ETF-Handel: Weg mit britischen Aktien


05.02.19 16:15
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Angesichts anhaltender Risiken bleiben ETF-Anleger vorsichtig, der immer wahrscheinlicher werdende harte Brexit und die Handelsstreitigkeiten schrecken so manchen ab, so die Deutsche Börse AG.

Doch es gebe auch viele Positionierungen. Sophia Wurm von der Commerzbank melde einen Käuferüberhang in Aktien-ETFs, Oliver Kilian von der Unicredit Group hingegen überwiegend Abflüsse.

Die ETF-Umsätze würden den Händlern zufolge hoch bleiben: "Wir hatten eine gute Woche", erkläre Wurm und berichte von 39.000 Transaktionen. "Gegenüber der Vorwoche ist das Handelsaufkommen um 10 Prozent gestiegen", stelle Kilian fest. Der DAX liege am Dienstagmorgen bei 11.278 Punkten - ein Plus von 8,6 Prozent gegenüber dem Dezembertief. Sogar um 16 Prozent habe der Dow Jones seit dem Tief Ende 2018 zugelegt, der Index habe gestern bei 25.239 Punkten geschlossen.

Die Händler würden von Abflüssen aus europäischen Aktien-ETFs (ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA; ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN IE0008471009 / WKN 935927, ISIN FR0011550193 / WKN A1W37K) und Zu- und Abflüssen bei US-Aktien-ETFs (ISIN LU1681048804 / WKN A2H573; ISIN IE0031442068 / WKN 622391; ISIN DE000A0F5UF5 / WKN A0F5UF; ISIN IE00BD4TYG73 / WKN A1W5DE) berichten. Tracker mit Aktien weltweit würden meist abgegeben, etwa der Invesco MSCI World und der iShares Core MSCI World. "Wenn auf Aktien gesetzt wird, dann eher auf risikooptimierte", meine Kilian. Etwa hätten sich Anleger den iShares Edge MSCI World Minimum Volatility ins Portfolio gelegt. Der komme im laufenden Jahr auf ein Plus von knapp 5 Prozent, in den vergangenen drei Jahren seien es im Schnitt 7,6 Prozent im Jahr gewesen.

Klar auf den Verkaufslisten stünden wegen der Brexit-Querelen britische Aktien, Kunden der Commerzbank hätten sich zum Beispiel vom UBS MSCI UK hedged Euro getrennt, Kunden der Unicredit vom Vanguard FTSE 100. Außergewöhnlich hohe Umsätze würden die Händler in kanadischen Aktien melden, so hätten sich Anleger im großen Stil mit dem UBS MSCI Canada eingedeckt.

Auffällig sei das wieder gestiegene Interesse an Schwellenländern. Die Commerzbank berichte von hohen Umsätzen im SPDR MSCI Emerging Markets. Nicht gesucht seien allerdings chinesische Aktien gewesen: Laut Kilian hätten sich Anleger vom Xtrackers Harvest CSI300 und vom Lyxor China Enterprise verabschiedet. "Der Handelsstreit macht sich langsam in Chinas Wirtschaft bemerkbar."

Auch im Bereich der Schwellenländer werde im Übrigen Nachhaltigkeit für Anleger immer wichtiger: Stark nachgefragt werde Wurm zufolge etwa der UBS MSCI Emerging Markets Socially Responsible.

Im Handel mit Branchen-ETFs stünden europäische Banken in der Gunst der Anleger weit unten: Wurm berichte von Abflüssen aus dem iShares Euro Stoxx Banks, Kilian zusätzlich noch aus dem iShares Stoxx Europe 600 Banks.

Im Anleihebereich sei Riskanteres durchaus wieder gefragt. "Wir beobachten eine Suche nach Rendite", bemerke Kilian. Gefragt seien etwa kurzlaufende Unternehmensanleihen mit hohem Zins (ISIN IE00BD8D5G25 / WKN A2DLP1), Schwellenländeranleihen in Lokalwährung (ISIN IE00B4613386 / WKN A1JJTV) oder europäische Anleihen mit niedriger Bonität (ISIN LU1681046774 / WKN A2H58E). Auch laut Wurm würden Anleger High Yield-Anleihen wie den iShares Global High Yield Corporate Bond kaufen. (05.02.2019/fc/a/e)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
117,4225 € 116,9077 € -   € 0,00% 27.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0274211480 DBX1DA 127,09 € 100,62 €
Werte im Artikel
46,39 plus
+0,87%
72,54 plus
+0,54%
117,42 plus
+0,44%
23,59 plus
+0,43%
10,36 plus
+0,18%
41,77 plus
+0,16%
60,66 plus
+0,14%
56,75 plus
+0,14%
242,64 plus
+0,14%
34,33 plus
+0,12%
34,88 plus
+0,11%
32,84 plus
+0,07%
28,78 plus
+0,02%
19,14 plus
+0,01%
10,04 plus
0,00%
48,93 minus
-0,03%
13,34 minus
-0,07%
8,67 minus
-0,12%
70,65 minus
-0,14%
52,97 minus
-0,38%
13,38 minus
-0,48%