ETF-Handel: Auf der Suche nach Qualität


14.10.21 14:38
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Nervosität am Aktienmarkt hält an, so die Deutsche Börse AG.

Noch halte sich der DAX über der Marke von 15.000 Punkten, am Dienstagmorgen seien es 15.150 Zähler. Vergangene Woche sei der Index kurzzeitig bis unter 14.900 Punkte gefallen. ETF-Händler würden dennoch überwiegend Zuflüsse in Aktien-ETFs melden. "Anders als in der Vorwoche dominieren wieder Käufe", berichte Christian Dürr von Société Générale. Auch Hubert Heuclin von BNP Paribas sehe klare Nettozuflüsse in Aktien-ETFs.

Im Fokus stünden weiter die USA. Heuclin zufolge erfahre der iShares Core S&P 500 mit Abstand den meisten Zuspruch, beliebt seien aber auch MSCI USA Quality-ETFs. Laut Dürr würden Anleger speziell auf US-Value-Aktien setzen, konkret mit dem UBS MSCI USA Value.

Torben Bendt von Lang & Schwarz berichte von hohen Umsätzen in MSCI World-ETFs. "Da steigen viele nach dem Rücksetzer wieder ein." Heuclin zufolge würden MSCI World-ETFs im Vergleich zu S&P-Indexfonds kleinere Zuflüsse (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH) verzeichnen, ebenso wie japanische Aktien (ISIN LU0659580079 / WKN DBX0KT). Auch Kunden der Société Générale würden sich in japanischen Titeln positionieren. "Der Nikkei war zuletzt ja auch stark gefallen", bemerke Dürr.

Europäische Aktien würden derzeit keine große Rolle spielen. Viel um gehe bei Lang & Schwarz allenfalls in Short-Produkten auf den DAX, auch mit Hebel. Beispiele seien der Xtrackers ShortDAX Daily Swap (ISIN LU0292106241 / WKN DBX1DS) und der Xtrackers ShortDAX x2 Daily Swap (ISIN LU0411075020 / WKN DBX0BY).

Hohe Umsätze in beide Richtungen würden laut Dürr Emerging Markets-Aktien verzeichnen, etwa mit dem iShares Core MSCI EM.

Was Branchen-ETFs angehe, drehe sich Dürr zufolge weiter das meiste um Technologie-, Energie- und Finanztitel. Während Technologieaktien überwiegend gekauft würden, hätten bei Energieaktien jetzt die Verkäufer Oberhand. Offenbar würden Gewinne mitgenommen: ETFs wie der Lyxor Stoxx Europe 600 Oil & Gas würden seit Jahresanfang immerhin auf ein Kursplus von 24 Prozent kommen - getrieben vom Ölpreisanstieg von 51 US-Dollar Anfang des Jahres auf aktuell fast 84 US-Dollar für das Barrel Brent.

Zuflüsse würden Finanztitel verzeichnen. "Banken sind Europas Top-Performer 2021 und, als traditioneller Profiteur von höheren Zinsen, eine von nur vier Branchen mit Kursgewinnen im vergangenen Monat", stelle Heuclin fest.

Kunden von Lang & Schwarz würden außerdem gerne auf den iShares Global Water setzen.

Von den meisten Anleihen-ETFs wollten Anleger derzeit nichts wissen, Heuclin melde Nettoabflüsse aus sämtlichen Kategorien - Ausnahme seien inflationsgeschützte Anleihen. In Sorge um steigende Verbraucherpreise hätten Anleger zum Beispiel auf den iShares EUR Inflation Linked Govt Bond und den Lyxor EUR 2-10Y Inflation Expectations gesetzt. Auch Dürr melde Käufe von inflationsgeschützten Anleihen, vor allem des Lyxor-ETF. "Inflation ist eben in aller Munde".

Kryptowährungs-ETNs würden weiter hohe Umsätze aufweisen. Viele Kaufinteresse sehe Bendt für den VanEck Vectors Solana sowie Cardano-ETNs.

Die höchsten Umsätze würden allerdings weiter Bitcoin- und Ethereum-ETNs aufweisen, konkret der BTCetc - ETC Group Physical Bitcoin, der VanEck Vectors Ethereum und der WisdomTree Bitcoin. Der Bitcoin habe sich von seinem jüngsten Rückschlag längst erholt und koste jetzt wieder 56.778 US-Dollar. (Ausgabe vom 12.10.2021) (14.10.2021/fc/a/e)





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