Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF: Alle Ampeln auf Grün! ETF-Analyse


07.02.20 13:14
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nachhaltige Geldanlage boomt! Ein wichtiger Teilbereich innerhalb dieses Trends sind grüne Anleihen. Mit dem aktiv gemanagten Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF können Anleger an der Entwicklung dieser Anlageklasse partizipieren, berichten die Experten von Franklin Templeton.

Bis Ende September 2019 seien grüne Anleihen mit einem Volumen von fast 230 Milliarden Dollar auf den Markt gekommen - im Gesamtjahr 2018 seien es 171 Milliarden Dollar gewesen. Noch vor fünf Jahren seien es weniger als 10% des heutigen Volumens gewesen. Wie Anleger mit einem aktiv gemanagten ETF von diesem beginnenden Megatrend profitieren und dabei Gutes tun würden, würden die Experten von Franklin Templeton im folgenden Beitrag erläutern.

Die Experten von Franklin Templeton seien der Meinung, dass die Ampeln für diese Anlageklasse auch weiter auf "Grün" stünden: Trotz des starken Wachstums würden Green Bonds nur einen Bruchteil des gesamten Anleihemarktes ausmachen und die Zahlen würden im Vergleich zu den 6.000 Milliarden USD verblassen, die jährlich benötigt würden, um die Zukunft klimafest zu machen. Dabei steige die Nachfrage merklich schneller als das Angebot. Durchschnittliche Emissionen seien dreifach überzeichnet. Letztlich seien dies aber nur Ausprägungen, die sich aus einem größeren Trend ergeben würden, der gesellschaftlich getrieben sei. Um nur ein Beispiel zu nennen: In wenigen Jahren würden Millennials weltweit drei Viertel der arbeitenden Bevölkerung ausmachen und eine entsprechende Marktmacht sowohl als Konsumenten als auch als Anleger auf die Waage bringen. Zahllose Studien würden belegen, dass gerade die jüngere Generation den Klimawandel als das drängendste globale Problem sehe - noch vor Kriegen oder der Armutsbekämpfung.

Bei so genannten "grünen Anleihen" handle es sich um Kapitalmarktinstrumente, die zur Finanzierung von Projekten genutzt würden, welche einen positiven Einfluss auf die Umwelt und/oder das Klima hätten.

Den Green Bond Principles (GBPs) zufolge müsse der Emittent nachweisen, wo und wie die Erlöse eingesetzt würden, wie einzelne Projekte bewertet und ausgewählt würden und wie effektiv diese Investitionen hinsichtlich der CO2-Reduktion seien.

Die Climate Bond Initiative (CBI) sei mit dem Ziel gegründet worden, eine Taxonomie und einen Standardsatz an Grundsätzen sowie ein System für eine Zertifizierung durch Dritte zu entwickeln. Auch Ratingagenturen für Anleihen hätten Produkte auf den Markt gebracht, die eine Analyse der Umweltfreundlichkeit spezifischer Emissionen ermöglichen würden.

Emittenten, die eine Anleihe als "grün" auf den Markt bringen möchten, könnten diese in einem weiteren Schritt zertifizieren lassen. Eine solche Zertifizierung werde in der Regel von Dritten durchgeführt, die die Einhaltung der GBPs überprüfen würden. Zahlreiche Emittenten, deren Geschäftsmodell an sich eine kohlenstoffarme Zukunft unterstütze (sog. "grüne Pure Plays"), würden nicht unbedingt die GBPs erfüllen und ihre Anleihen würden häufig nicht offiziell als "grün" zertifiziert. Beispiele hierfür seien Unternehmen, die Solarmodule, Windturbinen oder Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge herstellen würden. Solche Unternehmen seien Teil der Anstrengungen zur Erreichung einer CO2-reduzierten Zukunft, und es werde weitläufig die Meinung vertreten, dass ihre Schuldtitel als mit ökologisch nachhaltigen Anlagezielen vereinbar angesehen werden sollten.

Die GBPs seien mit dem Ziel entwickelt worden, ein Rahmenkonzept für die Ausgabe grüner Anleihen für Unternehmen vorzugeben, die aus strategischer Sicht nicht klimaorientiert aufgestellt seien. Zum Zeitpunkt der Erarbeitung der Grundsätze habe es so gut wie gar keine Anleihen von "grünen Pure Plays" gegeben. Trotz der Umweltfreundlichkeit ihrer Geschäftsmodelle würden Schuldtitel von Pure-Play-Unternehmen nicht automatisch eine Zertifizierung als "grün" erhalten. In diesen Fällen sollten Anleger eine eigene Due-Diligence-Prüfung durchführen, um sich ein besseres Verständnis für die Verwendung der Erlöse, die Umweltbilanz des Emittenten und die allgemeine Umweltfreundlichkeit der Anleihe zu verschaffen.

Die Rückzahlung der meisten grünen Anleihen richte sich nicht nach einem einzigen erfolgreichen Projekt, sondern vielmehr nach den vom Emittenten erwirtschafteten Cashflows. Die Gewährleistung der Rückzahlungsfähigkeit des Emittenten sei daher die erste Hürde, die jede Anlage überwinden müsse. Eine Fundamentalanalyse könne dann mit einer Top-Down-Prüfung der CO2-Neutralisierungspläne eines Unternehmens sowie seiner allgemeinen Klimastrategie kombiniert werden, wobei Letztere wiederum Einblicke in die ökologische Nachhaltigkeit des verfolgten Geschäftsmodells biete.

In Kombination würden diese Analysen ein abgerundetes Bild der Eignung einer bestimmten Anleihe für eine Aufnahme in ein diversifiziertes Portfolio von Kreditwerten bieten.

Grüne Anleihen würden bereits heute ein wichtiges Instrument in dem Versuch darstellen, den CO2-Ausstoss der Weltwirtschaft zu vermindern, und sie dürften sich auch weiterhin eines rapiden Wachstums erfreuen. Allein die Klimaziele der EU würden während des kommenden Jahrzehnts jährliche Investitionen in Höhe von 180 Mrd. EUR erfordern. Allerdings werde nur ein Teil dieser Anleihen für eine Aufnahme in entsprechende grüne Indices infrage kommen.

Die Experten von Franklin Templeton seien davon überzeugt, dass ein Portfolio grüner Anleihen ein breiter gefasstes Mandat haben sollte. Anderenfalls würden die Schuldtitel von Unternehmen, die für das Wachstum der kohlenstoffarmen Wirtschaft von zentraler Bedeutung seien, ausgeschlossen.

Die Experten von Franklin Templeton würden bei ihrem Green Bond ETF daher eine aktiv gemanagte Strategie verfolgen, die nicht strikt an einen Index gebunden sei. Ein solcher Ansatz für Anlagen in grünen Anleihen erlaube es einem Portfoliomanager, gewisse Ermessensspielräume zu nutzen und dabei immer noch in Anleihen zu investieren, die klare ökologische und ökonomische Vorteile bieten würden. (Ausgabe 97 vom Februar 2020) (07.02.2020/fc/a/e)





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