DWS Concept Kaldemorgen LC-Fonds: 03/2020-Bericht, Bruttoaktienbestand aufgestockt - Fondsanalyse


23.04.20 11:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen LC ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager bei DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

Nachdem die Aktienmärkte bereits im Februar begonnen hätten die Ausbreitung von Covid-19 zu diskontieren, sei im März der Ausverkauf an den Börsen erfolgt. Der DAX sei innerhalb von 11 Börsentagen um gut -30% auf 8255 Punkte gesunken. Danach sei eine ähnlich schnelle Erholung um 22% auf über 10.000 gefolgt. Die Geschwindigkeit der Kursverluste habe neue Maßstäbe gesetzt. Der MSCI ACWI habe im Monat März -13,1% verloren. Der MSCI Europa habe insgesamt -14,6% eingebüßt, wobei Spanien und Italien mit -22% besonders unter den Folgen des Corona-Virus gelitten hätten. Klarer Verlierer seien die lateinamerikanischen Börsen mit -35% gewesen, während Japan und der amerikanische NASDAQ Index jeweils nur -7,7% verloren hätten.

Auch China mit dem HSCE Index habe nur -6,4% verloren, da dort die Ansteckungsraten unter Kontrolle gewesen seien. Auf der Währungsseite habe es zumindest beim US-Dollar kein Störfeuer gegeben. Der Kurs des Euro zum US-Dollar sei unverändert geblieben. Der Preis von Gold in Euro sei nur um 0,8% gestiegen. Öl habe unter einem zwischen Saudi Arabien und Russland losgetretenen Preiskampf gelitten und sei um -54% auf einen Preis von 20 USD/bl gefallen.

Nicht überraschend hätten Ölunternehmen zum schwächsten Sektor mit -30% gehört, gefolgt von Finanzwerten mit -23%. Zu den besten Sektoren hätten auch wenig überraschend Pharma mit -4% und Consumer Staples mit -5% gehört. Besonders starke Verwerfungen habe es auf der Anleiheseite gegeben. Während die 10-jährige US-Staatsanleihe einen Anstieg von 4,5% habe verzeichnen können, hätten Euro Hochzins-Unternehmensanleihen mehr als globale Aktien verloren. Am Monatsende hätten sich deren Verluste auf -14,2% summiert.

Aufgrund der Geschwindigkeit, in der Anfang März die Aktienkurse gefallen seien, habe der Fonds zunächst darauf verzichtet, die Aktienpositionen allzu stark zu reduzieren. Ende Februar hätten sich die Nettoaktienpositionen auf 40,8% belaufen. Das Warten auf eine zumindest temporäre Beruhigung der Märkte habe die Fondsverluste für einige Tage auf ein Niveau von unter minus 10% gedrückt. In dieser Korrektur habe der Fonds Verwerfungen an den Aktienmärkten genutzt und seinen Bruttoaktienbestand um 4 Prozentpunkte auf ca. 52% aufgestockt.

Die Erholung am Aktienmarkt, welche etwa 20% betragen habe, sei dann genutzt worden, um über Absicherungsgeschäfte die Nettoaktienquote auf ca. 27% zu senken. Dadurch sei das Risiko reduziert worden. Zur Sicherung der Liquidität seien bei den US-Staatsanleihen Gewinne mitgenommen und so die Kassequote auf zuletzt 18% erhöht worden. Der US Dollar sei im Verlauf des Monats nochmals von 13,5% auf 7,5% reduziert worden.

Der DWS Concept Kaldemorgen habe im März einen Verlust in Höhe von -6,4% hinnehmen müssen (FC Anteilsklasse). Auf das Gesamtjahr bezogen, hätten sich die Verluste auf -9,55% belaufen. Der Beitrag aus der Aktienallokation habe inklusive der Absicherungspositionen -5,43 Prozentpunkte betragen. Die Unternehmensanleihen hätten mit -78 BP zu den Verlusten beigetragen. Aufgrund der großen Position in Gold in Höhe von 9,2% habe hier ein positiver Beitrag von 25 BP erzielt werden können. Die Verluste aus Währungen hätten sich im März auf -33 BP belaufen. Vor allem die Norwegische Krone habe Verluste hinnehmen müssen, teilweise hätten diese kompensiert werden können durch Absicherungsgeschäfte gegen das Britische Pfund.

Die Auswirkungen des Virus seien zum jetzigen Zeitpunkt schwer einzuschätzen. Sowohl der Schaden für die Volkswirtschaften als auch für einzelne Unternehmen würden sich wohl erst in den nächsten Monaten abzeichnen. Die im April startende Berichtssaison für das erste Quartal werde möglicherweise erste Hinweise liefern. Kurzfristig werde die Entwicklung der Infektionszahlen voraussichtlich für Unsicherheit und damit verbundenen Volatilität an den Märkten sorgen. Nach wie vor sei jedoch ein struktureller Bruch wie in der Folge der Finanzkrise 2008/2009 nicht zu erwarten. Fiskal- und Geldpolitik sollten bis auf weiteres unterstützend bleiben. An ihrer langfristig konstruktiven Markteinschätzung insbesondere für Aktien, aber auch für Gold würden die Experten festhalten.

Der relativ hohe Aktienanteil im Portfolio in Höhe von 52% erlaube es dem Portfoliomanagement, durch ein rasches Schließen der Absicherungsgeschäfte auf eine Verbesserung der Infektionsraten bei Covid-19 zu reagieren. Die wesentlichen Sektoren im Fonds wie Gesundheit, Kommunikation und Informationstechnologie sollten während der Coronakrise zumindest nicht überdurchschnittlich leiden. Gerade diese Sektoren sollten hingegen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Die genannten Sektoren würden etwas mehr als 60% des gesamten Aktienportfolios ausmachen. (Stand vom 31.03.2020) (23.04.2020/fc/a/f)






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