Erweiterte Funktionen

ETF-Mittelzuflüsse - globaler und europäischer ETF-Gesamtmarkt - 1. Halbjahr und Juni 2019 - ETF-News


11.07.19 16:17
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - Trotz einer Delle im zweiten Quartal war das erste Halbjahr für den europäischen ETF-Markt mit Flows von 33 Mrd. Euro insgesamt positiv, so die Experten von Amundi ETF.

Im Anlegerfokus hätten Bond-ETFs mit Zuflüssen von 33 Mrd. Euro gestanden. Aktien-ETFs seien in den ersten sechs Monaten - trotz zwischenzeitlicher Abflüsse Anfang des zweiten Quartals - insgesamt 5 Mrd. Euro zugeflossen. Einer der wichtigsten Trends des ersten Halbjahres sei die steigende Nachfrage nach ESG-ETFs - und zwar sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite. Im zweiten Quartal 2019 seien mehr als 2 Milliarden Euro neu in ESG-ETFs investiert worden, sodass sich die Summe auf 4,5 Mrd. Euro im ersten Halbjahr belaufe. Konkret würden heute mehr als 10% der gesamten ETF-Flows auf ESG-Produkte entfallen. Vor zwei Jahren habe der Anteil noch unter 4% gelegen.

Seit Anfang 2019 habe Amundi fast 4,3 Mrd. Euro an Nettozuflüssen erzielt. Dies entspreche fast 15% der ETF-Netto-Mittelzuflüsse in Europa. Amundi sei damit die Nummer 3 hinsichtlich der Flows und deutlich schneller als der Markt gewachsen.

Globale ETF-Mittelflüsse würden im Juni wieder ins Plus drehen

Global: 66 Mrd. Euro Mittelzuflüsse in ETFs - 27 Mrd. Euro Mittelzuflüsse in Aktien-ETFs - 15 Mrd. Euro Mittelzuflüsse in Corporate-Bond-ETFs

Nach schwachen Zahlen im Mai habe sich der ETF-Markt wieder erholt und Mittelzuflüsse von 66 Mrd. Euro verbuchen können.

Aktien-ETFs, die im Mai am stärksten Federn gelassen hätten, hätten im Juni wieder ins Plus gedreht (+ 27 Mrd. Euro). Im Fokus des Anlegerinteresses hätten vor allem ETFs auf nordamerikanische Aktien (+17 Mrd. Euro) sowie Sektor- und Smart-Beta-ETFs (+4.5 Mrd. Euro) gestanden. Ebenfalls gefragt seien ETFs auf japanische Aktien (+4.4 Mrd. Euro) und auf Schwellenländeraktien (+2.3 Mrd. Euro) gewesen.

Die Nachfrage nach Bond-ETFs sei weiterhin hoch und habe sich im Vergleich zum Vormonat mehr als verdreifacht (+36 Mrd. Euro). Innerhalb der Anlageklasse hätten Investoren im Juni Unternehmensanleihen (+15.2 Mrd. Euro) favorisiert. Mit Zuflüssen von mehr als 12 Mrd. Euro für ETFs auf Staatsanleihen hätten sich die Mittelzuflüsse auch in diesem Anlagesegment verdreifacht.

Europa: Abflüsse bei Aktien-ETFs - Zuflüsse bei Bond-ETFs im Juni

Aktien: -3.5 Mrd. Euro

- In Europa hätten ETFs auf europäische Aktien im Juni am stärksten unter Verkäufen gelitten (-745 Mio. Euro).

- Die Nachfrage nach nordamerikanische Aktien-ETFs sei anhaltend gut gewesen (+890 Mio. Euro).

- Bei Sektor- und Faktor-ETFs würden Anleger weiterhin defensive Exposures präferieren, wie Real State (+246 Mio. Euro) und Low Volatility (+536 Mio. Euro) zulasten von Finanzwerten und Small Caps.

- Das Interesse an nachhaltigen Investments wachse in Europa weiterhin schnell (+575 Mio. Euro), wobei globale Engagements gefolgt von Nordamerika und Schwellenländer die regionalen Schwerpunkte bilden würden.

Renten: +6 Mrd. Euro

- Bei Bond-ETFs hätten Produkte auf Unternehmensanleihen aus der Eurozone im Fokus (+2,5 Mrd. Euro) gefolgt von ETFs auf Eurozonen-High-Yield-Bonds (+1 Mrd. Euro) gestanden.

- ETFs auf Staatsanleihen seien im Juni wieder ins Plus gedreht (+880 Mio. Euro), wobei sich das Anlegerinteresse auf Papiere aus den USA, der Eurozone und Deutschland konzentriert habe.

- Die Mittelzuflüsse für US-Treasury-Bills hätten sich im Juni auf annähernd 490 Mio. Euro belaufen. (11.07.2019/fc/n/e)