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ETFs: Gesunkene Nachfrage im April - ETF-News


12.05.16 09:20
FundResearch

München (www.fondscheck.de) - Die Nachfrage nach ETFs im Monat April war so schwach wie zuletzt vor 16 Monaten, so die Experten von "FundResearch".

Schuld daran seien wirtschaftliche und politische Unsicherheiten.

Knapp zehn Milliarden US-Dollar seien im vergangenen Monat in die ETF-Sparte geflossen, wobei Anleihe-ETFs am stärksten nachgefragt worden seien.

"ETFs sind ein Stimmungsbarometer und machen deutlich, wo taktisch investiert wird", habe Chanchal Samadder, Head of Sales UK & Ireland bei Lyxor gesagt. Die Sorge um ein langsameres Wirtschaftswachstum, rückläufige Unternehmensgewinne sowie Zentralbankentscheidungen sollten der Grund für die Investitionsflaute sein, so Antoine Lesne, Head of Sales EMEA Strategy bei State Street. Stattdessen stünden festverzinsliche Wertpapiere und Gold hoch im Kurs.

Hingegen profitiert habe die ETF-Sparte in den vergangenen zwei Monaten von Investitionen in Unternehmensanleihen und in Europa gelisteten Fonds. "Als die EZB angekündigt hat, weitere Staatsanleihen zu kaufen, schossen verstärkt Gelder in Euro-Kredite", habe Eric Wiegand, Head of ETF Strategy für Europa, Deutsche Asset Management gesagt.

"Noch einen interessanten Trend bemerken wir bei inflationsgekoppelten Anleihen, vor allem in den USA, wo Investoren mit einer steigenden Inflation rechnen", habe Chanchal Sammader gesagt. Anleger hätten durch ETFs versucht, sich Zugang zu diesem Thema zu verschaffen. Der niedrige oder gar negative Zins habe Anleihefonds, die vor allem in europäische Staatsanleihen investieren würden, stark zugesetzt.

Anleihefonds würden einen kleinen aber wachsenden Anteil an ETFs repräsentieren. In den letzten beiden Jahren seien 214 neue Anleihe ETFs aufgelegt worden. Im April 2016 habe die Zahl bei 914 unterschiedlichen Fonds gelegen. (News vom 11.05.2016) (12.05.2016/fc/n/e)