Fonds-Handel: Lieber festhalten, was man hat


08.11.19 16:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Auf den höchsten Stand seit Januar 2018 ist der DAX am heutigen Donnerstagmorgen geklettert, an der Wall Street wurden Anfang der Woche sogar neue Allzeithochs erreicht, so die Deutsche Börse AG.

Viele Fondsanleger würden die hohen Kurse allerdings für Gewinnmitnahmen nutzen. "Wir sehen überwiegend Verkäufe von Aktienfonds auf höherem Niveau – bei leicht gestiegenen Umsätzen", berichte Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank.

Abgestoßen würden etwa der Unifonds, der DWS Aktien Strategie Deutschland und der Cominvest Fondak, ebenso internationale Fonds wie der Morgan Stanley INVF Global Opportunity und der Carmignac Investissement. Nur wenige Aktienfonds würden gekauft: Deisenroth-Boström zufolge würden Anleger beim Comgest Growth Europe zugreifen.

Gute Umsätze verzeichne die Baader Bank mit asiatischen Aktien. Doch auch hier überwögen die Abflüsse, wie die Händlerin feststelle. "Dabei stehen die Signale im ewig anmutenden Handelsstreit zwischen USA und China eindeutig auf Entspannung. Eine Einigung scheint in greifbarerer Nähe." Betroffen von den Verkäufen seien der Baring Hong Kong China, der Comgest Growth Greater China (ISIN IE0030351732 / WKN 756455) und der Robeco Asia Pacific Equities. Zuflüsse melde die Händlerin hingegen für den UBS China Opportunity.

Bei den Branchenfonds würden sich Anleger einmal mehr auf Technologiefonds konzentrieren. Beliebt sei vor allem der Fidelity-Fonds FF Global Technology in thesaurierender und ausschüttender Form (ISIN LU0346389348 / WKN A0NGW1, ISIN LU0099574567 / WKN 921800), wie Orlemann beobachte. Die thesaurierende Variante sei seit Jahresanfang um 41,4 Prozent gestiegen, in den vergangenen drei Jahren seien es im Schnitt 23,62 Prozent im Jahr gewesen, bei der ausschüttenden Variante seien es immer noch 40,4 und 22,6 Prozent. Der Fonds setze weltweit auf Aktien von Unternehmen, die in besonderer Weise von neuen technologischen Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen profitieren könnten: etablierte Wachstumsunternehmen und Adressen, die in zukunftsträchtigen Marktnischen Fuß gefasst hätten.

Mischfonds stünden in der Gunst der Anleger unverändert weit oben, jedenfalls einige von ihnen. Beliebt sei zum Beispiel der ARERO Weltfonds, wie Deisenroth-Boström feststelle. Laut Orlemann würden die beiden Flossbach von Storch-Fonds FvS Multiple Opportunities und FvS Multiple Opportunities II "kräftig" gekauft. Gut an komme dem Händler zufolge auch der Siemens Balanced, während der Carmignac Patrimoine und der Ethna-AKTIV abgegeben würden.

Offenbar würden Anleger auf die Performance schauen. Der Carmignac Patrimoine und der Ethna-AKTIV würden im laufenden Jahr und auf Dreijahressicht im Vergleich zu den anderen Mischfonds am schlechtesten abschneiden: Top-Performer sei der FvS Multiple Opportunities mit 17,8 Prozent seit Anfang Januar und 7,3 im Dreijahresdurchschnitt. Hingegen komme der Carmignac-Fonds seit Jahresanfang "nur" auf ein Plus von 8,3 Prozent und auf Dreijahressicht auf 0,15 Prozent p.a., der Ethna-AKTIV auf 8,5 und 1,9 Prozent.

Sehr viel um gehe in Immobilienfonds. "Mein Eindruck ist, dass es sogar noch mehr ist als sonst", meine Orlemann. Ganz vorne auf der Umsatzliste der ICF Bank stehe der Grundbesitz Europa mit hohen Zuflüssen, aber auch einigen Abflüssen. Ebenfalls überwiegend gekauft werde der HausInvest, während sich im Deka-Immobilien Europa (ISIN DE0009809566 / WKN 980956) Käufe und Verkäufe die Waage halten würden. Sehr gesucht sei Orlemann zufolge auch der UniImmo Deutschland (ISIN DE0009805507 / WKN 980550), meist gekauft werde auch der Grundbesitz Global. Abgestoßen werde lediglich der sich in Abwicklung befindende CS Euro Real (ISIN DE0009805002 / WKN 980500). (Ausgabe vom 07.11.2019) (08.11.2019/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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