ETF-Handel: Vorsichtig optimistisch


27.02.19 09:05
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Hoffnungen auf einen versöhnlichen Ausgang im Handelsstreit zwischen China und den USA und damit einhergehende Erholungstendenzen am Aktienmarkt prägen den Handel mit börsengehandelten Indexfonds, so die Deutsche Börse AG.

ETF-Händler würden von soliden Umsätzen berichten. "Von allem ist etwas dabei", informiere Tobias Runkehl, wobei die Kunden von IMC wieder zunehmend Gefallen an Welt-Indices fänden. Besonders häufig seien MSCI World-Tracker (ISIN LU0274208692 / WKN DBX1MW, ISIN IE00BJ0KDQ92 / WKN A1XB5U, ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH) in den Depots gelandet.

Mit Ausnahme von zumeist gekauften Schweizer Aktien im SPI und MSCI Switzerland registriere Runkehl mit Blick auf europäische Unternehmenswerte tendenziellen Abgabedruck. Unter anderem seien EURO STOXX 50- und DAX-Tracker davon betroffen. Anleger trennten sich zudem in größerem Stil von Bankaktien etwa im STOXX 600 Banken (ISIN DE000A0F5UJ7 / WKN A0F5UJ) und EURO STOXX Banken (ISIN DE0006289309 / WKN 628930, ISIN IE00B127D955 / WKN A1JSG7).

Nach Angaben von Sophia Wurm würden sich Commerzbank-Kunden gern in Schwellenländeraktien positionieren. Besonders häufig zum Zuge kämen Produkte, die sich am marktbreiten MSCI Emerging Markets und MSCI Emerging Markets Investable Market Index orientieren würden.

Auch Cornelia Schübel von der UniCredit melde rege Nachfrage nach Aktien aufstrebender Staaten (ISIN LU1681045453 / WKN A2H58K, ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC), wenngleich es auch Verkäufe gebe. Mit einem Plus von über 13 Prozent seit Jahresbeginn könne sich die Entwicklung des MSCI Emerging Markets durchaus sehen lassen. Vergangene Woche habe das Barometer immerhin um gut 3,5 Prozent zugelegt.

Aktien-ETFs entwickelter Staaten stünden bei der UniCredit mit einem leichten Verkaufsüberhang in den Büchern. Bei der UniCredit würden japanische Unternehmen sogar zu den klaren Verlierern gehören. Von den Abflüssen betroffen seien MSCI Japan- (ISIN IE00B02KXH56 / WKN A0DK60, ISIN LU1602144732 / WKN A2DR4P) und TOPIX-Tracker.

Auch von ETF mit US-amerikanischen Unternehmen würden sich Anleger vor allem trennen. Mit den überwiegenden Abgaben von S&P 500-ETFs (ISIN DE000A1JM6F5 / WKN A1JM6F, ISIN IE00B3XXRP09 / WKN A1JX53) setze sich Händlern zufolge die jüngste Verkaufstendenz bei US-amerikanischen Aktien fort. Unterm Strich verabschiedeten sich Anleger z. B. von ihren MSCI North America-ETFs (ISIN IE00B14X4M1/ WKN A0J201), während S&P 500-Tracker auf beiden Seiten Anklang gefunden habe.

Sophia Wurm spreche allerdings von Kaufnachfrage nach S&P 500- (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN LU0490618542 / WKN DBX0F2), MSCI World Minimum Volatility- sowie MSCI Canada-ETFs.

Hinsichtlich einzelner Sektoren positionierten sich die Kunden der Commerzbank bevorzugt in Aktien von Banken und Versorgern. Unternehmen der Lebensmittelindustrie etwa im STOXX 600 Food & Beverage seien von den schlechten Zahlen des Nahrungsmittelkonzerns Kraft Heinz in Mitleidenschaft gezogen worden. "Die hohen Abschreibungen des Ketchup-Herstellers auf den Wert einiger Marken strahlt auf die gesamte Branche ab", meine Wurm.

Schübel melde tendenzielle Abflüsse aus ETFs mit US-Gesundheitsaktien. Tracker des S&P Select Sector Capped Health Care Total Return Index stünden ebenso zur Disposition wie Produkte, die sich am NASDAQ Biotechnology Index orientieren würden.

Die Umsätze mit Rentenwerten beschreibe die Händlerin als eher durchschnittlich. Auffällig häufig hätten Investoren zu hochverzinsten Euro-Unternehmensanleihen im Barclays Capital Liquidity Screened Euro High Yield Bond Index (ISIN IE00B6YX5M31 / WKN A1JKSU) und Markit iBoxx Euro Liquid High Yield Index (ISIN IE00B66F4759 / WKN A1C3NE) gegriffen. "Hier verbuchen wir doppelt so viel Käufe wie Verkäufe." Wurm spreche von zumeist Zuflüssen zu Markit iBoxx € Liquid Corporates-ETFs. (Ausgabe vom 26.02.2019) (27.02.2019/fc/a/e)





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