UniEuroRenta-Fonds: Q3/2019-Bericht, offensive Ausrichtung beibehalten - Fondsanalyse


17.10.19 09:30
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Konjunktursorgen und eine Eskalation im Handelskonflikt zwischen China und den USA sorgten im dritten Quartal für eine große Nachfrage nach Staatsanleihen, so die Experten von Union Investment in ihrem Kommentar zum UniEuroRenta.

Allerdings sei die Schwankungsbreite an den Märkten erhöht gewesen. Die Verunsicherung habe auch die wirtschaftlichen Aktivitäten, etwa den Welthandel gebremst. Die Binnenkonjunktur in Europa habe sich im Berichtszeitraum stabil gehalten, sich aber gegen Ende des Quartals abgeschwächt. Für Rückenwind an den europäischen Anleihemärkten hätten abgesehen von einer Flucht der Anleger in als risikoarm eingeschätzte Wertpapiere die hohen Erwartungen an die Geldpolitik gesorgt.

Im September habe die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins gesenkt und ein erneutes Anleihen-Ankaufprogramm ab November beschlossen. Auch die US-Notenbank Federal Reserrve habe den Leitzins zwei Mal gesenkt und den Bilanzabbau gestoppt. Die Renditen europäischer Staatsanleihen seien in der Berichtsperiode auf ein Rekordtief gefallen. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign-Index hätten europäische Staatstitel um 3,8 Prozent zugelegt. Unternehmensanleihen, Pfandbriefe sowie Anleihen von staatsnahen Emittenten seien ebenfalls gefragt gewesen.

Im Fonds hätten die Experten die offensive Ausrichtung beibehalten. Der Fokus der Anlagen befinde sich im sieben- bis zehnjährigen Laufzeitenbereich. Bundesanleihen hätten die Experten weitgehend gemieden. Dagegen seien Staatsanleihen aus Finnland, den Niederlanden, Österreich und Belgien favorisiert worden, ebenso wie Anleihen aus Portugal und Spanien.

Staatspapiere aus Italien hätten die Experten zunächst gemieden, aber nach der Bildung einer neuen italienischen Regierung zugekauft. Außerdem hätten die Experten von ihnen als attraktiv eingeschätzte Emissionen von Unternehmensanleihen, Pfandbriefen und staatsnahen Emittenten sowie einige Länderanleihen gezeichnet. Darüber hinaus hätten sie Optionen auf Zinsfutures geschrieben, das heiße, die Experten hätten Optionen gegen eine Gebühr verkauft, um Zusatzeinnahmen für den Fonds zu erzielen.

Maßgeblich für die weitere Entwicklung an den europäischen Anleihenmärkten werde die auf geldpolitische Lockerung ausgerichtete Notenbankpolitik sowie die weitere Konjunkturentwicklung sein. Es sei davon auszugehen, dass die Anleihenkurse weiterhin gut unterstützt bleiben dürften. (Stand vom 30.09.2019) (17.10.2019/fc/a/f)






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