LBBW Multi Global R-Fonds: 06/2018-Bericht, Wertminderung von 0,71% - Fondsanalyse


11.07.18 15:10
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Multi Global R wird wie ein defensiver Mischfonds gemanagt, so die Experten von LBBW Asset Management.

Er investiere international in Pfandbriefe, Staats- und Unternehmensanleihen mit überwiegend guter bis sehr guter Bonität. Einen Schwerpunkt bilde dabei der Europäische Wirtschaftsraum. Durch die gezielte Auswahl von Unternehmensanleihen solle eine Mehrrendite gegenüber Staatsanleihen und Pfandbriefen erzielt werden. Die Aktienquote werde zwischen 0% und 30% gesteuert, abhängig von der Markteinschätzung.

Der Fokus bei der Titelselektion liege auf zukunftsrelevanten Themen (Megatrends) und Aktien mit stabilen Gewinntrends. Durch den Verkauf von Optionen könnten weitere Zusatzerträge generiert werden. Ziel sei eine nachhaltige Wertsteigerung unter geringen Kursschwankungen.

Politische Querelen hätten auch im Juni im Mittelpunkt der Märkte gestanden. Nur die Schwerpunkte hätten sich etwas verlagert, nachdem im Mai noch die Regierungskrise in Italien Hauptthema gewesen sei. Innenpolitisch habe der Migrationsstreit zwischen CDU und CSU dominiert, in der Außenpolitik habe Donald Trump mal wieder mit seinen Überlegungen zum Thema Strafzölle verunsichert. Zunehmend würden sich auch innerhalb der EZB Sorgen breit machen, dass die Handelspolitik ernsthafte Konsequenzen für die konjunkturelle Entwicklung haben könnte.

Am stärksten seien Unternehmen aus der Autobranche unter die Räder gekommen, da diese von einer Verschärfung des Handelsstreits besonders stark betroffen wären. Kurioserweise treffe dies auf Daimler und BMW deshalb zu, weil die Top-Seller in China SUVs seien, die in den USA gefertigt würden und somit unter die chinesischen Strafzölle auf US-Produkte fallen würden.

Nach dem wie erwartet verkündeten Tapering der QE-Käufe bis zum Jahresende habe in diesem Umfeld sogar die Bekanntmachung der EZB, die Zinssätze mindestens bis Sommer 2019 unverändert zu lassen, eine untergeordnete Rolle gespielt. Lediglich Bundesanleihen hätten profitiert, die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei wieder auf rund 0,30% zurückgefallen.

Die im Mai vorgebrachten Argumente für einen positiven Ausblick für Unternehmensanleihen würden unverändert gelten. Trotz der vorübergehenden Verunsicherung sollte sich der Konjunkturausblick in der zweiten Jahreshälfte wieder aufhellen. Voraussetzung hierfür sei natürlich, dass sich die Streithähne im Handelskonflikt wieder beruhigen würden.

Die paneuropäischen Aktienmärkte (STOXX Europe 50: -0,05%; STOXX Europe 600: -0,63%) und die Eurolandindices (EURO STOXX 50: -0,20% und EURO STOXX: -0,82%) hätten sich im Juni bis zur EZB-Sitzung positiv entwickelt, aber gegen Ende des Monats ins Negative gedreht. Der DAX habe überproportional um -2,4% nachgegeben.

Der LBBW Multi Global R habe im Monat Juni vor allem aufgrund der Schwäche bei den Aktien und des Kursrückgangs bei Edelmetallen etwas stärker nachgegeben. Die Performance im Monatsverlauf betrage -0,71%. Seit Jahresbeginn stelle sich das Ergebnis nun auf -1,40% bei einer Volatilität von 3,16%.

Auf der Rentenseite betrage die Duration inklusive Absicherungen rund 3,9 Jahre, in der Tendenz seien die bestehenden Absicherungen leicht gelockert worden. Der Schwerpunkt der Anlagen liege weiter im mittleren Laufzeitenband. Teuer gewordene Unternehmensanleihen würden weiterhin sukzessive getauscht in bessere Bonitäten wie z.B. Pfandbriefe. Daher habe sich der Bestand an Corporate Bonds nur leicht reduziert. Sie würden mit rund 53% aber weiterhin den größten Anteil am Rentenbestand bilden, gefolgt von Pfandbriefen mit ca. 29%. Die Marktrendite habe sich leicht auf 0,95% erhöht und das Durchschnittsrating bleibe bei einem Rating in der Kategorie A.

Der Kassenbestand habe sich erneut von 6,6% auf unter 4% reduziert. Der Anteil an Edelmetallen habe sich im Monatsverlauf bei 6,5% des Fondsvolumens eingependelt.

Die Aktienquote sei leicht auf 17,4% reduziert worden. Selektiv seien Prämieneinnahmen durch Optionen generiert worden. Den Schwerpunkt bilde mit rund 74% der Euroraum, gefolgt von Dänemark mit 14,3% und Schweden mit 5,7%. Den Branchenschwerpunkt würden weiterhin mit 16,1% die Industriewerte bilden, gefolgt von Banken mit 10,7% und den Versicherungen mit 10%. Die besten Aktien im Portfolio seien im Juni der dänische Dämmstoffhersteller Rockwool mit +11%, der dänische Medizinprodukte-Hersteller Coloplast mit +5,4% und der spanische Stromnetzbetreiber Red Electrica mit +4,7% gewesen. (Stand vom 29.06.2018) (11.07.2018/fc/a/f)






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DE0009766881 976688 102,70 € 92,96 €