ETF-Handel: Anleger sehen kein Ende der Rally und greifen weiter zu


12.08.21 12:03
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach den Turbulenzen um China in der letzten Juli-Woche ist wieder Ruhe eingekehrt im ETF-Handel, so die Deutsche Börse AG.

"Wir sehen überwiegend Käufe", berichte Christian Dürr von der Société Générale. Der DAX liege weiter nahe dem Allzeithoch vom Juli bei 15.811 Punkten, am Dienstagmorgen seien es 15.776 Zähler gewesen. Dow Jones und S&P 500 hätten Ende vergangener Woche Rekordhochs erreicht, seien am letzten Montag aber darunter geblieben.

Top-Seller seien weiter MSCI World-ETFs, wie Andreas Schröer von Lang & Schwarz feststelle. "Es gibt immer mehr Sparpläne." Auch Dürr beobachte vor allem Käufe für MSCI World-Tracker, ebenso wie für S&P 500- und MSCI USA-ETFs. Tendenziell Abflüsse melde der Händler hingegen für Aktien aus der Eurozone, Gesamteuropa und auch Deutschland. Bei japanischen Aktien sei das Bild ausgeglichen.

Etwas ruhiger geworden sei es Schröer zufolge um Emerging Markets- und China-ETFs. Chinas Aktien seien vor gut zwei Wochen deutlich abgesackt. Die chinesische Regierung habe den privaten Nachhilfesektor quasi über Nacht verboten, Anleger hätten zudem weitere staatliche Eingriffe befürchtet. Betroffen gewesen seien auch allgemeine Schwellenländer-ETFs wie der iShares Core MSCI EM IMI.

Richtig beliebt seien laut Schröder weiter Wasser-Aktien. Als Beispiele nenne er den iShares Global Water und den L&G Clean Water. Eher Käufe melde der Händler auch für den Invesco Elwood Global Blockchain, der Unternehmen abbilde, die in der Blockchain-Technologie tätig seien. Der ETF habe nach einem rasanten Kursanstieg bis März dieses Jahres geschwächelt, sich zuletzt aber gefangen. Seit Jahresanfang komme er immer noch auf ein Kursplus von über 40 Prozent, seit Anfang 2020 habe sich der Kurs sogar mehr als verdoppelt.

Dürr melde starke Käufe für Technologie-ETFs wie den Xtrackers MSCI World Information Technology. Der Kurs sei seit Jahresanfang um 23 Prozent gestiegen, auf Dreijahresssicht seien es sogar fast 28 Prozent pro Jahr. Tendenziell verkauft würden hingegen Energiewerte, einen leichten Verkaufsüberhang registriere er bei Finanztiteln (ISIN IE00BM67HL84 / WKN A113FE).

Die Angst vor Inflation bestimme das Geschäft mit Anleihen-ETFs, wie Dürr außerdem bemerke. Anleger setzten auf inflationsgeschützte europäische Anleihen, etwa mit dem Xtrackers II Eurozone Inflation-Linked Bond oder dem Lyxor EUR 2-10Y Inflation Expectations-ETF.

Richtig viel los sei im Geschäft mit Kryptowährungs-ETNs - allerdings ohne klare Richtung. "Mal überwiegen die Käufe, mal die Verkäufe", stelle Schröer fest. Umsatzstark sei etwa der 21Shares Bitcoin-ETN. Im April sei der Bitcoin-Kurs auf ein Allzeithoch von 64.749 US-Dollar geklettert, habe sich dann mehr als halbiert, zuletzt aber wieder etwas erholt. (Ausgabe vom 10.08.2021) (12.08.2021/fc/a/e)






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