J.P. Morgan Global Income Fund: Günstige Bewertungen und Aufholpotenzial - Fondsanalyse


22.09.21 09:00
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Experten von J.P. Morgan Asset Management sind überzeugt, dass für ertragsorientierte Anleger weiterhin gute Zeiten zu erwarten sind.

"Während der Marktzyklus insgesamt bereits in eine mittzyklische Phase eintritt und viele Märkte über Vorkrisenniveau notieren, ist für den Income-Zyklus noch Luft nach oben", betone Jakob Tanzmeister, Investmentspezialist in der Multi-Asset-Solutions-Gruppe bei J.P. Morgan Asset Management. So sei die Aufholjagd der ertragsorientierten Anlageklassen noch lange nicht abgeschlossen und die fortgesetzte wirtschaftliche Erholung in immer mehr Ländern unterstütze weiterhin die Rotation an den Märkten. Zudem seien die Bewertungen noch nicht so ausgereizt wie beispielsweise im gleichen Zeitraum nach der Finanzkrise.

Tanzmeister räumt ein, dass der einfachste Teil der Erholung sowohl für den Aktienmarkt als auch für die Weltwirtschaft bereits hinter uns liegen mag und der Rest des Jahres für die Finanzmärkte durchaus volatiler ausfallen könnte, so die Experten von J.P. Morgan Asset Management. Trotzdem sehe er die Aussichten für das kurzfristige globale Wachstum nach wie vor als sehr robust an. "Auch wenn die Erholungsrally durch die aufgestauten Konsumausgaben nachlässt, erwarten wir, dass Staats- und Unternehmensausgaben diese Lücke schließen werden. Unser Kernszenario ist weiterhin ein über dem Trend liegendes Wachstum bis weit in das Jahr 2022 hinein und so bleibt noch Spielraum für eine weitere Aufwärtsbewegung bei Risikoanlagen", führe der Experte aus.

Um von diesem Umfeld zu profitieren, hätten die Income-Manager Michael Schoenhaut und Eric Bernbaum den J.P. Morgan Investment Funds - Global Income Fund (ISIN LU0395794307 / WKN A0RBX2, A (div) EUR; ISIN LU0840466477 / WKN A1J5UZ, A (dist) EUR) sowie sein nachhaltiges Pendant J.P. Morgan Investment Funds - Global Income Sustainable Fund (ISIN LU2279689587 / WKN A2QL40, A (div) EUR; ISIN LU2279689314 / WKN A2QL4Y, A (dist) EUR) seit Jahresbeginn prozyklisch und mit größerem Risikofokus ausgerichtet. "In Erwartung eines weiteren Anstiegs der Unternehmensgewinne haben sie sich beispielsweise für höhere Kurse an den Aktienmärkten gerüstet und die Aktienallokation weiter diversifiziert", fasse Tanzmeister die aktuelle Strategie zusammen.

Besonders positiv sähen die Experten derzeit die Entwicklung der Dividendenaktien, die zu Beginn der Pandemie sehr stark von den Märkten abgestraft worden seien. Im neuen Zyklus sollten die Dividenden im MSCI All Country World Index um 8 Prozent jährlich wachsen und über die nächsten fünf Jahre um 46 Prozent steigen. "Angesichts dieses enormen Potenzials gibt es keinen Grund, warum die Dividendentitel aktuell noch so günstig bewertet sind", wundere sich Tanzmeister.

Auch die gestiegene Inflation fürchte der Experte nicht. Um für das reflationäre Umfeld gerüstet zu sein, sei die Duration im Portfolio reduziert worden. So habe in der Allokation im Hochzinssegment ein Viertel der Titel eine Laufzeit von weniger als einem Jahr gehabt - wenn diese Anleihen auslaufen würden, könne man in neue Anleihen mit höheren Kupons reinvestieren. Insgesamt sehe Jakob Tanzmeister in diesem Umfeld große Chancen für zyklisch orientierte Mischfonds - sowohl historisch als auch in der anhaltenden Erholung.

Mit seinem breit gestreuten flexiblen Ansatz und der aktuellen prozyklischen und risikoorientierteren Ausrichtung habe der Global Income Fund in diesem Jahr bereits mehrfach neue Allzeithochs erreichen und 7,45 Prozent zulegen können (Stand: 10. September 2020). Die letzte Ausschüttung im August habe in der Anteilklasse A (div) EUR annualisiert 3,9 Prozent betragen (Ausschüttungen seien nicht garantiert). "Wir suchen weiterhin nicht die Positionen mit der höchsten Dividendenrendite, sondern mit langfristigem Wachstumspotenzial und ausgerichtet auf Zukunftsthemen", erläutere Jakob Tanzmeister die Anlagephilosophie, stets mit Risikofokus zu investieren, um die "optimalen" laufenden Erträge auszuschütten.

Ein wichtiges Zukunftsthema sei die Nachhaltigkeit, an der Investoren laut Tanzmeister heute nicht mehr vorbeikämen - nicht zuletzt, da Nachhaltigkeitsziele zunehmend in der Fiskalpolitik der Länder festgelegt seien. So werde dieses Megathema viele Branchen transformieren, was Chancen und Risiken mit sich bringe. "Es wird sich eine Schere zwischen Gewinnern und Verlieren öffnen und auf diese Disruption gilt es, vorbereitet zu sein. Wobei ein Investment nur, weil es "grün" ist, noch lange nicht rentabel sein muss", betone der Experte. So sei ein selektives Vorgehen wichtig und vor dem ESG-Hintergrund müsse umso sorgfältiger geprüft werden, ob die finanziellen und ausschüttungsorientierten Kriterien erreicht werden könnten.

