Income-Barometer: Einblicke, wie sich Frauen und Männer rund um "das liebe Geld" unterscheiden


27.09.19 11:00
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Beim Sparverhalten gibt es auf den ersten Blick gar keinen so großen Unterschied zwischen Frauen und Männern, so die Experten von J.P. Morgan Asset Management.

Doch beim Anlegen hätten Frauen durchaus einigen Nachholbedarf, wie das Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management zeige. Für die Studie seien rund 8.200 Frauen und Männer aus sechs europäischen Ländern zu ihrem Spar- und Anlageverhalten im derzeit herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld befragt worden. Mit 50,9 Prozent weiblichen und 49,1 Prozent männlichen Befragten würden die Ergebnisse einen Blick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Geschlechtern rund um das Thema Geldanlage ermöglichen.

Fast genauso viele Frauen wie Männer würden sparen, nämlich 89,1 Prozent der weiblichen Befragten und 89,4 Prozent der Männer. Und beide Geschlechter würden ihr Geld vorrangig für "schlechte Zeiten" zurücklegen: 38 Prozent der Frauen würden für einen möglichen Notfall gegenüber 40 Prozent der Männer sparen. Dabei würden beide Geschlechter insbesondere auf Tagesgeldkonten (72,3 Prozent der Frauen und 73,1 Prozent der Männer) sowie Sparbücher setzen (55,2 Prozent der Frauen und 56,3 Prozent der Männer). "Dass nach wie vor so viele Befragte auf die klassischen Sparformen setzen ist umso erstaunlicher, als dass es in diesen Sparanlagen inzwischen seit zehn Jahren kaum noch Zinsen gibt, während die Inflation das Ersparte sukzessive aufzehrt. Die Unzufriedenheit mit den Erträgen ist entsprechend hoch", betone Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing & PR bei J.P. Morgan Asset Management.

Beim Blick auf die Kapitalmarktanlagen zeige sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern. Während mit 18,4 Prozent nur rund jede fünfte befragte Frau am Kapitalmarkt investiere, sei es bei den Männern mit 30,1 Prozent immerhin fast jeder Dritte. Auch hätten 21,6 Prozent der befragen Frauen angegeben, dass Sparanlagen unabhängig davon, ob die Zinsen steigen oder fallen würden, ihre erste Wahl seien; bei den männlichen Befragten seien dies nur 18,1 Prozent der Befragten. Frauen würden zudem deutlich weniger aktiv nach einer Alternative zu Sparanlagen am Kapitalmarkt suchen (11,0 Prozent der weiblichen Befragten im Vergleich zu 18,6 Prozent der Männer) oder hätten ihr Anlageverhalten als Reaktion auf die anhaltend niedrigen Zinsen seltener geändert (4,9 Prozent der Frauen im Vergleich zu 9,2 Prozent der Männer). Dabei seien laut Income-Barometer weniger Frauen mit den erzielten Sparerträgen zufrieden gewesen als Männer (39,6 Prozent der Frauen im Vergleich zu 41,5 Prozent der Männer).

Dass Frauen ihre Geldanlage nicht aktiver angehen würden, sei laut Pia Bradtmöller allerdings gefährlich: "Frauen haben demographisch gesehen eine besondere Notwendigkeit, mehr aus ihrem Geld zu machen. Sie haben eine längere Lebenserwartung als Männer und benötigen deshalb auch mehr Geld für ihren Ruhestand. Viele Frauen haben aber gleichzeitig geringere Einkommen, sei es durch Teilzeitarbeit oder den "Gender Pay Gap". Umso wichtiger ist es, dass sie ihr Geld am Kapitalmarkt für sich arbeiten lassen. Denn auch die Fokussierung auf eine finanzielle Abgesichertheit im Alter über den Partner ist eine trügerische Sicherheit, wenn heute rund 40 Prozent der Ehen geschieden werden."

Ein möglicher Grund für die Tatenlosigkeit der Frauen scheine zu sein, dass sie bei der Geldanlage weniger risikobereit seien als Männer: Mit 44,9 Prozent schätze sich fast die Hälfte der Frauen als "sehr sicherheitsorientiert" ein und sei gegenüber 35,4 Prozent bei den Männern deutlich häufiger bereit, auf Ertrag zu verzichten, wenn ihre Ersparnisse möglichst wenigen Schwankungen ausgesetzt seien. Als "etwas risikofreudig" würden sich lediglich 7,6 Prozent der Frauen bezeichnen, während im Vergleich mit 15,6 Prozent ein mehr als doppelt so hoher Anteil der Männer bereit sei, ein gewisses Maß an Schwankungen auszuhalten, um damit von der Ertragskraft des Kapitalmarkts profitieren zu können.

