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ETF: Mehr als nur eine Mode


10.12.19 12:30
Moventum

Luxembourg (www.fondscheck.de) - Exchange Traded Funds, so genannte ETFs, gehören derzeit zu den am stärksten nachgefragten Fonds, so die Anlageexperten der Luxemburger Fondsplattform Moventum.

Immer mehr Berater würden die kostengünstigen Anlagevehikel in die Portfolios ihrer Kunden empfehlen. Dabei seien allerdings wichtige Details zu beachten. "Nicht jeder ETF ist ein automatischer Anlageerfolg", sage Sabine Said, Executive Vice President von Moventum S.C.A.. "Das entscheidende Kriterium ist die Beratung in der Auswahl, Gewichtung und Diversifikation."

"ETFs sind Produkte, mit denen sich in der Geldanlage viele Ziele hervorragend erreichen lassen, wenn man sie gekonnt einsetzt. Außerdem bieten sie dadurch, dass sie an der Börse gehandelt werden, Flexibilität bei der Liquidität und Transparenz in Sachen Performance", sage Said. Vor allem langfristige Strategien, etwa auch als Sparplan, würden sich mit den Fonds gut umsetzen lassen. "Weil die Kosten geringer ausfallen, kommt in der Regel ein größerer Teil der Marktrendite beim Kunden an", so Said. Und in Zeiten niedriger oder negativer Zinsen würden schon wenige zehntel Prozent oft den Unterschied zwischen "Geld gewonnen" oder "Geld verloren" ausmachen. ETFs würden als passives Produkt den Zugang zu Aktien, Anleihen oder anderen Anlageklassen wie beispielsweise Rohstoffen bieten. In der Regel würden ETFs anstreben, die Marktrendite einzufahren. Sie würden deshalb gängige Indices abbilden: Entweder indem sie selbst die entsprechenden Aktien in der gleichen Gewichtung wie im Index kaufen würden. Oder indem sie auf Derivate setzen würden, die ebenfalls den Index abbilden würden.

"Wenn also der DAX vier Prozent plus macht, sollte ein DAX-ETF in der gleichen Größenordnung liegen", so Said. Weil für die Verwaltung der ETFs Kosten entstünden, liege die reale Rendite in der Regel etwas darunter. Dafür würden Anleger ein je nach abgebildetem Index recht stark diversifiziertes Produkt erhalten. Noch besser sei es aber, verschiedene ETFs oder Anlageklassen nach den persönlichen Zielen und der persönlichen Risikobereitschaft in seinem Depot durch kompetente Unterstützung auszuwählen. "Dabei ist es allerdings wichtig, nicht nur einen ETF zu kaufen, sondern auch hier noch einmal zu streuen. Also aus einem passiven Produkt einen aktiven Ansatz für das persönliche Depot zu machen", sage Said. Denn gerade die bereits vorhandene Streuung verleite manchen Privatanleger dazu, sich auf die mehr oder weniger eingebaute Risikominimierung zu verlassen. "Das aber kann nach hinten losgehen, wenn der ETF einen recht engen Markt abdeckt oder gar auf Spezialindizes aufgesetzt wird", so Said.

Wer etwa einen ETF auf den MSCI World Index nutze, habe tatsächlich bereits viele Regionen, Branchen und Unternehmensgrößen im Depot. Wer nur den DAX abbilde, gehe aber ein Deutschland-Risiko ein, sei also von der Performance eines einzigen Marktes abhängig. "Immer mehr ETFs werden auch auf eigens dafür geschaffene, sehr spezielle Indizes aufgelegt", sage Said. "So lassen sich Themen, die gerade in Mode sind, auch über ETFs abbilden." Nicht alle diese Indices würden allerdings die Anforderungen an Risikostreuung erfüllen oder seien noch so kostengünstig, wie die ETFs auf Standardmärkte.

"Entscheidend ist bei der Auswahl der ETFs fürs Portfolio auch die Qualität der Beratung beziehungsweise die Qualität des Managements in auf EFT basierenden Vermögensverwaltungen", sage Said. Ein guter Berater oder Vermögensverwalter kenne die Unterschiede zwischen den einzelnen ETF-Arten, könne die am besten geeigneten auswählen und kenne vor allem die Ziele des Kunden. "Auch aus ETFs gebaute Portfolios müssen zum Kunden passen", sage Said. "Und niedrigere Kosten allein sind kein Argument, etwa einen bereits überteuerten Markt zu kaufen." Auf solche Gefahren weise ein Berater hin. Für diese sei es dann wiederum entscheidend, aus einer großen Auswahl schöpfen zu können und eine schnelle und einfache Abwicklung in der Hinterhand zu haben. "Der Kunde will Bequemlichkeit, preisgünstige Produkte, eine Abwicklung ohne Mühe und ein Portfolio, das Risiken minimiert, Chancen nutzt und transparent ist", sage Said. Dies könnten Berater mit den richtigen Tools im Hintergrund liefern - und dabei sicherstellen, dass die ETFs mehr als nur eine vorübergehende Modeerscheinung seien. (10.12.2019/fc/n/e)