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Allianz verzeichnet im Fondsgeschäft Rekordzuflüsse - Fondsnews


16.02.18 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Versicherungskonzern Allianz hat im vergangenen Jahr in seinem Fondsgeschäft ein hohes Nettomittelaufkommen verbucht, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Asset-Management-Sparten Allianz Global Investors und PIMCO hätten unter dem Strich rund 150 Milliarden Euro eingesammelt - Rekord! Das für Dritte verwaltete Vermögen sei auf 1,45 Billionen Euro geklettert, habe das Münchener Unternehmen mitgeteilt.

"Das Jahr 2017 war ein Meilenstein für den Geschäftsbereich Asset Management", habe Jacqueline Hunt, im Allianz-Vorstand zuständig für den Fondsbereich gesagt. Der Umsatz der Sparte sei um mehr als sechs Prozent auf 6,4 Milliarden Euro geklettert. Auch das operative Ergebnis habe das Haus steigern können: Er sei um gut zehn Prozent auf 2,4 Milliarden Euro geklettert. Die Aufwands-Ertragsquote (Cost-Income-Ratio) habe sich auf 62 Prozent verbessert. Einem Euro Umsatz hätten also 38 Cent Gewinn gegenübergestanden.

Insbesondere die US-Gesellschaft PIMCO scheine ihre Krise damit endgültig überwunden zu haben. Im Jahr 20114 habe Co-Gründer und Starmanager Bill Gross das Unternehmen im Streit verlassen. Anleger hätten massiv Mittel von dem strauchelnden Fonds des Starmanagers abgezogen. Nach dem Abgang hätten sich die Abflüsse fortgesetzt.

Auch sonst sei das Geschäft des Versicherungsriesen rund gelaufen. Trotz der teuren Wirbelstürme im Herbst in Amerika habe die Gruppe ein operatives Ergebnis von elf Milliarden Euro erzielt. Der Konzern habe damit leicht die Erwartungen der Analysten übertroffen, aber im Rahmen der selbst gesteckten Prognose gelegen. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn sei hingegen leicht um zwei Prozent auf 6,8 Milliarden Euro gesunken.

Die hohen Mittelzuflüsse im Fondsbereich sowie Zuwächse in der Lebensversicherung hätten Einbußen in der Sachversicherung wettgemacht. Negativ zu Buche habe auch der Verkauf der Oldenburgischen Landesbank mit 210 Millionen Euro geschlagen. Die Aktionäre sollten trotz des gesunkenen Nettogewinns eine höhere Dividende erhalten. Für das laufende Jahr gebe sich die Allianz-Führung vorsichtig. Vorstandschef Oliver Bäte habe abermals ein operatives Ergebnis von rund elf Milliarden Euro in Aussicht gestellt. (16.02.2018/fc/n/s)