Velten Strategie Deutschland Fonds: Ohne Emotionen - Mit Wissenschaft und Plausibilität stur zum Ziel - Fondsanalyse


15.04.19 09:00
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Mit Forschung zur Überrendite: Für diesen Ansatz steht der Fonds Velten Strategie Deutschland, und gibt damit keinen Raum für Emotionen, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Dr. Robert Velten, Geschäftsführender Gesellschafter von Velten Asset Management, erläutere im Interview mit "ChampionsNews", warum er bei seiner Fondsstrategie auf evidenzbasierte Regeln sowie zehntausende Daten setze und wie er das Risiko im Aktienfonds steuere.

"ChampionsNews": Ein aktives Management bietet Vorteile und auch Herausforderungen. Welches Pro und Kontra sehen Sie bei aktiven Strategien?

Dr. Velten: Nur aktive Strategien rechtfertigen die Arbeit eines Vermögensverwalters. Das passive Herumsitzen auf dem, was alle machen, hingegen führt über kurz oder lang zur Konsolidierung auf wenige Anbieter, die sich gegenseitig darin überbieten, durchschnittlicher als der Durchschnitt zu sein. Kosten- und Größennachteile werden zur Auslöschung vieler Anbieter führen, die auf Passivität setzen. Aktive Strategien können demgegenüber auf intelligente Art vorhandene Möglichkeiten nutzen. Die wenigsten aktiven Manager tun es jedoch systematisch - deshalb haben die passiven Strategien wenig Konkurrenz. Sie sind besser als die meisten aktiven Manager, aber nicht besser als alle. Das Problem ist, dass man Kompetenz braucht, um herauszufinden, welcher Manager gute Aussichten hat. Man sollte sich nicht von Geschichten blenden lassen und stattdessen auf objektive Kriterien setzen. Zum Beispiel auf Wissenschaft und Plausibilität.

"ChampionsNews": Mit welchen Ansätzen steuern Sie das Risiko Ihrer aktiven Strategien? Und welche Rolle spielt das Marktumfeld darin?

Dr. Velten: Das Marktumfeld spielt für uns keine Rolle. Warum sollte es das auch? Das Marktumfeld ändert sich von einem Moment zum anderen unvorhersehbar wie ein Fähnchen im Wind. Daher beachten wir es nicht. Es ist, wie wenn man einen Spaziergang machen will: Prognostiziert man da vorher die Windrichtung? Oder lässt man bei wechselhaftem Wetter die Regenjacke zu Hause, nur weil gerade die Sonne zwischen zwei Wolken durchscheint? Ich jedenfalls nicht. Auf meinen Wanderungen durch die Winterwildnis Nordskandinaviens oder auf den Mont Blanc habe ich das gelernt - und auf die Finanzwelt übertragen. Zum Beispiel beim Risiko. In meiner Überzeugung spiegelt sich das Risiko nicht vollständig in der Volatilität wider. Es gibt zusätzliche Risiken, die sich vernünftig reduzieren lassen, wenn man sie kennt. Daher spielt die Volatilität für unser Risikomanagement eine untergeordnete Rolle. Stattdessen konzentrieren wir uns auf fundamentale Zahlen, also darauf, welches Wachstum, welchen Umsatz und welchen Gewinn die Unternehmen, in die wir investieren, tatsächlich haben. Wir prüfen das regelmäßig.

"ChampionsNews": Ihrer Fondsstrategie des Velten Strategie Deutschland liegen 24 neue Kennzahlen zugrunde. Sie sprechen auch von einem evidenzbasierten Aktienfonds. Ist die Aktienselektion bei Ihnen daher zu 100 Prozent wissenschaftlich analytisch? Spielen Emotionen und Erfahrung keine Rolle?

Dr. Velten: Emotionen und Erfahrungen spielen kaum eine Rolle. Sie sind zu subjektiv. Ich habe 20 Jahre Erfahrung am Aktienmarkt. Mein Studium habe ich durch Börsengewinne finanziert, später habe ich Wirtschaftswissenschaften an Hochschulen unterrichtet und Unternehmen beraten. All diese Erfahrungen sind in die Entwicklung der Strategie eingeflossen. Wesentlicher aber war etwas sehr Theoretisches: Mein Studium der Erkenntnistheorie. Manche mögen das für abgehoben und realitätsfern halten, aber man kann mit solchen Überlegungen im Gegenteil sehr genau sagen, welche Theorien wahrscheinlich realitätsfern sind und welche nicht. Viele Ansätze in der Fondsindustrie wirken praxistauglich und sind langfristig das Gegenteil: Sie müssten theoretisch funktionieren und tun das auch ein paar Jahre. Aber was passiert, wenn die Theorie, auf der sie letztlich basieren, gar nicht stimmt?

Bei uns ist das anders. Wir möchten etwas haben, das in Zukunft funktioniert - und sind sehr vorsichtig mit Theorien. Deshalb fahren wir verschiedene gründlich in der Praxis getestete und plausible Strategien in einer. Wir diversifizieren in einem großen Markt nach Daten, Algorithmen, Unternehmen und Branchen, um das Alpha möglichst sicher zu gewinnen - sollte uns das dennoch einmal nicht gelingen, dienen die echten Werte unserer 40 Unternehmen als Fallschirm. Optionen trauen wir ebenso wenig wie Emotionen. (Ausgabe 1/2019) (15.04.2019/fc/a/f)





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