Laut Income-Barometer würden zudem weniger Frauen angeben, einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont für ihre Geldanlage zu haben: 46,7 Prozent der Frauen könnten auf ihr Geld drei bis sieben Jahre oder noch länger verzichten, während es bei den Männern 56,5 Prozent seien. "Da sich über die langen Anlagezeiträume die gefürchteten Schwankungen erfahrungsgemäß aufheben, ist es besonders sinnvoll, diesen Teil der Ersparnisse am Kapitalmarkt für sich arbeiten zu lassen", führe Bradtmöller aus.

Dass Frauen beim Thema Geldanlage nicht aktiver würden, könne auch an fehlendem Finanzwissen liegen: Jede vierte Frau und jeder fünfte Mann hätten angegeben, nicht zu investieren, weil sie das Thema nicht verstünden. Zudem hätten bei beiden Geschlechtern rund 40 Prozent der Befragten angegeben, zu wenig Geld zum Investieren zu haben, rund 22 Prozent hätten Angst vor den Schwankungen und möglichen Verlusten am Kapitalmarkt. Insgesamt sei die Zahl der Frauen, die auf die Fragen rund um die Geldanlage mit "weiß nicht" geantwortet hätten, höher gewesen als bei Männern, was auf eine gewisse Unsicherheit hinweise.

Dabei sei der Weg vom Sparen zum Anlegen gar nicht so schwer: "Aktiv verwaltete, flexible Mischfonds bieten bereits mit kleinen Anlagebeträgen eine breit gestreute, transparente Möglichkeit zur Geldanlage am Kapitalmarkt. Durch die Anlage über verschiedene ertragstarke Anlageklassen hinweg reduzieren sich Schwankungen und Risiko. Das baut auch für weniger börsenerfahrene Anlegerinnen und Anleger eine bequeme Brücke zum Kapitalmarkt, denn für das Fondssparen sind keine besonderen Vorkenntnisse nötig. Auch sollte zu wenig Geld für Kapitalmarktinvestments kein Hinderungsgrund sein, denn Mischfonds ermöglichen bereits mit regelmäßigen kleinen Einzahlungen, beispielsweise im Rahmen von Sparplänen, ganz einfach erste Schritte bei der Wertpapieranlage", erläutere Pia Bradtmöller.

Mit 65,1 Prozent würden allerdings zwei Drittel der Frauen nicht wissen, dass Dividenden und Zinszahlungen der Kapitalmarktinvestments unabhängig von Marktschwankungen erfolgen würden. Bei den Männern sei es mit 48,8 Prozent immerhin jeder zweite Befragte. Auch seien den Frauen viel seltener als Männern die Diversifizierungsvorteile eines Multi-Asset-Ansatzes bewusst (26,8 Prozent der Frauen im Vergleich zu 42,3 Prozent der Männer).

"Statt sich weiter über die niedrigen Erträge zu ärgern, sollten unzufriedene Sparerinnen und Sparer verstehen, dass ihnen ertragsorientierte Mischfonds auch im Niedrigzinsumfeld attraktive und regelmäßige Erträge bieten können und diese Fonds gleichzeitig das Marktrisiko managen", sage Pia Bradtmöller. "Und es gibt "Income"-Fonds - das ist englisch für "Einkommen" - die regelmäßig ausschütten, was die Fonds an Zinsen und Dividenden "verdient" haben. Die Ausschüttungen erfolgen unabhängig vom Marktumfeld. Dieses Wissen sollte diejenigen Sparer beruhigen helfen, die sich aufgrund der Marktschwankungen von Kapitalmarktinvestments abhalten lassen", so Pia Bradtmöllers Fazit.

J.P. Morgan Asset Management biete zwei Multi-Asset-Income-Fonds, die den Anlegern helfen könnten, auch im Niedrigzinsumfeld mit ihren Ersparnissen attraktivere Erträge zu erzielen:

Der J.P. Morgan Investment Funds - Global Income Fund biete seit über zehn Jahren ein flexibles und dynamisches Multi-Asset-Portfolio, das auf konsistente und attraktive regelmäßige Erträge abziele und langfristig zudem die Möglichkeit für Kapitalwachstum biete.

Der J.P. Morgan Investment Funds - Global Income Conservative Fund habe eine etwas defensivere Ausrichtung als der Income-Klassiker, werde aber vom selben Team nach der gleichen erfolgreichen Income-Strategie gemanagt. Die Ausschüttungen seien etwas niedriger, dafür sollte der Fonds etwas weniger Schwankungen unterworfen sein. (Ausgabe vom 26.09.2019) (27.09.2019/fc/a/f)





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