DWS Invest ESG Equity Income LC-Fonds: 08/2018-Bericht, leicht hinter dem breiten Markt - Fondsanalyse


11.10.18 12:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Invest ESG Equity Income LC-Fonds (ISIN LU1616932866 / WKN DWS2NX) bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Die globalen Aktienmärkte seien im August gestiegen, aber seien gekennzeichnet gewesen von einer Divergenz zwischen den USA und dem Rest der Welt. Der US-Aktienmarkt sei auf neue Höchststände getrieben von Konsumwerten (gesundes Konsumklima, niedrige Arbeitslosigkeit, positive Effekte der jüngsten Steuerreform), dem Technologiesektor (anhaltendes positives Momentum) und dem Gesundheitssektor geklettert. Der S&P 500 sei um 3,0% und der NASDAQ um 5,7% (jeweils in USD) gestiegen.

Die Aktienmärkte in Europa seien belastet von Unsicherheit über einen potenziellen Handelskonflikt mit den USA, sowie durch politische Debatten in Italien und England (Brexit) gefallen, die zunehmend die europäische Stabilität in Frage stellen würden. In der Folge sei besonders der italienische Markt und der europäische Bankensektor unter Druck geraten. Der MSCI Europa habe um 2,2% nachgegeben, besonders schwach sei die Börse in Mailand gewesen, wo der FTSE-MIB30 8,8% an Wert verloren habe (jeweils in EUR).

Die Märkte in den Schwellenländern seien belastet durch Sorgen um die Ausweitung eines potenziellen Handelskriegs zwischen den USA und China, von politischen US-Sanktionen gegen die Türkei, sowie durch den starken US-Dollar, der die in US-Dollar denominierte Schuldenlast von Schwellenländern erhöhe, gefallen. Im Ergebnis seien die Währungen der Türkei und Argentiniens unter Druck gekommen und hätten allein im letzten Monat gegen den US-Dollar etwa ein Viertel an Wert verloren. Die Währungen Brasiliens und Russlands hätten etwa 7% verloren. Lediglich die asiatischen Schwellenländer außerhalb von China seien relativ stabil geblieben. Insgesamt sei der globale MSCI Emerging Markets 2,9% (in US-Dollar) gefallen.

Der Fokus des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, mit soliden Bilanzen, starken Managementteams, und attraktiven Bewertungen. Zusätzlich müssten die ausgewählten Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin auf eine insgesamt defensive Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in den Bereichen Nicht-zyklischer Konsum, Telekommunikation, Gesundheit und Versorger. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher in der Regel nur graduell auf Monatsbasis. Diesen Monat habe sich das Fondsmanagement von der Bank J.P. Morgan, dem Softwareunternehmen Oracle, und dem japanischen Telekommunikationsunternehmen KDDI getrennt. Dagegen seien Bestände im Softwarekonzern Microsoft aufgestockt worden.

Der Fonds sei diesen Monat getrieben von Kursgewinnen in Informationstechnologie, Konsumgütern, und dem Gesundheitssektor gestiegen, und habe leicht hinter dem breiten Markt gelegen. Gute Selektion in Rohstoffen, Versorgern und Finanzwerten sei ausgeglichen worden durch negative Allokationseffekte durch Untergewichte in den Sektoren des zyklischen Konsums und der Informationstechnologie. Auf Einzeltitelebene hätten sich am positivsten das Netzwerktechnologieunternehmen Cisco, der Sportartikelhersteller adidas, und der Telekommunikationskonzern Verizon entwickelt. Negativ habe sich der Industriekonzern Siemens, die Bank ING Groep, und der Telekommunikationskonzern Nippon Telegraph & Telephone entwickelt.

Das Jahr 2018 sei bisher auf gutem Kurs, ein ähnlich starkes Wachstum der Weltwirtschaft zu liefern wie im Vorjahr. Allerdings würden die Frühindikatoren darauf hindeuten, dass sich das konjunkturelle Momentum global nicht weiter erhöhe. Berichtete Unternehmensergebnisse im Quartal seien insgesamt positiv ausgefallen. Die amerikanische Notenbank sollte bei einer weiterhin starken US-Wirtschaft in diesem Jahr erwartungsgemäß weitere Zinserhöhungen vornehmen, während die Europäische Zentralbank (EZB) bei stabilisierender EU-Wirtschaftslage allmählich ihren Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm vorbereiten sollte.

Die Aussichten für die Gewinnentwicklung und die Aktienmärkte dürften insgesamt günstig bleiben, sofern der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China nicht weiter eskaliere. Aus Allokationsperspektive würden auch nach den jüngsten Zinsanstiegen die Zinsniveaus historisch gesehen weiterhin niedrig bleiben. Für Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden daher Aktien, und insbesondere Dividendenaktien, weiterhin attraktiv bleiben.

Demgegenüber stehe das Risiko global hoher Unternehmensverschuldung - bei Schwellenländern in hohem Maße in Fremdwährung, was bei steigenden Zinsen mittelfristig problematisch werden könnte. Der graduelle Liquiditätsentzug in den Märkten, bedingt durch das Zurückfahren der Zentralbank-Bilanzen, und die im historischen Vergleich hohen Aktienbewertungen, würden die Experten auch bei solider Gewinnentwicklung nur moderate Kursgewinne an den globalen Aktienmärkten erwarten lassen. Dividenden sollten in diesem Umfeld einen proportional höheren Beitrag zum Gesamtertrag leisten. (Stand vom 31.08.2018) (11.10.2018/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU1616932866 DWS2NX 107,47 € 95,08 €