UniEuroAnleihen-Fonds: Q3/2019-Bericht, offensive Ausrichtung beibehalten - Fondsanalyse


21.10.19 12:00
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Konjunktursorgen und eine Eskalation im Handelskonflikt zwischen China und den USA sorgten im dritten Quartal für eine große Nachfrage nach Staatsanleihen, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniEuroAnleihen.

Für Rückenwind hätten zudem die hohen Erwartungen an die Geldpolitik gesorgt. Im September habe die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins gesenkt und ein erneutes Anleihen-Ankaufprogramm ab November beschlossen. Die Renditen europäischer Staatsanleihen seien auf ein Rekordtief gefallen. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign-Index hätten europäische Staatstitel im Berichtszeitraum um 3,8 Prozent zugelegt. Unternehmensanleihen, Pfandbriefe sowie Anleihen von staatsnahen Emittenten seien ebenfalls gefragt gewesen.

Im Fonds hätten die Experten die offensive Ausrichtung beibehalten. Der Fokus der Anlagen befinde sich im sieben- bis zehnjährigen Laufzeitenbereich. Bundesanleihen und französische Anleihen hätten die Experten weitgehend gemieden. Dagegen seien Staatsanleihen aus Finnland, den Niederlanden, Österreich und Belgien favorisiert worden. Zum Zeitpunkt des Kaufs seien dort rückläufige Renditeaufschläge gegenüber Bundesanleihen erwartet worden.

In Griechenland hätten die Experten bei einigen Neuemissionen von Staatsanleihen zugegriffen. Auch hätten sie Papiere aus Portugal und Spanien favorisiert, solche aus Italien hätten sie zunächst eher gemieden. Nach der Bildung einer neuen Regierung in Italien hätten die Experten jedoch italienische Staatsanleihen gekauft.

Bei Unternehmensanleihen seien attraktive Neuemissionen gezeichnet worden, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die EZB angekündigt habe, im Rahmen ihres neu aufgelegten Anleihekaufprogramms auch Unternehmensanleihen aufkaufen zu wollen. Zudem seien Optionen auf Zinsfutures geschrieben worden, um daraus Zusatzeinnahmen für den Fonds zu erzielen.

Darüber hinaus seien die Experten vor allem in Norwegischen und in Schwedischen Kronen aktiv gewesen, sowie im Schweizer Franken. Sie hätten auch Papiere in Saudi-Arabien, in der Türkei, in Montenegro, Kroatien und in Israel erworben. Nach einer guten Wertentwicklung seien diese Bestände zum großen Teil wieder verkauft worden.

Maßgeblich für die weitere Entwicklung an den europäischen Anleihenmärkten werde die auf geldpolitische Lockerung ausgerichtete Notenbankpolitik sowie die weitere Konjunkturentwicklung sein. (Stand vom 30.09.2019) (21.10.2019/fc/a/f)






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