Fondshandel: Rentenfonds wieder mehr im Fokus


29.03.19 09:30
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die bestimmenden Themen sind seit Monaten dieselben, so die Deutsche Börse AG.

"Anleger halten sich weiterhin zurück wegen des unklaren Brexit-Ausgangs, fehlender Neuigkeiten bei den Verhandlungen zwischen den USA und China und der Konjunktursorgen", bemerke Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. "Das Kaufinteresse ist gebremst." Nur einzelne Fonds seien gesucht.

Der DAX sei zwischenzeitlich über 11.800 Punkte geklettert, zeige sich seit vergangener Woche aber wieder schwächer und habe am Donnerstagmorgen bei 11.419 Punkten gelegen.

Dass die US-Notenbank die Zinsen in diesem Jahr nun doch nicht weiter anheben wolle, habe seit Mitte vergangener Woche zu einem deutlichen Kursanstieg bei Anleihen gesorgt. Laut Jan Duisberg von der ICF Bank habe das die Nachfrage nach Rentenfonds beflügelt. Zugegriffen werde dem Händler zufolge etwa beim Allianz Internationaler Rentenfonds, beim DWS Zinseinkommen, aber auch beim DJE Zins & Dividende, einem Mischfonds mit Anleiheanteil von mindestens 50 Prozent.

Beliebt bleiben würden Deisenroth-Boström zufolge auch andere Mischfonds, etwa der Arero Weltfonds. Der vom Mannheimer BWL-Professor Martin Weber entwickelte Fonds investiere in Aktien, Renten und Rohstoffe und habe seit Jahresanfang bereits um 6,8 Prozent zugelegt, in den vergangenen drei Jahren seien es 6,6 Prozent im Jahr gewesen.

Höhere Umsätze habe Duisberg auch im DWS Concept Kaldemorgen registriert, einem Total Return-Fonds. Der setze auf Aktien und Anleihen in Verbindung mit Währungs- und Absicherungsstrategien mit dem Ziel einer angemessene Beteiligung an steigenden Märkten, einem gewissen Schutz bei fallenden Märkten und möglichst geringen Schwankungen. Im laufenden Jahr komme der Fonds auf ein Plus von 5 Prozent, in den vergangenen drei Jahren seien es 3,7 Prozent im Jahr gewesen.

Deutsche, europäische und internationale Aktienfonds würden mal gekauft, mal verkauft. Zuflüsse melde Deisenroth-Boström zum Beispiel für den DWS German Small/Mid Cap und den Siemens Global Growth. Auf den Verkaufslisten stünden hingegen der Threadneedle European Smaller Companies, der Fidelity Funds European Growth, der Carmignac Investissement und der DWS Top Dividende.

Gute Umsätze würden weiter den Handel mit asiatischen Aktien prägen, wie Deisenroth-Boström feststelle - nun aber in beide Richtungen. "Die versöhnlichen Töne der Protagonisten beim Thema Handelsstreit reichen den Anlegern offensichtlich nicht mehr, um im chinesischen Markt einzusteigen", bemerke die Händlerin. Die Kauflaune vom letzten Monat sei deutlich abgeebbt.

Der chinesische Aktienmarkt, gemessen am CSI 300, habe im Januar und Februar kräftig zugelegt, trete seitdem aber auf der Stelle. Zugegriffen werde etwa beim Comgest Growth China und beim Fidelity Funds Emerging Asia, abgegeben würden der Fidelity Funds China Focus und der DWS Top Asien.

Wie immer hohe Umsätze melde Duisberg für Immobilienfonds. Abermals liquider zeige sich Duisberg zufolge der CS Euroreal, der sich seit Mai 2012 in der Abwicklung befinde. "Da gab es gerade eine weitere Ausschüttung." Sehr viel liquider als zuvor sei dem Händler zufolge der Wertgrund WohnSelect. Weitere viel gehandelte Fonds seien der Deka-Immobilien Europa (ISIN DE0009809566 / WKN 980956), grundbesitz europa, hausInvest, UniImmo Deutschland (ISIN DE0009805507 / WKN 980550) und Fokus Wohnen Deutschland. (Ausgabe vom 28.03.2019) (29.03.2019/fc/a/f)





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