Das sind die Top-3-Fondskategorien 2016


25.05.16 09:26
FundResearch

München (www.fondscheck.de) - Die vergangenen Monate haben die Kapitalmärkte durcheinander gewirbelt, so die Experten von "FundResearch".

Ehemalige High-Flyer hätten starke Verluste hinnehmen müssen. An der Spitze stünden dagegen die Verlierer der letzten Jahre.

Mit dieser Entwicklung habe im letzten Jahr wohl kaum jemand gerechnet: 69 Prozent lege die Kategorie Aktienfonds Gold des FINANZEN FundAnalyzers (FVBS) im laufenden Jahr bereits zu - allein im April kämen 23,9 Prozent dazu. Die vergangenen Jahre hätten noch kein ganz anderes Bild abgegeben: 2015 habe ein Verlust von 15,9 Prozent zu Buche gestanden, 2013 sogar 50 Prozent. Ein ähnliches Bild ergebe sich für die Kategorien Aktienfonds Brasilien und Türkei. Beide hätten 2015 im zweistelligen Minus-Bereich abgeschlossen, 2016 würden sie dafür bisher 28,9 Prozent und 16,8 Prozent zulegen. Das reiche für Platz zwei und drei im Vergleich. Aktienfonds Russland und Lateinamerika würden mit einem Zuwachs von 15,3 und 14,6 Prozent das Bild vervollständigen. Auch die Kategorie Aktienfonds Lateinamerika habe im vergangenen Jahr ein Minus von 21,4 Prozent hinnehmen müssen. Eine positive Jahresbilanz habe die Peergroup zuletzt 2012 einfahren können.

Der größter Verlierer bisher sei die Kategorie Aktienfonds Biotechnologie. 21,9 Prozent würden die ehemaligen Spitzenreiter in diesem Jahr verlieren. 2014 habe sie noch ein Zuwachs von 44 Prozent verzeichnen und auch 2015 mit 19,7 Prozent im zweistelligen Bereich abgeschlossen werden können. Tief im Minus stünden auch italienische Aktienfonds. 11,5 Prozent würden sie einbüßen. Mit 7,2 Prozent in den roten Zahlen gehöre zudem die Kategorie Aktienfonds Deutschland zu den Verlierern des laufenden Jahres. Immerhin komme im April ein Plus von 0,3 Prozent hinzu. Nach wie vor stehe gut zwei Drittel der Fondskategorien des FINANZEN FundAnalyzers in den roten Zahlen.

"Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um in Goldaktien zu investieren", sei sich James Whithall, Fondsmanager bei Baker Steel, im Juli 2015 sicher gewesen. Und er sollte mit seiner Prognose Recht behalten. 110 Prozent lege der Earth Gold Fund im laufenden Jahr bisher zu. 2013 sei es für den 68,2 Millionen Euro schweren Fonds noch um 56,1 Prozent in den Keller gegangen. Und auch die darauffolgenden Jahre habe er in der Verlustzone geschlossen. Seit seiner Auflegung 2008 erziele er folglich auch nur ein Plus von 26,9 Prozent. Der Earth Gold Fund trage mittelfristig daher die FondsNote 4, sie messe das Risiko-Rendite Verhältnis über vier Jahre.

Zu den "schlechtesten" Fonds der Peergroup zähle der DJE Gold & Ressourcen Fonds (ISIN LU0159550077 / WKN 164323). Er schaffe 2016 bisher "nur" eine Wertentwicklung von plus 36,4 Prozent. Dafür sei es in den vergangen Jahren aber auch nicht so stark in den Keller gegangen. Folglich glänze er mit der FondsNote 1. 53,7 Millionen Euro seien in den Fonds investiert. Größter Fonds sei der BGF World Gold. Sechs Milliarden Euro hätten Anleger bereits investiert, im laufenden Jahr erziele er eine positive Wertentwicklung von 59,3 Prozent.

Brasilien stecke derzeit in einer tiefen politischen Krise. Zuletzt sei Präsidentin Rousseff wegen Verdacht auf Bestechlichkeit und Veruntreuung öffentlicher Mittel ihres Amtes enthoben worden - obwohl die Vermutung nicht habe bestätigt werden können. Investoren würden diese Entwicklungen bisher noch kalt lassen. Mit einer Wertentwicklung von 36,4 Prozent im laufenden Jahr führe der Deutsche Invest I Brazilian Equities die Kategorie Aktienfonds Brasilien an. Damit hole der 36,8 Millionen Euro schwere Fonds 2016 in vier Monaten beinahe den Performanceverlust von 39,3 Prozent aus 2015 wieder auf. Seit seiner Auflegung 2012 stehe er jedoch nach wie vor mit 37,3 Prozent im Minus. In drei Jahren gehe es in der Spitze um 57,2 Prozent in den Keller.

Der Nordea-1 Brazilian Equity trage dagegen die FondsNote 1. 23,5 Prozent kämen im laufenden Jahr hinzu, 17,7 Millionen Euro lägen im Fonds. 2014 und 2012, als viele Fonds Verluste eingefahren hätten, habe er noch im positiven einstelligen Bereich beenden können. Doch auch er stehe seit 2011 mit 24,7 Prozent im Minus. In drei Jahren gehe es maximal 50,1 Prozent in den Keller.

Die Türkei stehe politisch in zweifelhaftem Licht. Das scheine aber keinen Einfluss auf das Anlegerverhalten zu haben. Über ein Plus von 18,8 Prozent könne sich der HSBC GIF Turkey freuen. Und nicht nur das, über vier Jahre werde er mit der FondsNote 1 bewertet. Seit seiner Auflegung 2005 erziele der 55,4 Millionen Euro schwere Fonds ein Plus von 149,6 Prozent. Doch in drei Jahren stürze der Fonds auch schon mal 47,3 Prozent in der Spitze ab. Zu den größten Türkei-Aktienfonds gehöre der Parvest Equity Turkey Classic (ISIN LU0823433429 / WKN A1T80B). 64,3 Millionen Euro seien in den Fonds investiert. 2016 erziele er bisher ein Plus von 15,3 Prozent. Doch Vorsicht: Über vier Jahre trage er die FondsNote 5.

2014 und 2015 hätten sie noch zu den Top-Ten-Kategorien gehört, 2016 schreibe dagegen kein einziger Fonds der Kategorie Aktienfonds Biotechnologie bisher schwarze Zahlen. Mit einem Minus von 0,3 Prozent habe der Nordea-1 Senior Generations Equity die Nase vorn. Allein im April könne er 2,25 Prozent aufholen. Seit seiner Auflegung 2006 erwirtschafte er ein Plus von 24,9 Prozent. Mit der FondsNote 1 werde der SEB Concept Biotechnology bewertet. Im April erreiche er zwar einen Zuwachs von 2,5 Prozent, im laufenden Jahr stehe dennoch ein Wertverlust von 20,5 Prozent zu Buche. Seit seiner Auflegung 2000 gewinne der Fonds 111,8 Prozent hinzu. (Ausgabe vom 24.05.2016) (25.05.2016/fc/a/f)





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