"Um die notwendigen Daten zur Nachhaltigkeit zu ermitteln und ausnutzen zu können ist viel eigenes Research und eine besondere Expertise nötig. Nicht für alle Anlageklassen ist die ESG-Datenlage gleich gut, zudem ist es eine besondere Herausforderung, die Ergebnisse über Anlageklassen hinweg vergleichbar zu machen", führe Tanzmeister aus. Da zudem ESG-Ratings verschiedener Anbieter häufig sehr unterschiedlich ausfallen würden, sei eigenes Research unerlässlich. So sei viel Vorarbeit und ein langer Vorlauf nötig gewesen, bis J.P. Morgan Asset Management das Thema Nachhaltigkeit für die Multi-Asset-Income-Fonds habe umsetzen können.

Für die Kombination aus Nachhaltigkeit und Ertragskraft seien drei Säulen in den Investmentprozess der Income-Fonds integriert worden. Bereits seit dem 2. Quartal 2020 werde für alle aktiven Strategien die vollständige ESG-Integration, also die Berücksichtigung wesentlicher Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren im Investmentprozess, erfolgreich umgesetzt. So gebe es heute einen differenzierten ESG-Ansatz innerhalb jeder der mehr als zehn Anlageklassen, die für die Income-Strategie genutzt würden.

"ESG-Integration bedeutet, dass die ESG-Risiken die Entscheidungsfindung auf Einzeltitelebene beeinflussen können und sich auch in der Asset Allocation des Global Income Fund widerspiegeln. Es werden im Global Income Fund jedoch keine Wertpapiere systematisch anhand von ESG-Faktoren ausgeschlossen", betone Jakob Tanzmeister.

Seit Februar dieses Jahres werde die Income-Strategie um eine dezidiert nachhaltige Variante ergänzt: Im J.P. Morgan Investment Funds - Global Income Sustainable Fund würden zusätzlich zur ESG-Integration zwei weitere Säulen der Nachhaltigkeit umgesetzt. Einerseits gebe es normen- und wertbasierte Ausschlüsse von Sektoren, die nicht als nachhaltig angesehen würden - dazu würden Branchen wie Kohle, Atomkraft und Öl/Gas, Waffen, Tabak oder Glücksspiel gehören. Zudem würden Unternehmen ausgeschlossen, die gegen die "UN Global Compact"-Norm verstoßen würden. Und schließlich könnten Ausschlüsse auf Basis der ESG-Analysen der verschiedenen Investment-Teams erfolgen.

Als dritte Nachhaltigkeitsebene lege das Fondsmanagement einen besonderen Fokus auf solche Unternehmen, die überdurchschnittliche Nachhaltigkeitswerte ausweisen und beispielsweise helfen würden, die Energiewende zu gestalten. Um diese zu identifizieren, nutze das Management quantitative und qualitative Methoden sowie die globalen Research-Kapazitäten des Hauses. Im Vergleich zum Durchschnitt des Multi-Asset-Income-Investment-Universums könne der Global Income Sustainable Fund damit ein höheres ESG-Rating erzielen und weise signifikant geringere CO2-Emissionen auf - aktuell seien es 51 Prozent weniger. Die Überschneidung des nachhaltigen Income-Fonds mit dem Income-Klassiker liege aktuell bei rund 40 Prozent, sodass sich beide Fonds sinnvoll ergänzen könnten.

"Viele Anleger befürchten, dass der Fokus auf Nachhaltigkeit zulasten der Erträge gehen könnte. Doch haben sich beispielsweise in der Coronakrise viele Nachhaltigkeitsfonds stabiler als die breiten Indizes erwiesen", betone Jakob Tanzmeister. "Wir haben eine empirische Analyse mit realen Marktdaten durchgeführt, die belegt, dass ein ESG-Fokus historisch die Risiken von Abwärtsmärkten reduzieren konnte. Dies liegt nicht nur an den Umweltaspekten, sondern auch an einer starken Governance, also dass Unternehmen mit einer starken Kapitalbasis beispielsweise weniger Ausfälle verzeichnen müssen", erläutere der Experte. So sei es möglich, ohne nennenswerte Ertragseinbußen den CO2-Fußabdruck zu verringern. Entscheidend sei ein aktiver Investmentansatz verbunden mit einem mittel- bis langfristigen Zeithorizont, um die Vorteile des nachhaltigen Investierens realisieren zu können.

Das Multi-Asset-Income-Team von J.P. Morgan Asset Management sei kürzlich von Scope erneut mit der Bestnote "AAA" ausgezeichnet worden. Das Portfoliomanagement sei "personell hervorragend aufgestellt", die Branchenerfahrung der Manager "überdurchschnittlich hoch" und der Investment- und Researchprozess werde in Summe als "exzellent" bewertet. "Wir freuen uns, dass unsere langjährige Erfahrung im Management von Multi-Asset-Fonds sowie die Expertise unserer Multi-Asset Solutions-Teams so positiv gewürdigt werden. Gut gefiel den Analysten auch, dass der Income-Klassiker nun auch in einer nachhaltigen Variante angeboten wird - das ist eine tolle Bestätigung", freue sich Jakob Tanzmeister. (Ausgabe vom 21.09.2021) (22.09.2021/fc/a/f)





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