Forum One - VCG Partners Vietnam Fund: Vietnam profitiert vom Handelsstreit zwischen USA und China - Fondsanalyse


10.08.18 12:30
VinaCapital

Ho Chi Minh City (www.fondscheck.de) - Vietnam zieht eine positive Bilanz des ersten Halbjahres 2018: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 7,1 Prozent, während der Leistungsbilanzüberschuss bei über 5 Prozent des BIP lag, so Thu Nguyen, Managing Director bei VinaCapital, Ho Chi Minh City, und Managerin des Forum One - VCG Partners Vietnam Fund (ISIN LU1214545136 / WKN A2AC5H).

Gleichzeitig sei die Inflation mit durchschnittlich gut 3 Prozent unter Kontrolle geblieben. Diese wirtschaftliche Ausgangslage könnte sich mit der Eskalation der Handelsspannungen zwischen den USA und China noch weiter verbessern. Ein langwieriger USA-China-Handelskrieg würde Vietnam zu Gute kommen, weil sich die fortschreitende Verlagerung der Produktion von China nach Vietnam beschleunigen würde.

Als die USA Mitte Juni gedroht hätten, zusätzliche Zölle im Wert von 200 Mrd. Dollar auf chinesische Importe einzuführen, habe der Chinesische Yuan abrupt 6 Prozent an Wert verloren. Obwohl der Streit zwischen Washington und Peking auch den vietnamesischen Dong seit Jahresbeginn um 2,5 Prozent belastet habe, würden die Experten davon ausgehen, dass die Auseinandersetzungen die laufenden Bemühungen der Unternehmen zur Verlagerung von Produktionsstätten von China nach Vietnam beschleunigen würden. Multinationale Firmen wie Foxconn, Samsung und Daikin würden bereits neue Fabriken in Vietnam eröffnen - auch, weil sich die chinesischen Fabriklöhne in den letzten sieben Jahren verdoppelt hätten.

Insgesamt seien die Löhne in Vietnam um zwei Drittel niedriger als in China. Die Qualität der vietnamesischen Arbeiter sei laut einer Umfrage der japanischen Regierung jedoch vergleichbar mit der von chinesischen Arbeitern. Aus diesen Gründen würden es chinesische Produktionsunternehmen vorziehen, ihre Fabriken lieber nach Vietnam zu verlagern als in jedes andere Land. Mit den Handelsspannungen zwischen den USA und China und zur Vermeidung von US-Zöllen hätten die Unternehmen jetzt einen weiteren Grund, die Produktion nach Vietnam zu verlagern.

Außerdem hätten die USA in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um eine besondere Beziehung zu Vietnam aufzubauen. Auslöser hierfür sei vor allem der rückläufige Einfluss der USA in Asien im Zuge des Wachstums Chinas. Daher sei es unwahrscheinlich, dass Vietnam in irgendeiner Eskalation ins Visier genommen werde.

Der Großteil der zusätzlichen ausländischen Direktinvestitionen, die aufgrund eines Handelskrieges zwischen den USA und China nach Vietnam fließen würden, werde aufgrund der engen geographischen Nähe Vietnams zu den unterstützenden Lieferketten auf die Herstellung von Mobiltelefonen, Elektronik und anderen High-Tech-Produkten ausgerichtet sein. Die Herstellung von weniger anspruchsvollen Produkten (z.B. Kleidungsstücken), die keine komplizierten Lieferketten erfordern würden, verlagere sich bereits seit Jahren in Länder mit noch niedrigeren Löhnen wie Bangladesch.

Etwa zwei Drittel der High-Tech-Produkte, die die USA importieren würden, würden in China im Wert von etwa 250 Milliarden Dollar hergestellt. Die US-High-Tech-Importe aus Vietnam würden sich hingegen nur auf 8 Milliarden Dollar belaufen - eine enorme Lücke, die die Experten zuversichtlich mache, dass es genügend Spielraum für Wachstum gebe, zumal die USA ihre Abhängigkeit von China durch Diversifizierung in andere Länder reduzieren wollten. Laut Standard Chartered würden Vietnam und Malaysia zu den größten Gewinnern gehören.

Die Spannungen zwischen den USA und China würden Vietnams Börse und Währung unverhältnismäßig beeinflussen, da die Eskalationen die chinesische Währung unter Druck setzen würden und vietnamesische Investoren sehr besorgt seien über die Auswirkungen der Yuan-Abwertung auf die vietnamesische Wirtschaft.

Aufgrund der soliden makroökonomischen Fundamentaldaten seien die Experten vom weiteren positiven Wachstumspfad Vietnams überzeugt. Die in den letzten Wochen und Monaten stattgefundenen Korrekturen am Aktienmarkt würden für eine Partizipation nunmehr noch günstigere Allokationsvoraussetzungen bieten. (10.08.2018/fc/a/f)






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