ETF-Handel: Krisenstimmung verflogen


20.03.19 09:01
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Mit dem Kursanstieg an den Börsen ist auch die Kauflust am ETF-Markt zurückgekehrt, so die Deutsche Börse AG.

"Die Anleger folgen dem Markt", erkläre Sophia Wurm von der Commerzbank und melde zudem gestiegene Umsätze mit 41.000 Transaktionen für die vergangene Woche. Florian Lenhart könne das bestätigen: "Aktien-ETFs sind wieder gefragt."

Der DAX habe seinen Erholungskurs fortgesetzt und sei am Dienstagmorgen über 11.700 auf 11.759 Punkte geklettert (19.03.2019, 13:28), der Dow Jones sei ebenfalls weiter gestiegen und habe vorgestern bei 25.914 Punkten geschlossen.

Während laut UniCredit DAX-ETFs (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN DE0005933931 / WKN 593393) im Fokus der Anleger stünden, seien es der Commerzbank zufolge US-Aktien (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN IE00BJ0KDR00 / WKN A1XB5V). DAX-ETFs fänden sich bei Kunden der Commerzbank aber auch auf den Einkaufslisten, ebenso wie US-Aktien bei der UniCredit. Sehr gesucht gewesen seien laut Lenhart iShares Core S&P 500- und SPDR S&P 500 Low Volatility-Indexfonds.

Etwas gemischter falle das Bild bei EURO STOXX- und MSCI Europe-ETFs aus: Bei EURO STOXX 50-Trackern hätten Bruce Gunn von IMC zufolge die Gewinnmitnahmen überwogen, Lenhart melde Käufe von MSCI Europe-ETFs (ISIN IE00B1YZSC51 / WKN A0MZWQ, ISIN IE00B4K48X80 / WKN A0RPWG). Weiterhin sehr beliebt seien japanische Aktien, Wurm berichte von Käufen beim Xtrackers Nikkei 225. Der ETF komme seit Jahresanfang schon auf ein Plus von 8,2 Prozent.

Angesichts der immer wieder neuen Brexit-Nachrichten aus London würden britische Aktien weiter rege gehandelt - und zwar in beide Richtungen. Gunn melde Abflüsse aus FTSE 100- und Zuflüsse in FTSE 250-ETFs. "Aktien der kleineren Unternehmen aus dem FTSE 250 wären vom Brexit weniger betroffen als die großen, international agierenden aus dem FTSE 100."

Die Gerüchte über Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank, die am Wochenende auch bestätigt worden seien, hätten zu höheren Umsätzen in Banken-ETFs (ISIN DE0006289309 / WKN 628930) geführt. Dafür seien Wurm zufolge Versicherungs-ETFs wie der iShares STOXX Europe 600 Insurance abgestoßen worden. Abgegeben worden seien außerdem Immobilien-ETFs wie der BNP Paribas Easy FTSE EPRA/NAREIT Developed Europe. Bei IMC trennten sich Anleger von ETFs, die die Autobranche abbilden würden.

Seit vergangener Woche gebe es übrigens erstmals die Möglichkeit, von der Wertentwicklung von Unternehmen aus dem Bereich Blockchain-Technologie zu profitieren: Der INVESCO Elwood Global Blockchain bilde Unternehmen ab, die sich an Blockchain-bezogenen Aktivitäten wie Krypto-Mining beteiligen oder Blockchain-bezogene Finanzdienstleistungen, Zahlungssysteme oder Technologielösungen anbieten würden.

Auch Anleihen-ETFs seien derzeit sehr gesucht - sie müssten aber ein bisschen mehr an Rendite bieten. Laut Lenhart würden sich Anleger auf Unternehmensanleihen in Euro (ISIN IE00B3F81R35 / WKN A0RGEP, ISIN IE00BCRY6557 / WKN A1W375), High Yield-Corporates in Euro und auch Anleihen aus Schwellenländern konzentrieren. Die Commerzbank melde Käufe von italienischen (WKN LYX0WV) und spanischen (ISIN IE00B428Z604 / WKN A1JXZK) Staatsanleihen, die höher als Bundesanleihen rentieren würden. (Ausgabe vom 19.03.2019) (20.03.2019/fc/a/e)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
112,62 € 112,02 € 0,60 € +0,54% 18.04./20:31
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0378438732 ETF001 121,78 € 94,84 €
Werte im Artikel
47,40 plus
+0,65%
111,34 plus
+0,63%
105,12 plus
+0,55%
112,62 plus
+0,54%
253,51 plus
+0,47%
69,70 plus
+0,43%
18,15 plus
+0,41%
10,08 plus
+0,38%
24,61 plus
+0,37%
51,97 plus
+0,35%
31,09 plus
+0,31%
131,71 plus
+0,27%
168,26 plus
+0,23%
38,15 plus
+0,12%
104,65 plus
+0,07%
110,62 minus
-0,02%
10,12 minus
-0,06%