ETF-Handel: Private Anleger aktiv


04.01.17 08:45
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Von einem erstaunlich lebendigen ETF-Handel rund um die Feiertage berichten Market Maker, so die Deutsche Börse AG.

"Mit rund 25.000 liegt die Anzahl der ETF-Trades angesichts der verkürzten Woche auf einem ordentlichen Niveau", melde Andreas Bartels. Das geringere verbuchte Volumen erkläre der Händler der Commerzbank mit einer größeren Zahl aktiver Privatanleger. "Über alle Anlageklassen hinweg überwiegen bei uns mit 60 Prozent klar die Zuflüsse." Institutionelle Investoren stünden dagegen vermutlich noch vermehrt an der Seitenlinie.

Dieses Bild bestätige Florian Lenhart von der Commerzbank. "Es war wenig los, die meisten Kunden hatten ihre Bücher geschlossen. Auch der Wochenauftakt lasse zu wünschen übrig. "Feiertagsbedingt wurde gestern in den USA, London, der Schweiz und Asien nicht gehandelt."

Der Anlegerfokus liege mit 83 Prozent auf Aktieninvestments, wobei Unternehmen der Industrienationen im Mittelpunkt stünden. Den ersten Rang auf der Kaufseite in Bartels Umsatzstatistik hätten US-Unternehmen etwa im S&P 500 (ISIN IE0031442068 / WKN 622391, ISIN IE00B3XXRP09 / WKN A1JX53, ISIN LU0490618542 / WKN DBX0F2) belegt, gefolgt von Trackern europäischer Indices wie dem MSCI Europe, EURO STOXX 50 (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN LU0378434079 / WKN ETF050) und DAX (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA, ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01, ISIN LU0252633754 / WKN LYX0AC).

Gleichzeitig hätten sich Anleger in Summe von ihren Engagements im MSCI Japan und marktbreiten Investments im MSCI World getrennt. "Auch der Trend raus aus britischen Aktien beispielsweise im FTSE 100 (ISIN LU0488316216 / WKN ETF081, ISIN DE0006289408 / WKN 628940) hält bei uns an."

Bei der UniCredit stünden an DAX- und EURO STOXX 50 gekoppelte Aktienportfolios dagegen zumeist zur Disposition. "Auffällig viele kleinere Transaktionen deuten auf einen höheren Anteil der Privatanleger bei den Verkäufern", bestätige Lenhart.

Mit einem Umsatzanteil von knapp 15 Prozent würden Anleihen-ETFs bei der Commerzbank nahezu den verbleidenden Rest des ETF-Aufkommens ausmachen, wie Bartels bemerke. Dabei hätten Investoren verstärkt auf geldmarktnahe Produkte wie den Pimco Euro Short Maturity-Index gesetzt, der auf Euro lautende festverzinsliche Werte mit Restlaufzeiten von maximal drei Jahren und einer durchschnittlichen Fälligkeit bis zu einem Jahr enthalte. Ebenso käme der hauseigene Tracker des Commerzbank EONIA-Index häufig zum Zuge. "Viele Anleger nutzen die Produkte zum Parken ihrer Barreserven", meine der Händler.

Auch Lenhart spreche von einem Kaufüberhang bei Festverzinslichem. Die Kunden der UniCredit hätten besonders häufig auf Bonds der Euro-Peripheriestaaten im iBoxx Sovereigns Eurozone Yield Plus-Index vertraut. Ebenso hätten in Euro geführte Unternehmensanleihen großer Konzerne (ISIN IE0032523478 / WKN 778928) überzeugt. "Abgaben gibt es hingegen kaum."

Bei den Branchen-ETFs würden Investoren Bartels zufolge bevorzugt zu Finanzwerten (ISIN DE0006289309 / WKN 628930) und Aktien europäischer Energieversorger (ISIN FR0010930644 / WKN A1C7AK) greifen. "Zusammen kommen die beiden Sektoren bei uns auf fast die Hälfte der Umsätze in mit Branchen-ETFs."

Einige große zumeist Verkäufe mache Lenhart für Tracker des EURO STOXX 600 Automobile & Part (ISIN DE000A0Q4R28 / WKN A0Q4R2) aus. (Ausgabe vom 03.01.2017) (04.01.2017/fc/a/e)






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