Fonds-Handel: Unternehmen aus der zweiten Reihe überzeugen


22.11.17 15:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Auf und Ab am deutschen Aktienmarkt treibt laut Spezialisten den Handel mit aktiv verwalteten Fonds, so die Deutsche Börse AG.

"Bei Unterschreiten der 13.000 DAX-Punkte hatten wir jeweils sehr viele Verkaufsorders, die zum Teil durch Stopps ausgelöst wurden", berichte Matthias Präger von der Baader Bank. Als Gegenreaktion hätten sich Anleger im Anschluss wieder vermehrt positioniert. Deshalb ergebe sich auf Monatssicht bei ausgesprochen erfreulichen Umsätzen ein eher ausgeglichenes Verhältnis von Zu- und Abflüssen.

Lasse man die Immobilienfonds außen vor, verbuche Frank Wöllnitz hingegen bei ebenfalls ansehnlichen Geschäften fast nur Käufe. "Mischfonds und Aktienportfolios waren bei uns sowohl bei steigenden als auch fallenden Aktienkursen durchgehend gefragt", spezifiziere der Händler der ICF Bank. Das deute auf ein großes Grundvertrauen in Unternehmenswerte. Immerhin komme der DAX bei zum Teil starken Ausschlägen in beide Richtungen in den vergangenen Wochen auf eine Spanne von über 4,5 Prozent. Überrascht sei Wöllnitz über die Marktreaktionen nach Abbruch der Sondierungsgespräche in Berlin. "Mit einem derartigen DAX-Sprung nach oben hat wohl niemand gerechnet."

In der ICF-Umsatzstatistik ganz weit oben stehe der Apus Capital ReValue Fonds, der typischerweise 40 bis 60 Aktien kleinerer und mittlerer europäischer Unternehmen bevorzugt aus den Bereichen Technologie, Medien, Telekommunikation, Industrie und Life Sience halte. "Hier hatten wir fast nur Käufe."

Bei der Baader Bank gehöre der FPM Funds Stockpicker Germany Small/Mid Cap (ISIN LU0207947044 / WKN A0DN1Q) zu den beliebtesten Produkten, wie Präger informiere. Der Fokus des Produkts liege auf deutschen und europäischen Aktien mit einer Marktkapitalisierung von bis zu zehn Milliarden Euro. Daneben hätten sich Anleger für den DB Platinum IV Platow (ISIN LU1239760025 / WKN DWS030) interessiert. "Beide wurden unterm Strich gesucht."

Von Aktienportfolios mit deutschen Standardwerten im Fondak und DekaFonds würden Investoren laut Präger hingegen per Saldo Abstand nehmen.

Bewegung in beide Richtungen registriere Präger im Handel mit weltweit gestreuten Fonds. Verstärkt zum Zug kämen etwa der MainFirst Global Equities Fund, der in Konzerne unterschiedlicher Größe investiere und eine Outperformance gegenüber dem Referenzindex MSCI World anstrebe. Auch der in US-Dollar geführte Morgan Stanley Global Opportunity Fund, der sich am MSCI All Country World Index orientiere, komme unterm Strich bei Anlegern gut an. Tendenziell abgestoßen würden der Dirk Müller Premium Aktien Fonds (ISIN DE000A111ZF1 / WKN A111ZF) und der M&G Global Themes Fund (ISIN GB0030932676 / WKN 797735).

Bei den in der Regel breiter anlegenden Mischfonds belege der Patriarch Classic TSI einen vorderen Rang in Wöllnitz Bestenliste. "Der große Zuspruch könnte durch eine Empfehlung ausgelöst worden sein." Die Fondsgesellschaft investiere weltweit in Aktien, Renten, Genussscheine und Zertifikate und halte nach eigenen Angaben mindestens 51 Prozent des Vermögens in Unternehmensanteilen. Auch der klassische Floßbach von Storch Multiple Opportunities stehe bei Anlegern hoch im Kurs und lande nahezu ausschließlich in den Depots.

In beide Richtungen gehe es mit dem rege gehandelten Kapital Plus, der die Mittel vorwiegend in auf Euro lautende verzinsliche Wertpapiere anlege und etwa 30 Prozent des Vermögens in Aktien europäischer Unternehmen stecke. Bei Festverzinslichem hätten Investoren Schwellenländerwerte etwa im Weltzins Invest (ISIN DE000A1CXYM9 / WKN A1CXYM) bevorzugt. "Auch hier griffen Investoren nahezu ausschließlich zu."

Zunehmend hätten sich die Kunden der Baader Bank wieder für asiatische Aktien interessiert. "In dem Bereich legten die Umsätze deutlich zu." Während der in US-Dollar notierte UBS Equity Fund - China Opportunity Fund (ISIN LU0067412154 / WKN 986579) zumeist auf Gegenliebe stoße, hätten sich Anleger von ihren Engagements im HSBC GIF Chinese Equity und Baring Hong Kong China Fund verabschiedet. (22.11.2017/fc/a/f)






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