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ETF-Monitor: Starke Erholung nach Korrekturen


21.09.21 11:42
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Der August war in den vergangenen Jahren häufig ein schwieriger Monat, so die Experten von der Deka Investment.

Doch in diesem Jahr sei es anders gewesen. Im August hätten sich die Aktienmärkte durchweg freundlich präsentiert. Damit habe sich ein häufig beobachtetes Muster in dieser zinslosen Zeit bestätigt. Immer wenn es deutliche Korrekturen gegeben habe - im Juli seien dies vor allem Asien und die Emerging Markets gewesen - hätten die gefallenen Kurse der Aktien mangels Alternativen zu neuen Käufen gereizt. Politische Faktoren wie das Debakel des Westens in Afghanistan hätten keinen großen Einfluss auf die Märkte gehabt.

So habe sich China kräftig erholt, zuvor gebeutelt vom Machtanspruch der kommunistischen Partei über die Tech-Konzerne. Der Shanghai Composite habe 4,3 Prozent zugelegt. Der Nikkei sei mit fast drei Prozent gefolgt. Besonders stark hätten die Technologiewerte performt. Der NASDAQ Composite habe vier Prozent und der TecDAX sogar rund sechs Prozent geschafft. Die Gruppe der Schwellenländer habe von China profitiert und ein Plus von 2,4 Prozent zustande gebracht. Konjunkturhoffnungen hätten den amerikanischen S&P 500 um 2,9 Prozent nach oben gezogen. Auch Europa habe mithalten können. Der EURO STOXX 50 habe 2,6 Prozent gewonnen. Da hätten sich die 1,9 Prozent des DAX schon fast bescheiden ausgenommen.

Der Goldpreis dagegen habe sich seitwärts bewegt und sei um die Marke von 1.800 US-Dollar je Feinunze gependelt. Dafür sei die immer noch schwache Schmucknachfrage verantwortlich gemacht worden. Außerdem habe ein großes Krisenthema gefehlt, was dem Goldpreis normalerweise helfe. Der Ölpreis für die Sorte Brent habe 4,4 Prozent verloren. Hier habe sich die Erwartung von Produktionsausweitungen der OPEC dämpfend ausgewirkt.

Wenig Bewegung auf der traditionellen Währungsseite. Der US-Dollar habe sich leicht um 0,5 Prozent gegenüber dem Euro befestigt. Aber auf dem Kryptomarkt sei es wieder richtig rund gegangen. Hier seien nach den Korrekturen zuvor wieder kräftige Gegenbewegungen verzeichnet worden.

Wer sich die Liste der Exchange Traded Products (ETPs), also Fonds und Notes, angeschaut habe, habe sich erst einmal durch zahlreiche Krypto-Körbe wühlen müssen, die Gewinne von 30 bis 50 Prozent gezeigt hätten. Traditionelle ETFs erschienen dann in der Kategorie Länderfonds auf der Liste, gekennzeichnet durch Erholungstendenzen in Asien, so die Experten von Deka Investment. Die Philippinen, Indien und Thailand hätten mit Gewinnen von zehn bis zwölf Prozent geglänzt. Bei den Branchen sei Technologie ganz vorne gewesen. Körbe mit Titeln aus den USA und Europa hätten rund sechs Prozent geschafft.

Die relativ kleine Verliererseite sei vor allem durch Fonds mit Rohstoffbezug gekennzeichnet gewesen. Minen- und Ölwerte hätten zwischen vier und sechs Prozent verloren. ETFs auf den STOXX 600 Basic Resources seien mit Verlusten von 2,6 Prozent noch einigermaßen glimpflich davongekommen. (Ausgabe 9/2021) (21.09.2021/fc/a/e)