Erweiterte Funktionen

ETFs: Wohin das "große Geld" fließt


24.05.16 08:57
FundResearch

München (www.fondscheck.de) - Im laufenden Jahr fließen ETFs netto 58,5 Mrd. US-Dollar zu - das zeigt eine Auswertung der Deutschen Bank vom 29. April, so die Experten von "FundResearch".

Die passiven Investmentstrategien würden damit trotz hoher Volatilität am Markt gefragt bleiben, aber an Beliebtheit einbüßen: Anleger hätten Aktien-ETFs in Europa im laufenden Jahr bereits rund 3,5 Mrd. Euro entzogen. Renten-ETFs hätten den Verlust mit Nettomittelzuflüssen in Höhe von rund elf Mrd. US-Dollar aber ausgleichen können.

Das Volumen von ETFs auf dem europäischen Markt steige von 432,3 Mrd. Euro im Februar auf aktuell 444,9 Mrd. Euro. Auch auf US-Dollar-Basis steige das verwaltete Volumen von Europa-ETFs von 467,7 Mrd. US-Dollar auf nun 509,6 Mrd. US-Dollar. Weltweit seien 3.960 ETFs im Umlauf, davon 1.524 in Europa.

Der weltweit größte ETF-Anbieter sei weiterhin BlackRock mit einem Marktanteil von 37,7 Prozent. Platz zwei gehe an Vanguard mit 18,3 Prozent. Dahinter folge State Street (14,8 Prozent). Die Deutsche AWM lande mit 2,7 Prozent auf Platz fünf. BlackRock generiere mit 7,9 Mrd. Euro auch die meisten Nettozuflüsse im laufenden Jahr. Anleger würden der Deutschen AWM dagegen bereits 853 Mio. Euro entziehen.

In Deutschland veröffentliche das Extra-Magazin regelmäßig in Zusammenarbeit mit comdirect, Consorsbank, DAB bank, Flatex, ING-DiBa und der OnVista Bank eine monatliche ETF-Statistik über das ETF-Nutzungsverhalten von Privatanlegern. Im April habe das Anlagevolumen erstmals über acht Mrd. Euro gelegen. Das sei rund drei Prozent mehr als im März 2016. Im Dezember habe sich das Volumen noch auf rund 7,5 Mrd. Euro belaufen. (Ausgabe vom 23.05.2016) (24.05.2016/fc/a/e)