DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 10/2019-Bericht, leicht negative Wertentwicklung - Fondsanalyse


21.11.19 08:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Die globalen Aktienmärkte hätten - gemessen am MSCI Welt Index - im Berichtsmonat marginal zulegen können. Die sich abzeichnende Vereinbarung im Handelsstreit zwischen den USA und China, eine erneute Leitzinssenkung der US-Notenbank sowie der besser als befürchtete Start in die Berichtssaison für das dritte Quartal hätten dabei unterstützend gewirkt. Demgegenüber hätten die weiter fallenden Konjunktur-Frühindikatoren sowie das schwache Wirtschaftswachsum in China belastet.

Auf Sektor-Ebene hätten der Gesundheitssektor sowie der IT-Sektor zu den besten Segmenten gehört. Zinssensitive Sektoren wie der Versorger und Nicht-Zyklischer Konsum hätten neben dem Energiesektor zu den schlechtesten Sektoren gehört. Auf regionaler Ebene hätten der deutsche und der japanische Aktienmarkt zu den besten Aktienmärkten gehört, während die Börsen in Kanada und Norwegen zu den Schlusslichtern gehört hätten.

Der Fokus des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, mit soliden Bilanzen, guten Managementteams, und attraktiven Bewertungen. Zusätzlich müssten die ausgewählten Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin auf eine insgesamt defensive Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in den Bereichen Nicht-zyklischer Konsum, Telekommunikation, Gesundheit und Versorger. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher in der Regel nur graduell auf Monatsbasis. Diesen Monat seien Aktien des US-Softwareunternehmens Citrix neu aufgenommen sowie Positionen u.a. in dem Medizintechnikunternehmen Philips, der japanischen Sachversicherung Tokio Marine und im US-IT-Unternehmen Automatic Data Processing erhöht worden. Dagegen seien die Aktien des US-Industriegaseherstellers Air Products und des Halbleiterproduzenten Qualcomm komplett verkauft worden.

Der Fonds habe im Berichtsmonat eine leicht negative Wertentwicklung aufgewiesen. Dazu beigetragen habe vor allem das hohe Gewicht in den Sektoren Nicht-Zyklischer Konsum sowie Versorger, während sich das Übergewicht im Gesundheitsberiech positiv ausgewirkt habe. Auf Einzeltitel-Ebene hätten sich erneut am besten der Halbleiterproduzent Taiwan Semiconducter Manufacturing sowie der schwedische Rohstoffkonzern Boliden und der US-Pharmakonzern Pfizer entwickelt. Unterdurchschnittlich hätten sich dagegen die Konsumgüterkonzerne Unilever und Danone, der dänische Windfarmbetreiber Orsted sowie der Drucker- und PC-Hersteller HP Inc.

Die Weltwirtschaft habe sich im Verlauf dieses Jahres weiter abgeschwächt. Politische Risiken durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China, Anspannung im Nahen Ostens mit Hinblick auf das iranische Atomabkommen, und Unsicherheit über einen möglicherweise ungeregelten Britischen EU-Austritt würden die Investitionsneigung der Unternehmen belasten. Vor diesem Hintergrund hätten sich die Gewinnwachstumserwartungen der Unternehmen für dieses Jahr bereits deutlich abgeschwächt. Unterstützt von einer nochmalig expansiveren Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken würden die Investoren mit Blick auf das Jahr 2020 aber eine allmähliche Wachstumsbeschleunigung und eine Beilegung der politischen Risikofaktoren erwarten.

Das Fondsmanagement halte dennoch an seiner grundsätzlich defensiven Anlagepolitik fest. In einem Umfeld fallender Wachstumsraten hätten sich defensive Dividendenstrategien historisch im Vergleich zum breiten Aktienmarkt relativ gut entwickelt. Dividenden sollten außerdem einen proportional höheren Beitrag zum Gesamtertrag leisten. Für risikobewusste Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden daher aus Sicht des Fondsmanagements insbesondere Dividendenaktien weiterhin attraktiv bleiben. (Stand vom 31.10.2019) (21.11.2019/fc/a/f)






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