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Total Return-Konzepte im Fokus


05.04.07 11:13
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Noch vor zwei Wochen war der Deutsche Aktienindex DAX unter 6.500 Punkte gefallen, in diesen Tagen hat er sich bereits wieder fest über der 7.000 Punkte-Marke etabliert, so die Experten von J.P. Morgan Asset Management.

Ähnlich sehe es beim EURO STOXX, Dow Jones-Index, S&P 500 oder Nikkei aus. Die Experten von J.P. Morgan Asset Management würden darin einen Hinweis sehen, dass sich die USA doch nicht in Richtung einer Rezession bewegen werde. "Wir rechnen nach wie vor mit einer sanften Landung der US-Wirtschaft", betone Ulrike Pfuhl, Expertin für Aktien- und Mischportfolios bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Sie unterstreiche, dass nach wie vor ein hohes Maß an Liquidität im Markt sei. "Die Zinssenkungsfantasien in den USA sind trotz der Korrekturen der letzten Wochen Marktkonsens. Dies sollte die Aktienmärkte weiter stabilisieren, denn bisher konnten die Märkte immer dann profitieren, wenn die US-Notenbank die Zinsen entweder konstant hielt beziehungsweise erste Zinssenkungen durchführte", erläutere Pfuhl.

Ein zusätzlicher Treiber sei das Transaktionsvolumen der angekündigten Übernahmen und Fusionen, das im letzten Jahr in Europa über 1,4 Billionen US-Dollar betragen habe und im ersten Quartal 2007 bereits ein Volumen von 488 Mrd. US-Dollar aufweise. In den USA habe es im Vorjahr in derselben Größenordnung gelegen und 2007 seien bereits Transaktionen von 641 Mrd. US-Dollar angekündigt. Finanziert würden diese Deals zum Großteil aus den hohen Liquiditätsbeständen der Unternehmen.

Die aktuellen Schwankungen an den weltweiten Aktienmärkten würden laut Marktexpertin Ulrike Pfuhl auf die gestiegene Unsicherheit der Anleger hinweisen. Kursbereinigungen wie in den letzten Wochen seien dabei ein notwendiges Übel, wenn sich die Börsen überkauft zeigen würden. "Das Volatilitätsniveau wird auch weiterhin ansteigen, denn es war in den letzten drei Jahren überdurchschnittlich gesunken. Nun bewegt es sich wieder in einem normalen Rahmen", betone die Aktienspezialistin.

Parallel sei die Risikotoleranz der Anleger stark angestiegen - "sie erreichte allerdings noch nicht die Höchststände wie vor großen Marktkorrekturen", relativiere Pfuhl. Nichtsdestotrotz werde jede einzelne Unternehmenskennzahl zum ersten Quartal, die in den nächsten Wochen zu erwarten sei, ebenso wie die Aussagen zu Makrodaten ganz genau zu beobachten sein, da sie heftige Reaktionen hervorrufen könnten.

In diesem unsicheren Umfeld würden Anleger nach Produkten mit geringer Volatilität suchen: "Sie wollen das stürmische Klima an den Aktienmärkten nicht in ihrem eigenen Portfolio spüren", sage Ulrike Pfuhl. "Dabei ist es unserer Erfahrung nach für viele Investoren von weniger Bedeutung, aus welcher Quelle Erträge stammen, als dass diese unabhängig von der Marktentwicklung erfolgen", betone die Marktspezialistin.

Eine Lösung für diese geänderten Anforderungen würden Total Return-Produkte bieten, denn sie würden absolute, positive Erträge anstreben. Basis dafür sei, dass sich die Fonds nicht länger an einem Marktindex orientieren würden - und entsprechend auch nicht dessen Schwankungen unterworfen seien. Die innovativen Total Return Fonds möchten vielmehr konsistente Erträge oberhalb der Geldmarktrendite erwirtschaften. Um dies mit einem relativ niedrigen Risikoprofil umzusetzen, sei die Anlagestrategie dieser Fonds sehr flexibel und weitgehend frei von Beschränkungen.

"Viele Total Return Fonds investieren in eine breite Palette von Anlageinstrumenten: so gelingt es, die Risiken breit zu streuen und Gewinnchancen an unterschiedlichen Märkten auszunutzen", erläutere Pfuhl. Durch diese Strategie könnten die Fonds nicht nur schnell auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren. Sie seien darüber hinaus relativ unabhängig vom klassischen Marktrisiko. Mit dieser Erweiterung der Entscheidungsmöglichkeiten lasse sich das Ertragsziel "Geldmarkt + x Prozentpunkte" auch in stürmischen Anlagezeiten über einen mittelfristigen Anlagehorizont relativ kontinuierlich umsetzen. Nicht nur für defensive Anleger seien Total Return-Fonds somit ein solides Basisinvestment.

In ihrem Workshop "Total Return Strategien" würden die Produktexperten von J.P. Morgan Asset Management unterschiedliche Konzepte vorstellen, diese voneinander abgrenzen und erläutern, welche besonderen Asset-Klassen im Rahmen von Total Return-Fonds genutzt werden könnten. (05.04.2007/fc/a/m)