BVI-Statistik: Flossbach von Storch räumt kräftig ab - Fondsnews


17.05.19 14:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das junge Jahr lief für Asset Manager gut an - dank Spezialfonds, denn aus Publikumsfonds floss Geld ab, wie aktuelle Absatzdaten zeigen, so die Experten von "FONDS professionell".

Profitiert hätten als Produktgruppe lediglich Immobilienportfolios. Bei den Anbietern könne Flossbach von Storch brillieren.

Die deutsche Fondsbranche habe im ersten Quartal des laufenden Jahres netto 24,5 Milliarden Euro an Mittelzuflüssen generiert. Das gehe aus der jüngsten Absatzstatistik des Branchenverbandes BVI hervor. Die Zahl, welche zum ersten Mal nach Umstellung auf die neue vierteljährliche Erhebung veröffentlicht worden sei, verdecke aber, dass der Absatz bei offenen Publikumsfonds eingebrochen sei. Laut BVI hätten Anleger hier Anteilscheine im Wert von 2,2 Milliarden Euro zurückgegeben. Die in Summe dennoch positiven Mittelzuflüsse würden auf dem Plus bei offenen Spezialfonds (+23,8 Mrd. Euro) und den freien Mandaten (+2,2 Mrd. Euro) basieren.

Trotz der Mittelabflüsse gebe es eindeutige Gewinner unter den einzelnen Asset Managern. Spitzenreiter sei Flossbach von Storch. Der Kölner Vermögensverwalter habe 1,12 Milliarden Euro einsammeln können. Union Investment sei auf ein positives Ergebnis von etwas mehr als einer Milliarde Euro gekommen. Dagegen hätten iShares, die ETF-Tochter des globalen Branchenführers BlackRock, sowie Allianz Global Investors und die DWS Federn lassen müssen.

Der Grund für die Mittelabflüsse bei den für Privatanleger aufgelegten Portfolios seien die Entnahmen aus Rentenprodukten. Diese würden sich auf 3,3 Milliarden Euro belaufen, so der BVI. Auch aus Geldmarktfonds und Produkten der Kategorie "Sonstige" seien Gelder abgeflossen. Selbst für die langjährigen Verkaufsrenner Mischfonds hätten die Gesellschaften unter dem Strich Abflüsse von rund 50 Millionen Euro gemeldet. Gefragt seien dagegen Aktienfonds (+1,4 Mrd. Euro) und vor allem offene Immobilienfonds (+3,0 Mrd. Euro) gewesen.

Welche Gesellschaften hätten im ersten Quartal 2019 das meiste Geld eingesammelt? Und wer müsse stattdessen Abflüsse hinnehmen? Wie habe sich der Markt insgesamt entwickelt?

Mischfonds als langjährige Verkaufsschlager hätten sich im ersten Drei-Monats-Intervall geschlagen geben und Mittelabflüsse hinnehmen müssen. Dagegen hätten Immobilienfonds ganz oben in der Anlegergunst gestanden, Rentenfonds indes seien abgestoßen worden.

Gemessen an der Höhe des insgesamt verwalteten Vermögens lägen Aktienportfolios nach wie vor weit vorne.

Offene Spezialfonds würden für die Asset Manager die wichtigste Kategorie bleiben. Ihnen sei erneut und mit Abstand das meiste Geld zugeflossen - in dem Fall vonseiten diverser Versicherer und Pensionskassen.

Das unterstreiche auch die aktuell verfügbare Statistik über die Verteilung der Anlegergelder. Der größte Batzen liege in den offenen Spezialfonds.

Flossbach von Storch toppe die Liste der Gesellschaften mit den höchten Mittelzuflüssen - dank seines Flaggschiffs Multiple Opportunities und dem Multiple Opportunities II. Union Investment habe dagegen mit seinem Aktienfonds UniGlobal bei Anlegern punkten können. Bei Acatis habe der Mischfonds Acatis Gané Value Event für frisches Anlegergeld gesorgt.

Die hohen Mittelabflüsse bei iShares würden auf massiven Verkäufen von drei ETFs beruhen: Auf den EURO STOXX 50, den EURO STOXX Banks und den DAX. Das Ergebnis von Allianz Global Investors habe unter Rückgaben beim Allianz Income and Growth in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro gelitten. Allerdings werde dieser Fonds gerade auch international vertrieben, etwa in Asien, sodass nicht klar sei, wo die Gelder abgeflossen seien.

Bei der DWS hätten Anleger Anteilscheine an Geldmarkt- und geldmarktnahen Fonds zurückgegeben. Dagegen hätten bekannte Portfolios wie der DWS Concept Kaldemorgen oder der DWS Top Dividende Gelder einsammeln können. Die Deka habe Rückgaben bei Rentenportfolios hinnehmen müssen, während in den offenen Immobilienfonds Deka-Immobilien Europa (ISIN DE0009809566 / WKN 980956) sowie Dividenden-Produkte Geld geflossen sei. (17.05.2019/fc/n/s)





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