ETF-Handel: Gedämpfte Stimmung


23.08.17 09:30
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Sowohl der DAX als auch ETF-Anleger zeigen sich derzeit orientierungslos, so die Deutsche Börse AG.

Während der Deutsche Aktienindex weiter um 12.100/12.200 Punkte schwanke, würden Aktien-ETFs in beide Richtungen gehandelt. "Die Volatilität hat die Märkte wieder", bemerke Carsten Schröder von der Commerzbank. In der Tat sei der "Angst-Index" VDAX New, der zuvor auf extrem niedrige Niveaus gefallen sei, wieder etwas gestiegen - der Nordkorea-Konflikt, das politische Chaos in Washington und zuletzt auch der Anschlag in Barcelona hätten sich bemerkbar gemacht. Besonders hoch sei die Nervosität der Anleger Schröder zufolge aber nicht. "Solange sich der DAX oberhalb der 200-Tage-Linie hält, bleiben Anleger entspannt."

Schröder berichte von einem im Vergleich zur Vorwoche etwas aktiveren Handel mit über 28.000 Transaktionen in der Vorwoche, Oliver Kilian von der UniCredit spreche hingegen von einem "Sommerloch". "Nur Montag und Freitag war viel los."

Der klare Trend im Handel mit Aktien-ETFs fehle: Schröder melde Käufe und Verkäufe im EURO STOXX 50 und in US-Indices, aber Käufe in DAX-Trackern und Abgaben in MSCI ACWI-Indexfonds. Bei der UniCredit hätten in europäischen Aktien die Käufe leicht überwogen, gut angekommen seien zudem japanische Aktien, während in US-Aktien beide Seiten gespielt worden seien.

So berichte Kilian von Zuflüssen in den iShares EURO STOXX 50, den Deka EURO STOXX 50 (ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02) und den iShares STOXX Europe 600. In den Portfolios der UniCredit-Kunden seien darüber hinaus MSCI Japan-ETFs wie der UBS MSCI Japan und der iShares MSCI Japan gelandet, ebenfalls rege gehandelt worden seien dem Händler zufolge auch Nikkei- und Topix-Tracker (ISIN IE00BPVLQD13 / WKN A119J2, ISIN FR0011314277 / WKN A1J4TX). Wie die meisten asiatischen Börsen hätten auch Nikkei, MSCI Japan und Topix zuletzt unter der schwelenden Nordkorea-Krise gelitten, der UBS MSCI Japan liege aktuell wieder auf dem Niveau vom Jahresanfang.

Auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt für die vergangenen fünf Handelstage relativ weit oben finde sich auch ein ETF, der dort sonst nicht anzutreffen sei: Der Lyxor China Enterprise. Der zeichne die Entwicklung von in Hongkong gelisteten chinesischen Unternehmen nach und komme auf Sicht von zwölf Monaten auf ein Kursplus von 12,6 Prozent.

Bei den Branchen-ETFs stünden - wie fast immer - die Banken im Mittelpunkt des Interesses, auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt findet sich der iShares EURO STOXX Banks diesmal sogar auf dem vierten Platz - gleich hinter dem iShares DAX-, dem iShares STOXX Europe 600- und dem iShares EURO STOXX 50-ETF. Kunden der Commerzbank hätten sich meist in Banken-ETFs positioniert. Ebenfalls angesagt gewesen seien Schröder zufolge ETFs, die die Gesundheits- und die Energiebranche abbilden würden, während sich Anleger von Immobilien-ETFs getrennt hätten.

Vergleichsweise viel gehandelt werde, wie die Umsatzliste zeige, auch der iShares TecDAX, mit dem von der Kursentwicklung deutscher Tech-Werte profitiert werden könne. Der ETF habe seit Jahresanfang um 24,4 Prozent zugelegt.

Laut Kilian sei im Handel mit Anleihen-ETFs zuletzt etwa mehr los gewesen. Zugegriffen worden sei zum Beispiel bei europäischen Kurzläufern wie dem PIMCO Euro Short Maturity Source (ISIN IE00BVZ6SP04 / WKN A14PHG), aber auch bei US-Unternehmensanleihen wie dem Amundi Floating Rate USD Corporate Hedged Euro, der US-Corporates mit variabler Verzinsung abbilde. "Gerade an US-amerikanischen Floatern beobachten wir ein wachsendes Interesse", stelle Kilian fest. "Attraktiv sind die für Anleger wegen der erwarteten Zinserhöhungen in den USA und der Währungsabsicherung."

Wie es mit den Zinsen hierzulande weitergehe, darüber seien sich Anleger offenbar nicht einig: Zu- und Abflüsse melde Schröder jedenfalls für den ComStage Commerzbank Bund-Future Short. Mit dem könne auf fallende Kurse von Bundesanleihen - also steigende Zinsen - gesetzt werden. (Ausgabe vom 22.08.2017) (23.08.2017/fc/a/e)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
31,40 € 31,61 € -0,21 € -0,66% 28.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005933956 593395 38,51 € 22,88 €
Werte im Artikel
5,20 plus
+0,58%
-    plus
0,00%
-    plus
0,00%
97,96 minus
-0,01%
50,78 minus
-0,13%
53,93 minus
-0,43%
31,40 minus
-0,66%
31,50 minus
-0,66%
12,38 minus
-0,89%
34,78 minus
-1,02%
4.889 minus
-1,03%
14,74 minus
-1,21%