DWS Deutschland LC-Fonds: 11/2018-Bericht, Investitionsgrad bei etwa 123% geblieben - Fondsanalyse


11.01.19 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Deutschland LC (ISIN DE0008490962 / WKN 849096) investiert in substanzstarke deutsche Standardwerte (Blue Chips) aus dem DAX-Index unter flexibler Beimischung ausgewählter Small Caps und Mid Caps, so Christoph Ohme, Fondsmanager bei DWS.

Der sich abschwächende ifo-Index, der Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal um 0,2%, der sich abzeichnende nächste Schritt der FED im Dezember, die Abschwächung der monetären Trends in China, der fallende Ölpreis, die anhaltenden politischen Sorgen um den Handelskrieg, der italienische Haushalt und Brexit, die Schwäche der Automobilverkäufe in der Eurozone und in China, die Sorgen um General Electric, der Einbruch von Apple nach der Quartalsberichterstattung, die fallenden US-FANG-Aktien (Facebook, Amazon, Netflix und Google), die rückläufigen Gewinnprognosen für 2019 und der zusammenbrechende Bitcoin hätten den deutschen Aktienmarkt im November 2018 belastet.

Starke US-Arbeitsmarktdaten, relativ lockere geldpolitische Signale der US-Notenbank, das erwartete Ergebnis der US-Halbzeitwahlen und rege M&A-Aktivitäten hätten die Aktienmärkte nur vorübergehend unterstützt. Der deutsche Aktienindex DAX habe 1,7% verloren, der MDAX 3,0%, der TecDAX 1,8% und der SDAX 4,9%. In Europa hätten sowohl der EURO STOXX 50 (-0,8%) als auch der STOXX 50 (-0,5%) deutlich nachgegeben. Die deutschen Konjunkturdaten seien auch im November schwach ausgefallen. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland sei im dritten Quartal um 0,2% q/q geschrumpft, was auf den Automobilbereich und Nettoexporte zurückzuführen sei.

Der ifo-Index sei von 102,9 auf 102,0 zurückgegangen. Der vorläufige PMI für Deutschland sei von 52,2 auf 51,6 gefallen, der entsprechende PMI für die Eurozone von 52,0 auf 51,5. Europäische Automobilverkäufe seien um 7% gegenüber dem Vorjahr eingebrochen, was zum Teil auf anhaltende Belastungen durch das WLTP-Testverfahren zurückzuführen sei. Die Krise in Italien habe sich fortgesetzt. Die EU habe erklärt, Italien habe gegen die EU-Schuldenregulierungen verstoßen. Die EU habe für 2019 in Italien ein Wachstum prognostiziert, das um ein Drittel unter den Zielen der Regierung liege. Ende November habe Innenminister Salvini gesagt, Italien könne gegebenenfalls Änderungen seiner Defizitziele bekannt geben.

Der Investitionsgrad des Fonds sei bei etwa 123% geblieben. Die Experten würden an ihrem ausgewählten Übergewicht in Export orientierten Unternehmen, Industrie, Finanzwerten und IT-Unternehmen mit guten Wachstumsperspektiven und sehr stabilen Bilanzen festhalten. Für das Portfolio würden sie ebenfalls ihr Engagement in Nebenwerten mit einem Anteil von etwa 20% beibehalten.

Der Fonds habe im Verlauf des Novembers um 1,94% (ohne Abzug von Kosten) nachgegeben und damit um 0,78% hinter seiner Benchmark CDAX gelegen. Bei den Sektoren hätten die wesentlichen negativen Beiträge aus dem Übergewicht in Grundstoffen und Informationstechnologie und dem Untergewicht in Immobilien gestammt. Das Übergewicht in OSRAM Licht AG, Evotec AG und das Untergewicht in Bayer AG habe sich positiv auf die Wertentwicklung des Fonds ausgewirkt. Das Übergewicht in Bechtle AG, Linde PLC und Fresenius SE & Co KGaA habe die Wertentwicklung belastet.

Für 2019 und 2020 würden die Experten ein geringeres Wirtschaftswachstum, aber keine Rezession - also eine "weiche Landung" erwarten. Sie würden ihre Konjunkturprognose 2018 für Deutschland von 1,9% auf 1,7% ändern. Für 2019 würden die Experten ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,5% erwarten. In diesem Basisszenario würden sie für 2019 attraktive, hohe einstellige Gesamtrenditen für globale Aktien (7,7% für deutsche Aktien), getrieben von einem moderaten Ertragswachstum (5% für deutsche Aktien) und deutlichen Dividendenbeiträgen (3,3% Dividendenrendite für deutsche Aktien) erwarten. Letztere würden durch sehr gute Cashflows der Unternehmen für die meisten Branchen gut unterstützt.

Ihr Indexziel für den DAX im Dezember 2019 hätten sie auf 12.200 gesetzt. Ungünstige politische Entscheidungen könnten jedoch zu einer starken Abweichung von ihrem Szenario führen. Die jüngsten Marktkorrekturen und erhöhten Volatilitätsniveaus würden diese spätzyklischen Bedenken widerspiegeln. Mehrere anstehende politische Entscheidungen würden entscheidend sein, um ihr Hauptszenario und ihre Prognosen für die Aktienmärkte Realität werden zu lassen:

Die Experten würden davon ausgehen, dass der US-amerikanische Handelskonflikt nicht über eine vorübergehende Zollerhöhung hinaus zu einem vollständigen Handelskrieg eskaliere; die Experten würden davon ausgehen, dass die FED nicht übermäßig geldpolitisch restriktiv handeln werde und stattdessen die Auswirkungen auf die Aktienmärkte bei ihren nächsten Zinsentscheidungen berücksichtigen werde; die Experten würden davon ausgehen, dass die italienische Haushaltspolitik die Integrität der Eurozone nicht in Frage stellen werde; und sie würden davon ausgehen, dass sich die chinesischen Bemühungen zur Unterstützung des Binnenkonsums als erfolgreich erweisen würden und zu einer kontrollierten Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft führen würden. (Stand vom 30.11.2018) (11.01.2019/fc/a/f)






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