und ist dadurch mit Geld-Brief-Spannen konfrontiert, die einen starken Einfluss auf die Performance haben können", sage Marc Leemans.

Das High Yield-Team bei DPAM habe eine Stichprobe von breit vermarkteten europäischen Hochzinsfonds mit den drei größten europäischen High-Yield-ETFs über die vergangenen sechs Jahre verglichen. Dabei habe sich gezeigt, dass mindestens die Hälfte der aktiv verwalteten Fonds ihre Pendants aus dem ETF-Universum übertroffen habe. Betrachte man die kumulativen Wertentwicklungen über verschiedene Zeiträume seit 2013, hätten mindestens 70% der aktiv verwalteten Fonds eine bessere Performance als die ETFs erzielt.

Aus gutem Grund: Denn aktive Fondsmanager könnten nach taktischen Gesichtspunkten abwarten, wenn der Markt teuer sei, und zudem von Prämien auf Neuemissionen auf dem Primärmarkt profitieren. Da sie nicht an Indices gebunden seien, die den Markt wie bei ETFs nicht in seiner ganzen Tiefe abbilden würden, könnten sie die gesamte Vielfalt des Marktsegments nutzen und damit einen Mehrwert über die reine Indexperformance hinaus generieren. In dieser Hinsicht besonders viel Potenzial würden derzeit der Telekommunikations- und Automobilsektor bieten.

"Dank unseres fundamentalen Researchs finden wir auch abseits des Index-Mainstreams kleinere Emittenten oder solche mit schwächerem Rating bei dennoch guter Qualität und attraktiven Risikoprämien", erkläre Marc Leemans. Dazu zähle der Experte zum Beispiel Altice Holding, ein niederländischer Emittent aus dem Telekomsektor. Das Unternehmen sei qualitativ gut aufgestellt, bediene solide die Kupons seiner Anleihen und habe sein Refinanzierungsrisiko voll im Griff.

Ebenso würden Marc Leemans aus der Telekombranche der belgische Kabelnetzwerkbetreiber Telenet NV und der in den Balkanländern aktive Anbieter United Group BV sowie aus der Automobilbranche die Zulieferer Schaeffler (Deutschland) und Faurecia (Frankreich) gefallen. Die aktuelle Bewertung der von ihnen begebenen Hochzinspapiere biete aktiven, Risikomanagement-orientierten Managern eine attraktive Entlohnung für das eingegangene Risiko, das reine Indexinvestoren nicht für sich erschließen könnten.

Eine sehr breit gefasste Benchmark, die alle Möglichkeiten des europäischen High Yield-Marktes berücksichtige, liege dem DPAM L Bonds EUR Corporate High Yield zugrunde. Der aktiv gemanagte Publikumsfonds sei Ende November bei den diesjährigen Scope Investment Awards als bester Hochzinsanleihenfonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet worden.

Nicht nur die High Yield-Expertise, sondern auch die überzeugenden Ergebnisse in weiteren Rentenstrategien wie Emerging Markets Debt sowie die übergreifende Integration von ESG-Kriterien seien ausschlaggebend gewesen dafür, dass DPAM (Degroof Petercam Asset Management) von Scope erneut als bester Asset-Manager von Rentenstrategien in der DACH-Region geehrt worden sei. Bereits 2018 habe DPAM diese Auszeichnung erhalten.

Die Scope Awards seien seit mehr als zehn Jahren die traditionsreichste und bedeutendste Auszeichnung für Fonds- und Asset Manager im deutschsprachigen Raum - sowohl für Aktien- und Renten- als auch Mischfonds. Beurteilt würden die Risiko- und Renditeprofile von Investmentfonds und die Qualität von Asset Managern. Um auf die Zukunft gerichtete Aussagen zur Qualität von Fonds und Managern treffen zu können, berücksichtige Scope neben quantitativen Kriterien auch umfassend qualitative Kriterien. Für die Endauswahl seien die letzten zwölf Monate mit Fokus auf die Performance und das Fondsrating betrachtet worden. In dieser Hinsicht würden die festverzinslichen Fonds von DPAM am besten abschneiden. (02.12.2019/fc/a/f)






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