US-Konjunktur Wiederaufschwung erwartet


25.01.07 12:00
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Gemäß den Experten von J.P. Morgan Asset Management haben die jüngsten Daten Anzeichen eines Wiederaufschwungs der US-Konjunktur zu Tage gefördert und damit entsprechend zu einer Aufwärtskorrektur der Wachstumsprognosen für das erste Quartal 2007 geführt.

"Ein Erreichen dieser Prognoseziele hätte zur Folge, dass die US-Notenbank FED von jeglichen Zinslockerungsmaßnahmen vorerst Abstand nehmen würde, was den Aktienmärkten einen kleinen Dämpfer verpassen könnte", so Karsten Stroh, Leiter des Aktienteams von J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.

Laut Stroh bleibe die globale Liquidität jedoch hoch: "Unser Maßstab für die weltweite monetäre Basis hat gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 10 Prozent zugelegt", so der Aktienexperte. Die Bank of Japan könnte die wichtigste Zentralbank sein, auf die es 2007 ein Auge zu werfen gelte, da das von ihr gewählte Tempo zur "Normalisierung" des Zinsniveaus weltweit einen entscheidenden Einfluss auf die Liquidität haben werde. "Wir rechnen damit, dass die japanischen Leitzinsen bis Ende des Jahres eventuell auf bis zu 1 Prozent ansteigen werden. Die FED dürfte sich derweil über weite Strecken der ersten sechs Monate in Zurückhaltung üben, bevor sie in der zweiten Jahreshälfte die Zinsen senkt", vermute Stroh.

Die Konsensschätzungen für das Gewinnwachstum in diesem Jahr würden sich für die vier Hauptregionen - USA, Japan, Eurozone und Großbritannien - auf 5 bis 11 Prozent belaufen. Diese Prognose spiegle gemäß Stroh die Erwartung einer sanften Landung im Konjunktur- und Gewinnzyklus wider. Die globalen Aktien würden im Vergleich zu Anleihen sowie anderen Anlageklassen nach wie vor einen attraktiven Eindruck machen, was darauf hindeute, dass die langjährige Aktienmarkthausse im Jahresverlauf anhalten dürfte. Der Wermutstropfen für Aktien bestehe zurzeit darin, dass sich die Märkte mittlerweile auf ungünstigem Terrain zu befinden scheinen, so die Experten von J.P. Morgan Asset Management.

Karsten Stroh erläutere: "Die Risikobereitschaft der Anleger hat gegen Ende 2006 stark zugenommen und erscheint allmählich überzogen, obgleich sie nach wie vor unter dem Niveau liegt, demzufolge eine deutliche Marktkorrektur zu erwarten wäre. Die Barpositionen der Anleger wurden seit August 2006 sukzessive reduziert und haben in der Zwischenzeit auf ihr langfristiges Durchschnittsniveau zurückgefunden. Hedgefonds schließlich haben Hinweisen zufolge ihre Aktiengewichtungen wieder kräftig erhöht, obwohl das Niveau ihrer Gesamtgewichtungen bislang nicht die Aussicht auf einen Markthöhepunkt widerspiegelt. Kurz gesagt, haben die Risikopositionen wieder zugenommen und die Kursrally an den Märkten macht kurzfristig einen etwas ausgereizten Eindruck."

Trotz einiger Vorbehalte halte der Aktienspezialist aber nach wie vor eine Übergewichtung von Aktien gegenüber Anleihen für sinnvoll: Die Fundamentaldaten der Dividendenpapiere seien auch nach der Rally im vierten Quartal weiter erfreulich. "Selbst wenn die Weltwirtschaft wie erwartet eine innerzyklische Verschnaufpause einlegen sollte, so rechnen wir für 2007 doch immer noch mit respektablen Aktienerträgen", so Stroh.

Er favorisiere Werte aus Kontinentaleuropa und US-amerikanische Large Caps: Die Attraktivität dieser Märkte basiere nach wie vor auf einem robusten Wirtschaftswachstum, ansehnlichen Unternehmensgewinnen, günstigen Liquiditätsbedingungen sowie attraktiven Bewertungen. "Staatsanleihen bieten dagegen ein begrenztes Wertpotenzial, urteilt man nach den realen Renditen, die an den vier Hauptmärkten weniger als 2 Prozent betragen. Die Renditen liegen damit unter dem Niveau, das im Einklang mit der These einer weichen Landung der US-Wirtschaft steht. Die jüngsten Kursrückgänge am Markt nach der Veröffentlichung guter Konjunkturdaten beweisen dies", schließe Stroh.

Mit Aktienfonds könnten Anleger auch in dieser Zyklusphase von den Marktentwicklungen profitieren: "Fonds ermöglichen ein Investment über Länder und Branchen hinweg, ohne zu tief in einzelne Entwicklungen einsteigen zu müssen", erläutere Christoph Bergweiler, Leiter Distribution Sales von J.P. Morgan Asset Management. Er betone, dass sich durch die breite Streuung auf verschiedene Unternehmen und Märkte das Risiko diversifizieren lasse. Da Standardwerte an Kernmärkten wie USA und Kontinentaleuropa derzeit sowohl im Vergleich zu ihrer eigenen Historie als auch zu Small-Caps sowie zu Anleihen sehr attraktiv aussehen würden und diese vergleichsweise weniger empfindlicher auf eine Verlangsamung von Wirtschaftswachstum und -dynamik reagieren würden, favorisiere er derzeit Large- und Mega-Caps.

"Der JPM Europe Dynamic Mega Cap Fund1 (ISIN LU0229245161 / WKN A0F64S) hat seit Auflegung im September 2005 über 27 Prozent erwirtschaftet und damit seinen Vergleichsindex, den Dow Jones STOXX 50-Index Total Return Net, um 9,4 Prozentpunkte übertroffen", freue sich Christoph Bergweiler. Um dieses Ziel zu erreichen, hätten die Fondsmanager die Aktien mit den attraktivsten Wachstums- und/oder Substanzeigenschaften identifiziert, wobei sie durch keinerlei Einschränkungen in Bezug auf Benchmark, Länder oder Sektoren gebunden seien. Risikokontrollen seien nicht auf relativer, sondern auf absoluter Ebene erfolgt. (25.01.2007/fc/a/m)