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Währungsfonds: "unglaublicher Mist"


31.10.12 08:31
Der Fonds Analyst

Endingen (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Der Fonds Analyst" haben in ihrer aktuellen Ausgabe noch einmal Devisenfonds unter die Lupe genommen, die sie in ihren letzten Ausgaben vorgestellt haben.

"Unglaublicher Mist", so kurz und bündig falle die Analyse der Experten zum Thema Währungsfonds aus. Sie hätten bereits mehrfach über die desaströsen Ergebnisse bei Devisenfonds berichtet. Was auf dem Papier stets gut aussehe, halte dem Praxistest hingegen oftmals kaum Stand. Da auch die Experten in diesem Segment bisweilen danebengegriffen hätten, möchten sie ein kurzes Update zu ihren Empfehlungen geben.

Mit ihrer Kaufempfehlung des Intalus FX Alpha Fund (ISIN unbekannt/ WKN A1JS41) hätten die Experten zwar ebenfalls falsch gelegen. Dennoch müssten sie den Verantwortlichen zugestehen, dass die Handelsergebnisse bereinigt um die Kostenbelastungen infolge eines sehr geringen Fondsvolumens durchaus vorzeigbar seien. Allerdings sei das Schnee von gestern, denn der Fonds werde geschlossen und könne zumindest in dieser Hinsicht noch ein Vorbild für weitaus schlechtere Kandidaten gelten.

Der Berenberg Currency-Alpha-Universal-Fonds (ISIN DE000A0RGXP/ WKN A0RGXP), den die Experten in Ausgabe (Nr. 2/2010) vorgestellt hätten, habe seit seiner Auflage im Jahr 2009 10% seines Wertes eingebüßt. Damit sei die Kaufempfehlung nicht mehr gerechtfertigt, womit sich der Fonds in die Phalanx der Währungsfonds einreihe, die in großer Anzahl ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht würden.

Lediglich der DB X-Trackers Currency Carry ETF, der als "Notlösung" empfohlen worden sei, habe in den zurückliegenden drei Jahren wenigstens positiv punkten können - mit der höchsten Vola aller Devisenfonds. Für die Experten sei allerdings fraglich, ob man so etwas brauche.

Währungstradings gehören anscheinend mit zu der schwersten Disziplin für erfolgreiches Investieren, so die Experten von "Der Fonds Analyst". Wenn es noch nicht mal die Experten schaffen würden, wolle man sich lieber gar nicht erst vorstellen, wie viele Privatanleger beim Versuch von Währungsgeschäften bereits auf die Nase gefallen seien. Anleger sollten die Finger weg lassen. (Ausgabe 21 vom 29.10.2012) (31.10.2012/fc/a/f)