ETF-Handel: Am besten ganz breit streuen


13.03.19 09:42
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Dynamik an den weltweiten Börsen scheint weg, so die Deutsche Börse AG.

Die Sorgen um einen eskalierenden Handelskrieg und einen harten Brexit seien zwar etwas zurückgegangen, das scheine aber bereits eingepreist. So würden sich auch ETF-Anleger zurückhalten. "Wir haben vor allem Abgaben von Aktien-ETFs gesehen", melde Oliver Kilian von der UniCredit Group. Christian Dürr von der Commerzbank berichte von Zu- und Abflüssen - bei leicht überdurchschnittlichen Umsätzen.

Dürr zufolge hätten Anleger vergangene Woche vor allem MSCI World-Tracker wie den iShares Core MSCI World gekauft. Bei S&P 500-ETFs, etwa von Vanguard oder iShares, hätten sich Zu- und Abflüsse die Waage gehalten. Klar auf den Verkaufslisten fänden sich Dürr zufolge Russell 2000-ETFs, die Aktien kleinerer und mittelgroßer US-Unternehmen enthalten würden. Kunden der UniCredit hätten sich unterdessen von DAX- (ISIN DE0005933931 / WKN 593393) und S&P 500-ETFs (ISIN LU0490618542 / WKN DBX0F2, ISIN IE0031442068 / WKN 622391) getrennt. Eindeutig gesucht seien japanische Aktien, wie Dürr feststelle. "Da hatten wir zu zwei Dritteln Käufe." Der japanische Aktienindex Nikkei 225 habe seit Anfang Januar um über 11 Prozent zugelegt.

Bezüglich Schwellenländer-ETFs seien Anleger offenbar skeptischer geworden. Dürr zufolge seien Emerging Markets-ETFs ge- und verkauft worden, Kilian melde durchweg Abflüsse, etwa aus dem Vanguard FTSE Emerging Markets, dem Lyxor MSCI Emerging Markets und dem Amundi MSCI Emerging Markets. Der Vanguard-ETF komme nach heftigen Verlusten 2018 in diesem Jahr immer noch auf ein Plus von 10 Prozent, allerdings trete der Kurs seit einigen Wochen auf der Stelle.

Im Handel mit Branchen-ETFs hätten Technologie-Indexfonds im Mittelpunkt des Interesses gestanden. "Die Verkäufe überwogen klar", bemerke Dürr. Mehrheitlich Käufe melde er für Gesundheit- und Immobilien-ETFs, abgegeben worden seien hingegen ETFs, die die Autobranche abbilden würden. Die UniCredit berichte von Käufen bei Banken-ETFs wie dem Lyxor STOXX Europe 600 Banks und Verkäufen beim iShares Automation & Robotics.

Durch das Rückrudern der EZB in Sachen Zinserhöhung hätten Anleihe-ETFs mehr als sonst im Fokus gestanden. Mit den Äußerungen der EZB seien höhere Zinsen in der Eurozone in noch fernere Zukunft gerückt, denn die Notenbanker hätten unveränderte Zinsen bis mindestens Ende des Jahres sowie neue mehrjährige Kredite für Banken angekündigt. ETFs, die an deutsche Staatsanleihen gekoppelt seien, seien abgestoßen, solche, die US-amerikanische abbilden würden, hingegen gekauft worden, wie Dürr feststelle.

Rege Umsätze habe die Commerzbank zudem bei High-Yield-Unternehmensanleihen aus den USA verzeichnet - in beide Richtungen. Kunden der UniCredit hätten High Yield-Anleihen wie den SPDR Bloomberg Barclays Euro High Yield Bond-Indexfonds gekauft. (Ausgabe vom 12.03.2019) (13.03.2019/fc/a/e)





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