ETF-Handel: Chinas Aktien nach Kurssturz gesucht


04.08.21 10:27
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - China bewegt weiter die Gemüter, so die Deutsche Börse AG.

"Anfang vergangener Woche gab es starke Verkäufe, zum Ende der Woche hat sich das aber gedreht", berichte Fabian Wörndl von Lang & Schwarz. "Jetzt sehen wir viele Käufe." Neue staatliche Eingriffe seitens Peking - diesmal in den privaten Bildungssektor - hätten Anleger letzte Woche verschreckt. Mitte der Woche habe aber bereits eine Erholung eingesetzt.

Betroffen von Verkäufen und Käufen seien Wörndl zufolge etwa der iShares MSCI EM Asia, aber auch breiter angelegte Schwellenländer-ETFs wie der iShares Core MSCI EM IMI gewesen. Auch Frank Mohr von der Société Générale beobachte wieder Zuflüsse, etwa in den Deka MSCI China ex A Shares (ISIN DE000ETFL326 / WKN ETFL32). "Da setzt sich wohl die Meinung durch, dass der Markt zu stark runtergeprügelt wurde."

Eher ruhig zugehe es derzeit im Handel mit Aktien aus Industrieländern. "Es ist eben Sommerpause", stelle Mohr fest. Speziell zum Monatsanfang, wie jetzt Anfang August, sei aber viel Umsatz durch ETF-Sparpläne zu beobachten. "Das ist über die Zeit immer mehr geworden." Was Regionen angehe, könne er derzeit keine Vorliebe ausmachen: "Europäische, US-amerikanische und Welt-Aktien, das wird alles gekauft." Gleichzeitig wachse die Nachfrage nach ESG-Produkten weiter. In den USA sei der Dow Jones am 02.08. auf ein neues Allzeithoch geklettert, habe dann aber nachgegeben. Der DAX bewege sich weiter seitwärts, am Dienstagmittag habe der Index bei 15.589 Punkten gestanden.

Unter dem Ausverkauf in China hätten zwischenzeitlich auch Technologiewerte gelitten, wie Wörndl feststelle. "Die haben sich aber auch schon erholt." Dauerhaft aus den Portfolios geflogen sei wegen des Quasi-Verbots privater Bildungsangebote in China aber der Rize Education Tech & Digital Learning. Der biete Zugang zu börsennotierten Unternehmen aus dem Bereich Bildung und digitales Lernen weltweit. Seit Jahresanfang verzeichne er ein Minus von 33 Prozent.

Gesucht seien Mohr zufolge derzeit auch Finanzdienstleisteraktien, etwa mit dem iShares S&P 500 Financials Sector. "Das dürfte an den gar nicht so schlechten Quartalszahlen der Banken liegen."

Extrem beliebt bleiben würden bei Kunden von Lang & Schwarz Wasser-ETFs wie der iShares Global Water, der Lyxor World Water und der L&G Clean Water. Der ETF von iShares investiere zum Beispiel in die größten Wasserunternehmen weltweit, etwa Wasserwerke und Unternehmen für Wasseranlagen. Alle drei ETFs hätten sich sehr gut entwickelt und kämen seit Jahresanfang auf ein Plus von rund 27 Prozent. Auf Dreijahresssicht seien es für den iShares- und den Lyxor-ETF jeweils 19 Prozent, der ETF von L&G sei erst 2019 emittiert worden.

Viel los sei weiter im Geschäft mit Kryptowährungs-ETNs. "Je nach Marktlage wird mal viel gekauft, mal viel verkauft", erkläre Wörndl. Der Bitcoin-Kurs habe sich nach dem heftigen Kurseinbruch von fast 65.000 auf 30.000 US-Dollar etwas stabilisiert, aktuell liege der Kurs bei 38.515 US-Dollar (03.08.2021). Sehr hohe Umsätze melde Wörndl für den Invesco Elwood Global Blockchain. Der bilde Unternehmen ab, die im Bereich Blockchain-Technologie tätig seien. Der Technologie, auf der der Bitcoin basiere, werde zwar auch unabhängig von Kryptowährungen eine große Zukunft vorausgesagt. "Die Nachfrage nach dem ETF schwankt aber mit dem Bitcoin-Kurs." (Ausgabe vom 03.08.2021) (04.08.2021/fc/a/e)





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