DWS Concept Kaldemorgen LC-Fonds: 04/2020-Bericht, Nettoaktienanteil von 27% auf 33% gestiegen - Fondsanalyse


26.06.20 09:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen LC ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager bei DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

Während sich das Coronavirus weiter über den Globus ausbreite und die Weltwirtschaft eine Vollbremsung vollziehe, hätten sich die Aktienmärkte im April schon wieder deutlich erholt. Der globale MSCI ACWI Index habe im Monat einen Gewinn von 11,4% verzeichnet. Am deutlichsten habe der technologielastige NASDAQ Index mit 16% gewonnen. Damit liege er höher als zum Jahresanfang. Während der breite US-Aktienmarkt um 13,8% und die Schwellenländer um knapp 10% hätten ansteigen können, habe Europa lediglich 5,6% zugelegt, gefolgt von Japan mit 5,5%. Obwohl man als Käufer von Öl im April zeitweise sogar für die Abnahme von Öl Geld habe bekommen können, habe der Preis zum Monatsende fast unverändert notiert. Ölwerte im Aktienbereich hätten sich dennoch um etwa 17% und zyklische Konsumgüter sogar um 18% erholt.

Auch Technologie, Kommunikation und Gesundheit hätten Gewinne zwischen 12% und 14% gezeigt. Stabile Konsumgüter und Versorger hätten sich mit einem niedrigen einstelligen Plus begnügen müssen. Während der US-Dollar zum Euro praktisch unverändert um 1,10 gependelt habe, habe Gold noch einmal kräftig um knapp 8% zulegen können. Auf der Anleiheseite seien Staatsanleihen auf der Stelle getreten, während Unternehmensanleihen sowohl in US-Dollar als auch in Euro eine Rendite von rund 5% hätten erzielen können. Maßgeblich für diesen Anstieg seien die Kaufprogramme sowohl der EZB als auch der FED gewesen.

Der Nettoaktienanteil im Fonds sei von 27% auf 33% gestiegen. Der Bruttoaktienanteil habe sich Ende April auf 54% belaufen. Die prozentualen Veränderungen der Positionierung seien zum Teil auch durch die starken Kurssteigerungen der Aktien verursacht worden. Aufstockungen habe es bei den Sektoren Gesundheit, Technologie und Kommunikation gegeben. Diese drei Sektoren würden mittlerweile knapp zwei Drittel des Aktienportfolios ausmachen. Abgebaut worden seien Finanzwerte, während selektiv stabile Konsumgüterwerte zugekauft worden seien. Der Euro-Anteil sei auf 63% reduziert worden, während der US-Dollar-Anteil von 7,6% auf 13 % angestiegen sei. Die Barquote im Fonds habe sich leicht von 18% auf 16% verringert.

DWS Concept Kaldemorgen habe sich im April um 3,8% erholen können und habe damit absolut betrachtet die Verluste aus dem März mehr als halbieren können. Habe der Verlust im März pro Anteilschein 9,95 Euro betragen, so habe der Fonds im April um 5,59 Euro zulegen können (jeweils FC-Anteilsklasse). Der Aktienanteil des Fonds habe um 474 BP zugelegt. Durch die Absicherungen sei aber nur ein Ertrag von 263 BP übrig geblieben. Durch die Erholung der Unternehmens- und Schwellenländeranleihen habe die Kontribution der Anleihen insgesamt 54 BP betragen. Gold habe mit einem Beitrag von 59 BP geglänzt. Nicht zuletzt hätten auch die Währungen einen positiven Beitrag von 14 BP liefern können. Besonders die Aktienschwergewichte im Fonds hätten mit ihrer Wertentwicklung überzeugt, sodass die 5 größten Einzelpositionen ein Drittel der gesamten Aktienperformance für den Fonds geliefert hätten.

Der Fonds habe sich von seinen Tiefständen rasch erholen können und sei mittlerweile mit einer Wertentwicklung von -6,1% (FC-Anteilsklasse) seit Jahresbeginn wieder in seinem Risikorahmen angelangt. Damit habe sich die Entscheidung, zumindest kurzzeitig das Maximum-Drawdown-Limit des Fonds auszusetzen, im Nachhinein gerechtfertigt. Die Gründe für die rasche Erholung der Aktienmärkte scheinen im Augenblick weniger auf einer rückläufigen Bedrohungssituation durch das Coronavirus zu beruhen, so die Experten der DWS.

Auch die wirtschaftliche Situation habe sich in den letzten Wochen eher verschlechtert als verbessert. Der Anstieg der Aktienmärkte beruhe eher auf der Alternativlosigkeit der Aktienanlage im Vergleich zu Anleihen. Eine gewaltige durch die Regierungen losgetretene Schuldenlawine werde zum größten Teil durch die diversen Zentralbanken aufgekauft und dadurch monetarisiert. Da die Renditen der Staatsanleihen weitgehend bei null oder darunter lägen, sei es nachvollziehbar, dass man die Perspektive einer Aktienanlage deutlich positiver einschätze als die der Anleihen - selbst wenn sich die Krise nicht in den nächsten Quartalen, sondern erst in ein oder zwei Jahren beruhigen sollte. (Stand vom 30.04.2020) (26.06.2020/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
147,057 € 147,057 € -   € 0,00% 23.09./18:02
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0599946893 DWSK00 156,91 € 131,91 €