Mit ETCs von einem weiteren Anstieg von Brent Crude Oil profitieren - ETC-Analyse


06.04.20 12:01
ZertifikateReport

Gablitz (www.fondscheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateReport" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe zwei ETCs auf Brent-Öl vor.

Nachdem es beim letzten OPEC-Meeting zum Bruch zwischen den größten Ölförderern der Welt gekommen sei, seien die Notierungen von Brent Crude-Oil und WTI-Oil massiv abgestürzt. Die Ankündigung über ein neuerliches Treffen, im Zuge dessen eine Drosselung der Ölförderung beschlossen werden solle, sei der Ölpreis um 50 Prozent auf sein aktuelles Niveau von 33 USD nach oben geschossen. Wer jetzt von einer weiteren Erholung des Ölpreises profitieren möchte, könnte dies mittels der Investition in ETCs umsetzen.

Exchange Traded Commodities (ETCs) würden Privatanleger einen einfachen und kostengünstigen Zugang zum Ölmarkt ermöglichen. Generell würden Rohstoffinvestments auf Futures-Kontrakten mit begrenzter Laufzeit basieren. Die auslaufenden Kontrakte müssten durch neue Kontrakte ersetzt werden. Seien die neuen Futures teurer als die alten, dann würden Anleger Verluste erleiden. Um diese "Rollverluste" zu neutralisieren oder zu minimieren, habe die Börsenlegende Jim Rogers die RICI-Indices (Rogers International Commodity Indices) konzipiert.

Bei diesen Indices werde nicht nur in die Futures mit nächster oder übernächster Fälligkeit investiert, sondern auch in jene Kontrakte mit der am höchsten zu erwartenden Rollrendite. In der langjährigen Rückrechnung habe diese Strategie im Vergleich zur direkten Preisentwicklung der zugrunde liegenden Rohstoffe eine deutliche Outperformance erzielt.

Bei den von der BNP Paribas emittierten ETCs auf Rohstoffe handele es sich um passiv gemanagte Wertpapiere ohne Laufzeitbegrenzung. Um das Bonitätsrisiko des Emittenten zu neutralisieren, besichere die BNP die ETCs, indem die Vermögenswerte einem unabhängigen deutschen Treuhänder (Clearstream Banking Frankfurt) mit einem Absicherungswert von 105 Prozent des ETC überlassen werde. Die ETCs unterlägen deutschem Recht und könnten im regulierten Markt der Börse Frankfurt auf Xetra börsentäglich gehandelt werden.

Für Anleger, die an einem steigenden Brent Crude Oil-Preis teilhaben wollten, stünden mehrere Varianten an ETCs zur Verfügung. Die nicht währungsgesicherte Variante in Form des RICI® Enhanced Brent Öl (TR) ETC (ISIN DE000PB6R1B1/ WKN PB6R1B) ermögliche Anlegern die Partizipation an einem steigenden Ölpreis mit der Chance auf Währungsgewinne und dem Risiko auf Währungsverluste. Das jährliche Verwaltungsentgelt dieses ETC betrage ein Prozent.

Wer hingegen das Währungsrisiko neutralisieren möchte, werde dem RICI® Enhanced Brent Öl (TR) EUR Hedge ETC (ISIN DE000PZ9REB6/ WKN PZ9REB) den Vorzug geben. Bei diesem Produkt erfolge die Neutralisierung des Wechselkurses auf täglicher Basis, was das Restrisiko einer unerwünschten Währungsentwicklung drastisch reduziere. Darüber hinaus sei diese Art der Währungsabsicherung wesentlich kostengünstiger, als dies bei "normalen" Quanto-Produkten, bei denen die Kosten 3 bis 4 Prozent betragen würden, der Fall sei. Das gesamte Verwaltungsentgelt dieses ETC betrage 1,20 Prozent pro Jahr und sei somit nur um 0,20 Prozent höher als bei der ungesicherten Variante.

Diese ETCs ermöglichen Anlegern einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu einem rolloptimierten Ölinvestment mit neutralisiertem Bonitäts- und falls gewünscht - mit neutralisiertem Währungsrisiko, so die Experten vom "ZertifikateReport". (06.04.2020/fc/a/e)






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