DWS Deutschland LC-Fonds: 08/2018-Bericht, Rückgang von 3,08% - Fondsanalyse


15.10.18 12:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Deutschland LC (ISIN DE0008490962 / WKN 849096) investiert in substanzstarke deutsche Standardwerte (Blue Chips) aus dem DAX-Index unter flexibler Beimischung ausgewählter Small Caps und Mid Caps, so Christoph Ohme, Fondsmanager bei DWS.

Die Erholung des ifo-Index, das Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko, die gute Berichtssaison für das zweite Quartal und Apples Anstieg auf eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion Dollar hätten die Aktienmärkte im August 2018 gestützt. Schwächelnde Wirtschaftsdaten in den USA und China, der sich verschärfende Handelskonflikt zwischen den USA und China, zunehmende Sorgen über die Türkei und die Schwellenländer, die Verurteilung der ehemaligen Trump-Vertrauten Cohen und Manafort und die 289 Millionen Dollar Strafe für Monsanto im Glyphosat-Krebs-Prozess hätten den wesentlichen Gegenwind gebracht.

Die europäischen Standardwerte hätten sich im August unterdurchschnittlich entwickelt. In Deutschland sei der DAX um 3,4% gefallen, während der MDAX unverändert geblieben sei, der SDAX sei um 0,9% gestiegen und der TecDAX um 4,5%. In Europa hätten sowohl der EURO STOXX 50 (-3,8%) als auch der STOXX 50 (-3,9%) deutlich nachgegeben. Die US-Aktienmärkte hingegen hätten ihre Erholung im August fortgesetzt.

Mehrere Konjunkturtrends in Deutschland hätten sich im August verbessert. In Deutschland sei das BIP im zweiten Quartal, getrieben durch den privaten Konsum und die Staatsausgaben, im Quartalsvergleich um 0,5% gewachsen. Der deutsche ifo-Index habe sich überraschend von 101,7 auf 103,8 erholt. Der deutsche ZEW-Index habe sich von minus 24,7 auf minus 13,7 verbessert. Die Verbraucherpreisinflation im Euroraum sei von 2,1% auf 2,0% gesunken. Bundeskanzlerin Merkel solle ihren Schwerpunkt auf die Sicherung der Europäischen Kommissionspräsidentschaft für Deutschland anstelle der EZB-Präsidentschaft verlagert haben.

In Bezug auf Brexit habe EU-Beauftragter Barnier angekündigt, dass die EU bereit sei, Großbritannien enge Beziehungen anzubieten. Die FED habe die Leitzinsen unverändert gelassen und die Wirtschaft als stark dargestellt. Die Zentralbank sei auf Kurs geblieben, im September die Zinsen zu erhöhen. Die Schwellenländer hätten im August weiterhin unter Druck gestanden.

Der Investitionsgrad des Fonds sei von 128% auf 125% gesenkt worden. Die Experten würden an ihrem ausgewählten Übergewicht in exportorientierten Unternehmen, Industrie, Finanzwerten und IT-Unternehmen mit guten Wachstumsperspektiven und sehr stabilen Bilanzen festhalten. Für das Portfolio würden die Experten ebenfalls ihr Engagement in Nebenwerten mit einem Anteil von etwa 22% beibehalten.

Der Fonds habe im Verlauf des Augustes um 3,08% nachgegeben und damit um 0,79% hinter seiner Benchmark CDAX gelegen. Bei den Sektoren hätten die wesentlichen positiven Beiträge aus dem Übergewicht in Industrie und Informationstechnologie als auch dem Untergewicht in Gesundheitswesen gestammt. Auf Einzeltitelebene habe sich das Übergewicht in Evotec AG, Bechtle AG und Deutsche Post AG als auch das Untergewicht in Bayer AG positiv auf die Wertentwicklung des Fonds ausgewirkt. Das Untergewicht in Continental AG, Vonovia SE und adidas AG habe hingegen die Wertentwicklung am deutlichsten belastet.

Globale Aktienanleger würden sich weiterhin auf den US-Handelskonflikt mit China konzentrieren. Nach einer Anhörung am 23. August würden die Experten erwarten, dass die US-Regierung bis Mitte September mit der (schrittweisen) Einführung der neuen Zölle auf Importe aus China in Höhe von USD 200 Mrd. beginnen werde. Neueste Nachrichten würden auf einen Strafzollsatz von 25% (anfänglich 10%) hindeuten. Daher würden die Experten eine Verschlechterung der Stimmung im September erwarten, bevor es schließlich zu einer Einigung komme (vor Jahresende).

Das weltweite Wachstum werde voraussichtlich stabil bleiben, aber die Experten würden für die Regionen unterschiedliche Entwicklungen sehen. Verlangsamte Wachstumsdynamik sei bereits im zweiten Halbjahr in China, Südafrika, Brasilien und der Türkei sichtbar oder werde erwartet. Es bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Eurozonen-Wachstum sein Potenzial übertreffe, sich aber aufgrund von Kapazitätsengpässen und politischer Risiken - Italien, Türkei, US-Handel - verlangsame. Die deutsche Wirtschaft habe sich von einem schwächeren Q1-Wachstum erholt und zeige im Detail eine solide Binnennachfrage; die Nettoexporte hingegen hätten das Wachstum belastet.

Die Experten würden ihre Konjunkturprognose 2018 für Deutschland von 2,1% auf 1,9% ändern. Für 2019 würden sie ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,8% erwarten. In einer Welt globaler Wertschöpfungsketten könne sich niemand einem globalen Handelskonflikt entziehen. Europäische Unternehmen - vor allem in Deutschland - würden die negativen Auswirkungen von weiterem Protektionismus zu spüren bekommen. Unter Berücksichtigung ihrer veränderten BIP-Wachstumsannahmen und getrieben von einer enttäuschenden Gewinnsaison hätten die Experten ihre 12-Monats-Prognose für den DAX-Index auf 13.200 Punkte angepasst. (Stand vom 31.08.2018) (15.10.2018/fc/a/f)





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