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Afrika-Fonds - heterogene Performance unterstreicht Bedeutung der Asset-Manager-Selektion - Fondsnews


05.07.17 16:49
Absolut Research

Hamburg (www.fondscheck.de) - Afrikanische Aktien können angesichts der vergleichsweise geringen Korrelation mit den globalen und Schwellenländer-Aktien eine Alternative für institutionelle Investoren darstellen, so Absolut Research in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Wegen deutlicher Performance-Unterschiede einzelner afrikanischer Aktienfonds ist allerdings eine sorgfältige Selektion der Asset Manager von hoher Bedeutung. Absolut Research hat im Zuge der deutschen G20-Präsidentschaft, bei der die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas eines der Hauptthemen darstellt, die afrikanischen Aktienmärkte und die darauf spezialisierten Fonds, die durch ihre Bereitstellung von Kapital einen positiven Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung leisten können, genauer analysiert.

Über die letzten fünf Jahre liegt die Performance-Spannbreite der 28 von Absolut Research analysierten Afrika-Fonds auf Euro-Basis zwischen -6,8 und +7,7% p.a. Einzelne Fonds konnten im Beobachtungszeitraum teils deutliche Outperformances gegenüber der Benchmark erwirtschaften. Im Mittel liegt die annualisierte Rendite bei 0,1%. Im Vergleich zu globalen oder diversifizierten Emerging-Markets-Fonds ist die durchschnittliche Performance der Afrika-Fondsmanager damit nicht überzeugend. Unter Berücksichtigung der Kosten von durchschnittlich 2,3% p.a. erzielten die Manager ein negatives Alpha von 170 Basispunkten jährlich. Im Vergleich dazu waren die Manager von Emerging-Markets- und globalen Aktienfonds hingegen in der Lage, im Mittel ein positives Alpha zu erwirtschaften. Bei einem Nischeninvestment, wie es afrikanische Aktien sind, kommt der Selektion eines fähigen und erfahrenen Fondsmanagements daher entsprechend hohe Bedeutung zu.

"Die starke Divergenz macht deutlich, dass insbesondere in Märkten, die sehr stark von einzelnen Ländern und Sektoren abhängen, aktives Management dem Anleger einen Mehrwert bieten kann", so Michael Busack, Geschäftsführender Gesellschafter, Absolut Research GmbH.

Das niedrige Volumen der Afrika-Fonds von zusammen 976 Mio. Euro spiegelt das vergleichsweise geringe Gewicht des afrikanischen Kapitalmarktes wider. Die gesamte Marktkapitalisierung Afrikas beträgt per Ende Mai 2017 1,48 Billionen US-Dollar. In Relation zur weltweiten Marktkapitalisierung ist dies ein Anteil von lediglich knapp 2%. Damit liegt der Wert aller afrikanischen Unternehmen nur rund 150 Mrd. US-Dollar über dem Wert der 30 DAX-Konzerne. Mehr als 70% der Marktkapitalisierung entfallen auf den südafrikanischen Kapitalmarkt. Entsprechend weisen viele Afrika-Aktienindices eine starke Gewichtung in südafrikanischen Aktien auf. Andere versuchen, durch die Begrenzung dieses Übergewichts ein geographisch breiter aufgestelltes Exposure zu erhalten.

Die Korrelationen der Afrika-Indices, die Südafrika enthalten, zum MSCI World liegen im Mittel um den Wert von 0,75. Trotz der fortgeschrittenen Entwicklung Südafrikas und der entsprechend höheren Integration der dortigen Kapitalmärkte ist die Korrelation der afrikanischen Aktien zum MSCI World damit rund 10 Prozentpunkte geringer als beim MSCI Emerging Markets. Gegenüber diesem Index liegt die Korrelation der Afrika-Indizes bei rund 0,8. Lediglich der MSCI EFM Africa ex-ZA sticht heraus, der deutlich niedrigere Korrelationen zu beiden Indices aufweist. (05.07.2017/fc/n/s)