Bitcoin an der Börse: Alle Krypto-ETPs auf einen Blick


21.04.21 14:55
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Ohne "Wallet" und "Private Key" auf Digitalwährungen setzen? Börsengehandelte Anlageprodukte machen es möglich, so die Experten von "FONDS professionell".

FONDS professionell ONLINE zeige, welche ETPs auf Bitcoin, Etherum und Co. mittlerweile an der Deutschen Börse gelistet seien.

Die Zahl der börsengehandelten Anlageprodukte (Exchange-Traded Products, ETPs) auf Kryptowährungen in Frankfurt steige und steige. Ende März habe Vaneck ein ETP auf Ethereum auf Xetra listen lassen. Mitte April seien zunächst die ETC Group mit einem Produkt auf Litecoin und dann Wisdomtree mit einem Bitcoin-ETP gefolgt.

Damit steige die Zahl der auf Xetra handelbaren Krypto-Schuldverschreibungen binnen weniger Wochen von sechs auf neun. In naher Zukunft folge Nummer zehn: Iconic Funds habe angekündigt, die Genehmigung für ein Bitcoin-ETP bekommen zu haben. Das Vehikel solle in der letzten Aprilwoche seinen Börsenstart in Frankfurt feiern.

Wie groß der Boom in dieser Nische sei, lasse sich an einer anderen Zahl ablesen: Im größten Krypto-ETP, das an der Frankfurter Börse gehandelt werde, stecke mittlerweile gut eine Milliarde US-Dollar. Dabei sei dieses Vehikel, das den Bitcoin-Kurs nachvollziehe, erst im Juni vergangenen Jahres auf Xetra notiert worden - als erstes Kryptowährungsprodukt im ETP-Segment.

Quelle: Deutsche Börse, Stand: 16.4.2021

Bei den Krypto-ETPs handele es sich um börsennotierte Inhaberschuldverschreibungen, auch ETN genannt. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten wäre das Geld der Anleger gefährdet - anders als bei einem ETF oder einem herkömmlichen Publikumsfonds. Allerdings seien viele ETNs "physisch besichert". Im Fall der Fälle hätten die Anleger Anspruch auf die Auszahlung der hinterlegten Vermögenswerte.

Der US-Anbieter Wisdomtree beispielsweise schreibe, er beauftrage "sichere Cold-Storage-Einrichtungen" mit der Verwahrung. Ein Kooperationspartner sei der Handelsplatz Coinbase, der jüngst mit einem fulminanten Börsengang für Schlagzeilen gesorgt habe.

Die Krypto-ETPs würden es Anlegern erlauben, auf die Preisentwicklung der Digitalwährungen zu setzen, ohne selbst Bitcoin und Co. halten zu müssen. Sie müssten sich kein eigenes "Wallet" einrichten oder den privaten Zugangsschlüssel aufbewahren, sondern würden sich die Kryptowerte über einen Umweg ins normale Wertpapierdepot holen. Die ETPs hätten aber auch einen Nachteil: Für sie würden jährliche Gebühren anfallen. (21.04.2021/fc/n/m)